Fortschrittskolleg "Energieeffizienz im Quartier"

Clever versorgen.umbauen.aktivieren

Energieeffizienz zu steigern meint bislang vor allem, einzelne Gebäude mit der entsprechenden Technologie auszurüsten. Doch viele Anlagen ließen sich besser ausnutzen und wirtschaftlicher betreiben, könnten sie in Gebäudekomplexen oder ganzen Quartieren gemeinsam genutzt werden. Wie das möglich wird - damit beschäftigt sich das Fortschrittskolleg "Energieeffizienz im Quartier" unter Federführung der TU Dortmund.

Ein Energieeffizienz-Konzept für ganze Viertel wirft Fragen auf, die deutlich über Dämmung, Energieverbrauch oder Nutzerverhalten einzelner Menschen hinausgehen. Die Promovierenden am Fortschrittskolleg betrachten deshalb ganz unterschiedliche Dimensionen eines Quartiers: Funktionen (Wohnen, Arbeiten, Freizeit etc.), baulich-räumliche Gegebenheiten, sozio-demografische Strukturen, ökonomischer Kontext, kulturell-historischer Kontext, technische Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen. Die Forschungsarbeiten haben drei interdisziplinäre Schwerpunkte: 

  1. Soziotechnische Dynamik
  2. Akteure, Governance und Handlungsoptionen
  3. Übergeordnete Zusammenhänge

Das Fortschrittskolleg verfolgt das Ziel, Wirkungszusammenhänge besser zu verstehen, die zu einer Erhöhung der Energieeffizienz führen - und daraus strategische Ansatzpunkte abzuleiten, wie sich entsprechende Maßnahmen auch in größeren räumlichen Zusammenhängen anstoßen und umsetzen lassen. Forschungsgebiet ist das Ruhrgebiet mit ausgewählten Quartieren. Die Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH wird mit dem Regionalen Innovationsnetzwerk "Energieeffizienz Ruhr“ die Vernetzung von Forschung und Praxispartnern unterstützen.