Friedrich-Ebert-Stiftung

Viele Stipendien – Viele Wege zur Förderung: Zaynab

Portraitfoto Zaynab
Bild: NRW-Zentrum für Talentförderung

„Die Stiftung ist perfekt für mich“, sagt die 20-jährige Zaynab mit einem Lächeln im Gesicht stolz. Für das Stipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung ist sie sehr dankbar. „Die Angebote sind toll, ich war schon auf einigen Seminaren in Bonn“, erzählt Zaynab. „Erst vor Kurzem habe ich an einem Seminar über Hassrede im Internet teilgenommen, das war echt gut. Das ideelle Programm der Stiftung ist total vielseitig, da ist für jeden etwas dabei”, schwärmt Zaynab über das Angebot der Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie studiert im fünften Semester Französisch und Spanisch an der Universität Duisburg-Essen. Nebenbei gibt Zaynab ein Tutorium in Französisch an der Uni.

Um ehrlich zu sein habe ich nicht gedacht, dass ich mit einem Abschnitt von 2,1 ein Stipendium im Studium bekomme.

Ihren Talentscout Cahit von der Westfälischen Hochschule und die Talentförderung kennt Zaynab bereits seit der neunten Klasse. Während der Zeit auf dem Essener Leibniz-Gymnasium wurde die heutige Studentin durch das Schülerstipendienprogramm der START-Stiftung unterstützt und gefördert. Dass sie sich bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beworben hat, ist für sie ein persönliches kleines Wunder. Über ein Stipendium während ihres Studiums hat sich Zaynab zunächst keine Gedanken gemacht. „Um ehrlich zu sein habe ich nicht gedacht, dass ich mit einem Abschnitt von 2,1 ein Stipendium im Studium bekomme. Aber durch meinen Talentscout ist es dazu gekommen“, sagt Zaynab. Dass sie heute von der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert wird, hat Zaynab neben ihren guten Noten in der Schule besonders ihrem starken sozialem Engagement und ihrer ausgeprägten kulturellen Kompetenz zu verdanken.

Immer dort, wo man wirklich gebraucht wird

Ehrenamt ist besonders wichtig für Zaynab. In der Oberstufe engagierte sie sich trotz Abistress für das Projekt „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. „Man muss sich informieren, wo man wirklich gebraucht wird”, erzählt Zaynab. „Dann macht die Arbeit besonders viel Spaß.“ Auch heute ist sie gesellschaftlich engagiert. In ihrer Freizeit arbeitet die Studentin ehrenamtlich für die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Dort unterstützt sie das Projekt „Liebeswelten“. In einem Parcours sollen sich die Teilnehmenden mit Spaß und viel Kommunikation mit Themen wie Familienplanung und Sexualität beschäftigen. „Die Teilnehmenden setzen sich im Laufe des Parcours auch mit ihren eigenen Werten auseinander“, erzählt Zaynab über das Projekt. „Es geht vor allem darum, neu zugewanderte junge Erwachsene über kulturelle Unterschiede aufzuklären. Im Mittelpunkt stehen die Themen Liebe und Beziehung.“ Zaynab hilft dort immer gerne, wenn sie und ihre Sprachfähigkeiten gebraucht werden. Neben Spanisch, Französisch und Englisch spricht Zaynab fließend Arabisch, da ihre Familie aus dem Libanon stammt.

Ein positiver Blick in die Zukunft

In ihrer Familie ist die 20-jährige die Einzige, die studiert. Für ihre Eltern ist es nicht immer einfach, den Alltag ihrer Tochter zu verstehen. Ihre Geschwister befinden sich in der Berufsausbildung oder bereits im festen Job und haben dadurch einen sehr strukturierten Alltag. Bei Zaynab sieht dies momentan anders aus. „Manchmal bin ich von acht Uhr morgens bis acht Uhr abends unterwegs“, erzählt sie. Durch das Studium kämpft sich Zaynab zusammen mit Talentscout Cahit. „Am Anfang war es ein bisschen schwierig für mich, an der Uni zurechtzukommen. Das System fand ich echt verwirrend”, erinnert sich Zaynab an ihren Studienanfang. Nach anfänglichen Schwierigkeiten weiß sie mittlerweile jedoch genau über die Struktur Bescheid und kennt sich gut aus. Sie gehört durch exzellente Noten zu den Besten ihres Jahrgangs. Wie es nach dem Studium für sie weitergeht, weiß Zaynab noch nicht ganz genau. „Durch das Tutorium, das ich an der Uni gebe, und im Nachhilfeunterricht für Schülerinnen und Schüler habe ich gemerkt, dass ich den Bereich Lehramt super interessant finde“, erklärt sie. „Vielleicht möchte ich aber auch promovieren oder beim auswärtigen Amt arbeiten.“ So ganz genau steht der Plan noch nicht fest. Der nächste Schritt aber ist klar: das Masterstudium.