Fortschrittskolleg "One Health"

One Health und urbane Transformation – Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen

Das Fortschrittskolleg „One Health und urbane Transformation - Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen” wird in Kooperation zwischen dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), der Hochschule Bonn Rhein-Sieg (HBRS) und der United Nations University - Institute for Environment and Human Security in Bonn (UNU-EHS) durchgeführt. Das „One Health“ Fortschrittskolleg untersucht die verschiedenen Dimensionen und Transformationen von gesundheitsbezogenen Systemen in Bezug auf die menschliche Gesundheit, die Gesundheit der Umwelt und der landwirtschaftlichen Produktionssysteme integrativ. Die diesbezüglichen aktuellen Herausforderungen und die historische Entwicklung in NRW mit dem Schwerpunkt Ruhrgebiet werden drei großen (peri-)urbanen Metropolregionen in São Paulo (Brasilien), Accra (Ghana) und Ahmedabad (Indien) vergleichend gegenübergestellt, um aus der synergistischen Betrachtung Erkenntnisse und Lösungsansätze zu entwickeln. 

Zusammenhänge zwischen menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit stehen im Fokus

Das „One Health“ Konzept basiert auf der integrativen und ganzheitlichen Betrachtung von Gesundheit und stellt somit die intrinsischen Zusammenhänge zwischen menschlicher, tierischer und Umweltgesundheit in den Fokus. Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Systeme, sowie deren Transformationen beeinflussen „One Health“. Die Wechselwirkungen zwischen diesen Systemen sowie deren Einfluss auf Gesundheitsindikatoren formen die Basis für die Entwicklung nachhaltiger Lösungsansätze und stellen daher einen Forschungsschwerpunkt da. Die ganzheitliche Perspektive des „One Health“ Konzepts benötigt einen transdisziplinären Forschungsansatz, um die komplexen Interaktionen zwischen den verschiedenen Systemen adäquat zu beleuchten und integrativ zu analysieren. Das Forschungskonzept basiert auf vier miteinander vernetzten Dimensionen:

  1. Ganzheitliches One Health Konzept (Mensch, Umwelt, landwirtschaftsbezogene Systeme) als integrativer Ansatz zur nachhaltigen Entwicklung
  2. Vergleich von NRW/Ruhrgebiet mit drei großen Metropolenregionen weltweit und gegenseitiges Lernen aus Erfahrung
  3. Untersuchung der relevanten interdisziplinären Querschnittsthemen Ernährung, Wasser, Hygiene und Public Health, Gesundheitswesen und Gesellschaft
  4. Drei integrative Arbeitspakete zur Erfassung, Analyse und Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen