Hochschulpakt

Mehr Studienanfängerplätze in NRW

Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen befinden sich in einer Phase anhaltend starker Nachfrage nach Studienplätzen. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger wird mittelfristig auf einem hohen Niveau von ca. 120.000 pro Jahr bleiben und nach Berechnung der Kultusministerkonferenz voraussichtlich erst ab 2020 langsam sinken. Dies liegt an der höheren Bildungsbeteiligung durch anhaltend hohe Zahlen von Schulabgängerinnen und - abgängern mit Hochschulzugangsberechtigung, dem erheblichen Anstieg bei den Übergangsquoten von der Schule zur Hochschule und der steigenden Nachfrage aus dem Ausland bzw. von beruflich Qualifizierten.

Der Hochschulpakt – eine Vereinbarung zwischen Bund und allen 16 Bundesländern – soll es den Hochschulen ermöglichen, ein entsprechendes Angebot an Studienanfängerplätzen zu schaffen. Der Hochschulpakt III (Laufzeit 2016-2020) legt zudem einen besonderen Schwerpunkt darauf, die Studierenden zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Insgesamt stehen für die gesamte Laufzeit des Hochschulpakts ca. 10 Mrd. EUR zusätzlich für die Hochschulen in NRW zur Verfügung.

Finanziert werden

  • mehr Studienanfängerplätze,
  • mehr Personal,
  • moderne Gebäude und
  • eine bessere Infrastruktur sowohl an den Universitäten als auch an den Fachhochschulen.

Die Kosten dafür teilen sich das Land NRW und der Bund jeweils zur Hälfte.

Innerhalb des Hochschulpaktes gibt es zwei Sonderprogramme: Beim Ausbau der Medizinstudienplätze wurden in den 5 Jahren der Laufzeit des Hochschulpaktes II (2011 - 2015) Mittel für insgesamt 935 zusätzliche Studienplätze zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Hochschulpaktes III (2016 -2020) werden weitere Mittel für 1085 zusätzliche Studienplätze an den Medizinischen Fakultäten bereitgestellt.

Seit dem Sommer 2014 läuft außerdem ein Förderprogramm zum Ausbau der Masterplätze: Darüber können die Hochschulen bis 2020 rund 65.000 zusätzliche Studienanfängerplätze im Masterbereich schaffen.