Förderlinie Innovative Medizin in einer digitalen Gesellschaft

Neue Förderlinie im Rahmen des Programms Digitaler Fortschritt.NRW

Die Digitalisierung in der Medizin eröffnet die Chance, Patientinnen und Patienten künftig individueller und präziser diagnostizieren und behandeln zu können. Digitale Anwendungen sind vielfältig und reichen von einfachen Apps zum Monitoring der Fitness, über die Einführung der ePatientenakte (ePA) bis hin zu komplexen Unterstützungssystemen im Operationssaal. Aufgrund der wachsenden Datenmengen und Analysemöglichkeiten muss zugleich aber auch die Privatsphäre des und der Einzelnen geschützt sein.

Mit der Programmlinie „Innovative Medizin in einer digitalen Gesellschaft‟ fördert das Ministerium Forschungsvorhaben, die medizinische Informationstechnologien mit gesellschaftlichen Aspekten verknüpfen. Denn digitale Innovationen führen nur dann zu einer verbesserten Patientenversorgung und können in der klinischen Anwendung genutzt werden, wenn medizinische und digitale gemeinsam mit rechtlichen, ethischen und sozialwissenschaftlichen Aspekten in transdisziplinären Verbünden gemeinsam erforscht werden.

Fünf Projekte zur Förderung empfohlen

Fünf neue wissenschaftliche Projekte waren im Wettbewerb erfolgreich. Sie befassen sich mit der Verbesserung der Sicherheit in der Arzneimitteltherapie und Pflege von Menschen mit Demenz, telemedizinischer Unterstützung von psychisch Erkrankten und innovativer Suchttherapie sowie mit der Standardisierung von onkologischen Befunden und Therapien bei der Genomanalytik.

Folgende Projekte sind zur Förderung empfohlen:

Titel

Konsortialführer/Standort

Tech-VD
Technikunterstützte Versorgung der Zukunft bei beginnender und leichtgradiger Demenz

Dr. Stefan Kreisel,
Evangelisches Krankenhaus
Bielefeld gGmbH

Informationsinfrastruktur als Lernprozess

Prof. Dr. Kai Reimers,
RWTH Aachen

TELL US
Telemedizinische Supportstrukturen für psychisch kranke Patientinnen und Patienten

Prof. Dr. Georg Juckel und
Dr. Barbara Emons,
Ruhr-Universität Bochum

ANTARES
Breitenwirksame Substanzabhängigkeitstherapie in der digitalen Gesellschaft mittels Virtual Realitybasierten Systemen

Prof. Dr. Tim Klucken,
Universität Siegen

GENEaLYSE
Übermittlung von Biomarker- und Genomanalysedaten

Prof. Dr. Sylvia Thun,
Hochschule Niederrhein

Fördermittel in Höhe von zwei Millionen Euro

Die Forschungsvorhaben können bis zu drei Jahre gefördert werden. Zwei Millionen Euro stehen dafür insgesamt bereit. Unterstützt werden ausschließlich Verbundprojekte mit mindestens zwei Projektpartner als Antragsteller.

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