Wettbewerb PROMISE

Beteiligung an Horizon 2020 stärken

Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizon 2020, unterstützt seit 2014 mit einem Budget von ca. 80 Milliarden Euro die Forschungsaktivitäten der europäischen Akteure. Die Beteiligung von nordrhein-westfälischen Einrichtungen am Förderprogramm soll nun nach bereits zwei vorherigen Wettbewerben weiter gestärkt werden. Dafür stellt die Landesregierung insgesamt 1,8 Millionen Euro im Rahmen des Förderwettbewerbs "PROjektManagement und Innovative Strukturen zur Stärkung der Beteiligung an den Europäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation an Hochschulen und Universitätsklinika in Nordrhein-Westfalen" bereit.

Ziel des Wettbewerbs PROMISE ist es, an Institutionen in NRW Maßnahmen zu formulieren, weiterzuentwickeln und umzusetzen, die vorrangig auf die nachstehenden Module ausgerichtet sind:

  1. Erhöhung des absoluten und prozentualen Anteils der Horizon 2020-Fördermittel an den von der Einrichtung eingeworbenen Drittmitteln,
  2. Erhöhung der Anzahl der Koordinationen von Horizon 2020-Projekten,
  3. Erhöhung der Anzahl der eingeworbenen ERC-Grants,
  4. Erhöhung des Frauenanteils in allen Fördervorhaben (Beantragung von Beteiligung an und Koordinierung von Horizon 2020-Projekten),
  5. Erhöhung der Beteiligung in EU-Gremien (Ausschüsse, Expertengremien, Gutachterin/Gutachter),
  6. Ausbau der internationalen Kooperationen mit Partnern der EU-13-Länder.

Dabei ist das erste Modul verpflichtend. Alle weiteren Module wählt die antragsstellende Einrichtung gemäß ihrer Ausrichtung und ihren Interessen selbst aus. Hochschulen, Hochschulen in staatlicher Trägerschaft, staatlich refinanzierte Hochschulen und Universitätsklinika des Landes Nordrhein-Westfalen können sich bis zum 15. Dezember 2017 bewerben.

Das Ministerium trifft die Entscheidung über die Vergabe der Fördermittel auf der Grundlage der Empfehlung einer externen Jury. Der vorgesehene Förderzeitraum orientiert sich an der verbleibenden Laufzeit von Horizon 2020.

Vom 1. April 2018 bis zum 31. Dezember 2020 sollen mit dem Programm mindestens zehn Einrichtungen mit einem jährlichen Betrag von jeweils bis zu 60.000 Euro unterstützt werden.  Die bereitgestellten Mittel können zur Deckung von zusätzlichen Personal-, Sach- und Reisekosten verwendet werden.