Interview

3 Fragen an Heiko Hendriks

Heiko Hendriks ist von der Landesregierung bestellter Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern. Zum 1. Februar 2018 trat er sein Amt offiziell an.

Herr Hendriks, welche besonderen Schwerpunkte möchten Sie in Ihrer Arbeit setzen?

Heiko Hendriks: Ich möchte die Belange der Heimatvertriebenen und (Spät-)Aussiedlerinnen und Aussiedler weiter in den Blick der Öffentlichkeit rücken, mich aber auch um die besonderen Interessen einzelner Zielgruppen verstärkt kümmern. Das kann zum Beispiel die Anerkennung der Abschlüsse von (Spät-)Aussiedlerinnen und Aussiedlern sein oder das besondere Hervorheben - der auch für die Zukunft sehr wichtigen -  Brückenfunktion, die deutsche Vertriebene aufgrund ihrer Verbundenheit zur alten Heimat (z.B. im geeinten Europa) einnehmen.

Welche Ziele haben Sie sich als Landesbeauftragter für die kommenden Monate gesetzt?

Heiko Hendriks:  In den ersten Monaten  möchte ich vor allem zuhören und in Erfahrung bringen, welche Anliegen, Wünsche und Sorgen die Menschen konkret haben. Nur wenn ich genau weiß, wo Unterstützung benötigt wird, kann ich entsprechend handeln und meine Lotsenfunktion im Zusammenspiel mit der Landesregierung einnehmen.

Gibt es ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt?

Heiko Hendriks: Einer meiner Leitsätze lautet: "Nur wer Geschichte kennt, kann auch aus ihr lernen." Mein Herzensanliegen ist es deshalb, in Nordrhein-Westfalen die Erinnerungskultur zu stärken, so dass die Geschichte der Vertriebenen und (Spät-)Aussiedlerinnen und Aussiedler auch für die nachfolgenden Generationen erfahrbar bleibt. So sollte z.B. auch im Schulunterricht dieser Teil der deutschen Geschichte in ihrer ganzen Vielschichtigkeit vermittelt werden. Wenn es uns gelingt, die Erinnerung daran wach zu halten, was diese Menschen erlebt und wie sehr sie auch die Geschichte Nordrhein-Westfalens geprägt haben, dann haben wir gemeinsam schon viel erreicht.