Kulturhauptstadt Europas 2010 in Nordrhein-Westfalen

RUHR.2010 als positives Beispiel für den Strukturwandel

2010 war Essen gemeinsam mit dem Ruhrgebiet Kulturhauptstadt Europas. Die Landesregierung leistet einen großen Beitrag, damit das überaus erfolgreiche Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 nachhaltig fortwirken kann.

Die Metropole Ruhr gehört zu den dynamischen industriellen Ballungsräumen Europas. Die Entscheidung des EU-Ministerrats im November 2006, die Stadt Essen – stellvertretend für das Ruhrgebiet – als Kulturhauptstadt Europas 2010 zu benennen, stellte für die Region, die 53 Städte und vier Kreise umfasst, eine große Chance dar, die erfolgreich genutzt wurde.

Entsprechend dem Motto "Wandel durch Kultur – Kultur durch Wandel" wurde mit der Kulturhauptstadt 2010 der Strukturwandel in der Region durch innovative Ideen, Engagement und Kreativität nachhaltig vorangebracht.

Glänzende Bilanz

Am 9. Dezember 2010 wurde im Rahmen einer großen Pressekonferenz eine Bilanz zum Kulturhauptstadtjahr gezogen, das mit 10,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern, 5.500 Veranstaltungen und 65.000, zum Teil weltweiten Medienberichten zu Ende ging. Und der Erfolg der Kulturhauptstadt 2010 zeigt sich darin, dass im Jahr 2011 die Besucher- und Übernachtungszahlen gegenüber dem Kulturhauptstadtjahr in der Region weiter gestiegen sind, womit die Kulturhauptstadt Essen für das Ruhrgebiet einen Sonderstatus unter allen bisherigen Kulturhauptstädten Europas einnimmt.

Finanzielle Mittel zur Sicherung der Nachhaltigkeit

Um die Nachhaltigkeit der Kulturhauptstadt 2010 in der Metropole Ruhr zu sichern, haben das Ministerium und der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam ein Konzept erarbeitet, das am 12. Oktober 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Ministerium und der RVR werden – vorbehaltlich der Haushaltsentwicklungen – jährlich je 2,4 Millionen Euro bereitstellen, um die im Kulturhauptstadtjahr RUHR.2010 entwickelten neuen Netzwerke, regionalen Partnerschaften und Kooperationen mit insgesamt 4,8 Millionen Euro zu fördern und weiterzuentwickeln. Dabei sollen der Schub, den das Kulturhauptstadtjahr dem Ruhrgebiet gegeben hat, die besten Projekte, die vielen Verbindungen, Netzwerke und Synergien, die entstanden sind, erhalten und weitergeführt werden.

Fortbestehende Aufgaben der beteiligten Akteure

Der Regionalverband Ruhr (RVR) übernimmt nach der Kulturhauptstadt vermehrt koordinierende Aufgaben für die Entwicklung der Kultur in der Metropole Ruhr. Sein Ausschuss für Kultur und Sport bleibt wichtiges Leitorgan der kulturpolitischen Entwicklung. Unter anderem veranstalten der RVR und das Land Nordrhein-Westfalen ab 2012 jährlich eine programmatische Kulturkonferenz Ruhr zu jeweils aktuellen Fragen der regionalen Kulturpolitik.

Die Kultur Ruhr GmbH, derzeit verantwortlich für die Durchführung der Ruhrtriennale, wird um die eigenständige Programmsäule "Künste im urbanen Raum" bzw. "Urbane Künste Ruhr“ erweitert. Dort soll an die im Rahmen der Kulturhauptstadt gebildeten Netzwerke und Projekte angeknüpft werden. Zur Künstlerischen Leitung der Urbanen Künste Ruhr wurde Katja Assmann berufen. Ein wichtiges Ziel der Urbanen Künste Ruhr besteht vor allem darin, die Zusammenarbeit bestehender Kultureinrichtungen zu unterstützen und so über die Region hinaus strahlende Exzellenzprojekte zu initiieren und zu fördern.

Die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) hat im Kulturhauptstadtjahr erfolgreich die Metropole Ruhr national und international als Ziel für Städtereisen beworben. Dieser Weg soll durch die touristische Vermarktung der "Kulturmarke Ruhr" weiter fortgeführt werden. Zudem wird die RTG, als Veranstaltungsagentur identitätsstiftende, regionale Großereignisse mit breiter Bürgerbeteiligung, wie dem Day of Song konzipieren und durchführen.

Durch das european centre for creative economy – ecce und die wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH (wmr) soll darüber hinaus die begonnene Entwicklung der Kreativwirtschaft in einer gesicherten Trägerstruktur fortgeführt werden.


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