Eine Hand auf einem Klavier

Musik in Nordrhein-Westfalen

Die Musikszene in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich durch ihre große Vielfalt aus. Unterstützt durch die Landesregierung bieten Orchester, Musikfeste und Einzelkünstlerinnen und -künstler ein breites Repertoire. Die kulturelle Bildung wird an Musikschulen und Musikhochschulen sowie durch eine Auswahl an Programmen für Kinder und Jugendliche gefördert.

Musikalische Vielfalt Umfassende Förderung durch die Landesregierung

Nordrhein-Westfalen ist ein Land mit einer professionellen und qualitativ hochstehenden Musikszene. Diese umfasst im professionellen Bereich ein großes Spektrum von musikalischen Gattungen und Stilen einerseits und ein ebenso großes Spektrum an Ensembleformen, vom Einzelkünstler bis hin zu Großensembles, andererseits. Besondere Qualitäten gibt es in den Bereichen alte Musik, neue Musik und Jazz/improvisierte Musik. Diese Musikkultur, die auf europäischem Niveau teils prägend ist, gilt es zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Ein wichtiger Aspekt professioneller Musikförderung ist dabei die Vermittlungsarbeit, die von allen Musikerinnen und Musikern in ihrem jeweiligen Rahmen geleistet wird. Ergänzt wird dies durch eine vielfältige, gut organisierte und systematische aus- und weitergebildete Laienmusikszene, in der viele hunderttausend Menschen in Nordrhein-Westfalen musikalisch aktiv sind.

Ensembles Orchesterlandschaft

Die Orchesterlandschaft in Nordrhein-Westfalen ruht auf drei Säulen. Neben den drei Landesorchestern Neue Philharmonie Westfalen, Nordwestdeutsche Philharmonie und Philharmonie Südwestfalen sowie 15 kommunalen Sinfonieorchestern gibt es eine große Anzahl freier Ensembles. Diese sind ein Kennzeichen der Musiklandschaft in Nordrhein-Westfalen. Die Vielzahl kleinerer freier Ensembles hat sich häufig interpretatorisch auf bestimmte Stilrichtungen bzw. Epochen spezialisiert. Diese Ensembles werden bei der Realisierung von besonderen künstlerischen Vorhaben unterstützt. Sie werden öffentlich gefördert. Ab 2019 überstützt die neue Ensembleförderung Musik genreübergreifend ihre künstlerische Entwicklung konzeptgebunden und langfristig.

Die Musikensembles des Westdeutschen Rundfunks, das Sinfonie- und Rundfunkorchester sowie der Rundfunkchor und die Big Band des WDR werden aus Rundfunkgebühren finanziert.

Daneben wird als strukturbildende Maßnahme für die große Vielzahl an Ensembles der Alten Musik das Zentrum für Alte Musik in Köln gefördert. Durch die Förderung des Zentrums werden den Ensembles bessere Arbeitsbedingungen geboten (Probenräume sowie Büroräume, als auch gemeinsames Marketing), um so ihren Marktstandort zu verbessern.

International anerkannt Musikfeste

Musikfeste von landesweiter und internationaler Bedeutung mehren den Ruf Nordrhein-Westfalens und helfen, die vielfältige Musiklandschaft weiterzuentwickeln. Deshalb werden viele davon gefördert, zum Beispiel Acht Brücken, die Brühler Schlosskonzerte, die Wittener Tage für neue Kammermusik, das Beethovenfest Bonn oder das moers festival.

Musikpädagogik Musikschulen

Mit den allgemeinbildenden Schulen und der Laienmusikförderung bilden die rund 190 öffentlichen Musikschulen in Nordrhein-Westfalen das Gerüst für die musikalische Erziehung. Mit Unterstützung der Landesregierung bauen sie die musikpädagogische Grundversorgung aus. Darüber hinaus fördert das Land profil- und strukturbildende Projekte, die Impulse in der Musikschularbeit vor Ort geben.

Junge Musik Förderung des künstlerischen Nachwuchses

Musikalisch begabte Jugendliche werden in Nordrhein-Westfalen in neun Jugendmusikensembles gefördert. Eine weitere Fördermaßnahme ist Kinderorchester, in dem musikalisch hochbegabte Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren gemeinsam musizieren. Durch die Jugendmusikwettbewerbe wie z.B. Jugend musiziert oder Jugend jazzt werden insbesondere Kinder und Jugendliche mit ihren musikalischen Begabungen gefördert und unterstützt. Weitere Maßnahmen bieten insbesondere die Musikhochschulen an.

Kulturvermittlung Kulturelle Bildung

Die kulturelle Bildung von Kindern ist ein Schwerpunkt der Landesregierung mit vielfältiger Ausprägung. Dazu gehören die speziellen Programme der Musikschulen und der Laienmusikorganisationen sowie Anreize für professionelle Musiker, sich an Schulen zu engagieren.Ein besonderes Programm ist "JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen".

"JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen" ist ein kulturelles Bildungsprogramm in der Grundschule für das ganze Land Nordrhein-Westfalen. JeKits ist zum Schuljahr 2015/16 gestartet als landesweites Nachfolgeprogramm von "Jedem Kind ein Instrument" (JeKi), welches 2017/2018 ausgelaufen ist. JeKits wird im Laufe des Jahres 2019 evaluiert, um es noch besser aufzustellen.

Die Chorakademie am Konzerthaus Dortmund ist die größte Singschule Europas. Es singen dort in 30 Chören rund 1000 Sängerinnen und Sänger. Das Singförderprojekt "Toni" des ChorVerbandes NRW setzt bei Kindern ab 18 Monaten bis sechs Jahren an und unterstützt auch die Erzieherinnen und Erzieher mit einer musikalischen Basisschulung.

Musik für jeden Laienmusikförderung

Eine gute und gelingende kulturelle Bildungsarbeit braucht  Träger, die aufgrund ihrer Nähe zu den Inhalten in der Lage sind, die Akzente in der musikalischen Bildung weiterzuentwickeln. Der Landesmusikrat Nordrhein-Westfalen als Dachverband der Musikverbände und -vereine in einer der dichtesten Musiklandschaften weltweit und der Landesverband der Musikschulen in Nordrhein-Westfalen als Dachverband der kommunalen Musikschulen beobachten die neuesten gesellschaftlichen Entwicklungen und erarbeiten auf dieser Basis entsprechende zukunftsweisende Konzepte. Die Arbeitsgemeinschaft Laienmusik im Landesmusikrat erhält ebenfalls Bildungsmittel u.a. für die Förderung des musikalischen Nachwuchses. Die Landesmusikakademie NRW wird als zentrale musikalische Weiterbildungsstätte gefördert. Der Schwerpunkt der Akademie liegt in der Weiterbildung der Laienmusiker, zunehmend aber auch in der Qualifizierung von Musikpädagogen.

Auch das Beethoven-Haus Bonn wird institutionell und projektbezogen gefördert, um das Erbe des Komponisten zu bewahren, zu erforschen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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  • Thomas Baerens
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    E-Mail: thomas.baerens [at] mkw.nrw.de
  • Dr. Jens Pyper
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    E-Mail: jens.pyper [at] mkw.nrw.de
  • Birgit Maubach
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