Ministerin Pfeiffer-Poensgen verleiht KinderHerz-Innovationspreis 2018

150.000 Euro für herausragende Forschung in der Kinderherz-Medizin – Preis geht nach Bad Oeynhausen, Bonn und Aachen

29.06.18

Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat bei einer Festveranstaltung im Orchesterzentrum NRW in Dortmund die Gewinner des KinderHerz-Innovationspreises NRW 2018 ausgezeichnet. Der von der Stiftung KinderHerz Deutschland ins Leben gerufene Forschungspreis geht an das Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, die Universitätsklinik Bonn und die Universitätsklinik Aachen. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft fördert den mit insgesamt 150.000 Euro dotierten Preis.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der größten medizinischen Herausforderungen für die Gesellschaft. Besonders im Kindesalter stellen sie für die Betroffenen und die Eltern eine große Belastung dar. Mit dem KinderHerz-Innovationspreis wollen wir die Forschungsarbeit für herzkranke Kinder vorantreiben und das Leben für sie und ihre Familien verbessern“, sagte Ministerin Pfeiffer-Poensgen, die Schirmherrin des KinderHerz-Innovationspreises.

„Die innovative Forschungskraft der Kinderherz-Medizin aus NRW begeistert mich jedes Mal. Ich bin stolz, dass die Stiftung KinderHerz Deutschland ihren Beitrag dazu leisten kann. Ich danke dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die Förderung“, sagte Sylvia Paul, Geschäftsführerin der Stiftung KinderHerz Deutschland.

Ärzte, Doktoranden und Mitarbeiter aus der Pflege machen täglich Fortschritte in ihren Laboren, auf der Intensivstation und im Klinikalltag. Der KinderHerz-Innovationspreis soll ihnen die Umsetzung zukunftsweisen-der Projekte im Bereich der Kinderherz-Medizin ermöglichen. Er wurde in den drei Kategorien Innovative Forschung (100.000 Euro), Nachwuchs und Pflege (je 25.000 Euro) verliehen.

Die Gewinner 2018: 

  • Innovative Forschung: Das Forschungsprojekt „Lerntherapie für Kinder mit angeborenem Herzfehler“ des Kinderkardiologen Dr. Kai Thorsten Laser vom Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen untersucht, ob angeborene Herzfehler zu Teilleistungsstörungen wie zum Beispiel Konzentrationsschwächen führen können. Ausgehend von diesen Ergebnissen werden zusammen mit dem lerntherapeutischen Institut „Der Bildungskompass“ in Bad Oeynhausen entsprechende Lerntherapie-Maßnahmen entwickelt.

  • Nachwuchs: Kinder mit angeborenem Herzfehler werden oft mit einer Mangelernährung auf der Intensivstation aufgenommen. Das Forschungsprojekt „Die Ernährung von herzkranken Kindern verbessern“ von Nicolas Börter, Doktorand am Universitätsklinikum Bonn, soll messbare BioMarker finden, die früh auf das Auftreten eines Problems im Magen-Darm-Trakt hinweisen können. Komplikationen bei der Nahrungsaufnahme sollen so vermieden werden.

  • Pflege: Im Mittelpunkt des Projekts „Die Erforschung der Pflege von herzkranken Kindern bis ins Erwachsenenalter“ der Kinderkrankenpflegerin Angela Kertz vom Universitätsklinikum Aachen steht die integrative Versorgung von Patientinnen und Patienten mit angeborenem Herzfehler. Dafür wird am Uniklinikum Aachen ein interdisziplinäres ärztliches und pflegerisches Expertenteam aufgebaut. Das Konzept sieht vor, den Pflegekräften mehr Raum für die nötige Spezialisierung zu verschaffen. 

Das Forschungsprojekt „Entwicklung eines biologischen Elektrokabels für das Herz“ von Doktorand Hans Keijdener, vom Institut für Angewandte Medizintechnik der RWTH Aachen Universität, hat den Crowdfunding-Preis gewonnen. Für das Projekt werden Spendengelder über eine Schwarmfinanzierung gesammelt.

Die Stiftung KinderHerz Deutschland fördert seit über zwölf Jahren Forschungsprojekte an Kinderherz-Zentren in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland. Sie ist zugleich Vermittlerin zwischen Wissenschaft und Bevölkerung, indem sie Kinderherz-Forschung verständlich macht.

Mehr Informationen:

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