Leitmarktwettbewerb LifeSciences.NRW: Land fördert zwölf Forschungsprojekte mit 19 Millionen Euro

Digitalisierung nutzen für neue Ideen in der Gesundheitsforschung

14.05.18

Zwölf innovative Forschungsprojekte werden in der aktuellen Förderrunde des Leitmarktwettbewerbs Lebenswissenschaften mit insgesamt 19 Millionen Euro gefördert. Sie versprechen Fortschritte in der forschungsintensiven Medizin, Medizintechnik und Biotechnologie. Finanziert wird dies aus EU- und Landesmitteln.

Der Wettbewerb richtet sich an Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Gefördert wird die Erforschung und Entwicklung innovativer Verfahren und Produkte, die zur Gesunderhaltung, Rehabilitation und Versorgung der Menschen beitragen – besonders mit Blick auf die Möglichkeiten der Digitalisierung.

Die erfolgreichen Projekte reichen von innovativen Ansätzen zur Rekonstruktion von Venenklappen, neuen Methoden zu exakteren Vorhersagen von neuromuskulären Erkrankungen über die Entwicklung einer Virtual-Reality als Therapiesoftware bei Depressionen und einem Schnelltest, mit dem via App Agrarprodukte wie Milch innerhalb weniger Minuten auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe untersucht werden können, bis hin zur erstmaligen Herstellung von modifizierten, natürlichen "Killerzellen" zur Behandlung von Leukämie oder innovativen Verfahren in der Strahlenmedizin zur Behandlung von Hirntumoren bei Kindern.

Der Aufruf „LifeSciences.NRW“ ist ein Leitmarktwettbewerb in der aktuellen Förderperiode des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung. Im Zeitraum bis 2020 stehen Nordrhein-Westfalen daraus insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung. Das Wissenschaftsministerium koordiniert diesen Leitmarktwettbewerb, beteiligt sind die Ministerien für Gesundheit, Wirtschaft, Umwelt und Bau.

Informationen sind abrufbar unter: www.leitmarktagentur.nrw.

Die Projekte in der Übersicht:

Projekt

Konsortialführer

NME-GPS: Gen und Protein Signaturen als GPS für Patienten mit Neuromuskulären Erkrankungen

Uniklinikum Essen

lmmunePredict: Entwicklung neuer Marker für ein Ansprechen auf ImmunCheckpoint-Inhibitoren solider Tumoren

Universität Köln

iCAN33: Entwicklung einer Immuntherapie für akute myeloische Leukämien (AMLs) durch den Einsatz von allogenen natürlichen Killer- (NK-) Zellen mit CD33 CARs

Uniklinikum Essen

KneTex: Entwicklung einer textilintegrierten Sensorik zur feedback-gestützten Rehabilitation nach Operation des vorderen Kreuzbandes

IXP GmbH,
Düsseldorf

SYNGOPRO: Synergistische Effekte von Gold-Nanopartikeln und Protonenbestrahlung bei der Behandlung von Hirntumoren im Kindesalter

Westdeutsches Protonentherapiezentrum, Essen

MykoNANO: Nanosonden-basierte Mykotoxin Schnelldetektion in Agrarprodukten

GeneCon Int.,
Baesweiler

HTRA1 Inhibitoren: Inhibitoren der Serinprotease HTRA1 zur Behandlung altersabhängiger Erblindung

LDC, Dortmund

BioV²alve: Biohybride Venenklappen zur minimal-invasiven Therapie der chronischen venösen
Insuffizienz

Meotec, Aachen

lanis: lntraaneurysmales Implantat mit
flussmodulierenden Eigenschaften

Phenox, Bochum

DeepVR: Virtual Reality basierte Unterstützung von Akuttherapie und Rezidivprophylaxe in der psychotherapeutischen Behandlung von unipolarer Depression

Institut für experimentelle Psychophysiologie, Düsseldorf

go4cognition: Entwicklung eines Gamificationsmoduls zum Erhalt kognitiver und sensomotorischer Funktionen bei MCI

Ontaris, Wuppertal

MiVaKa: Mimetika zur Prävention und Therapie der vaskulären Kalzifizierung zur Minimierung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

RWTH Aachen