Studentisches Wohnen

50 Millionen-Euro-Programm

An den NRW-Hochschulen haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr Studienanfängerinnen und -anfänger eingeschrieben. Damit wächst auch der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen. Gerade in Hochschulstädten wie zum Beispiel Aachen, Düsseldorf, Köln, Münster und Siegen ist studentischer Wohnraum knapp und wird zunehmend auch teurer.

Die Landesregierung steuert dieser Entwicklung mit einem Förderprogramm entgegen. Sie stellt für den studentischen Wohnungsbau in den nächsten Jahren jährlich 50 Millionen Euro als zinsgünstiges Förderdarlehen zur Verfügung. Es steht sowohl den Studierendenwerken als auch Wohnungsunternehmen und privaten Investoren offen. Rund 750 studentische Wohnheimplätze können damit pro Jahr neu gebaut werden.

Derzeit gibt es in NRW 49.500 öffentlich geförderte Wohnplätze für Studierende. Davon unterhalten die Studierendenwerke rund 38.450 Wohnplätze (78 Prozent). Den Studierendenwerken ist es in NRW gelungen, die Zahl der Wohnheimplätze in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt zu erhöhen. Seit 2010 wurden rund 3.300 Studierendenwohnungen neu gebaut.

Zusätzliche Mittel für die Studierendenwerke

Das Land NRW hat den Studierendenwerken seit 2009 für den Ausbau und die Modernisierung der Wohnheimplätze zusätzliche Mittel in erheblichem Umfang zur Verfügung gestellt. Im Konkreten bedeutet das:

  • Das Land hat den Studierendenwerken aus Mitteln des Konjunkturpakets II für die Sanierung und Modernisierung der bestehenden Wohnanlagen in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt 120 Millionen Euro an Zuschüssen gewährt.
  • Der studentische Wohnungsbestand wird seit 2009, wenn auch moderat, wieder ausgebaut. Zum einen aus Mitteln der sogenannten Schuldendiensthilfe und zum anderen aus Wohnungsbauförderungsmitteln des Landes.
  • Darüber hinaus hat die Landesregierung den jährlichen Zuschuss an die Studierendenwerke seit 2010 insgesamt um mehr als sieben Millionen Euro auf 44 Millionen Euro pro Jahr erhöht (39,5 Millionen Euro allgemeiner Zuschuss und 4,2 Millionen Euro Investitionszuschuss für Baumaßnahmen).