Alphabetisierung und Grundbildung

Alphabetisierung ist eine wesentliche Voraussetzung für Grundbildung und das Nachholen eines Schulabschlusses. Erst wer lesen und schreiben kann, kann sich lebensbegleitend weiter bilden. Alphabetisierung und Grundbildung sind im Pflichtangebot der Volkshochschulen verankert (§ 11 Absatz 2 Weiterbildungsgesetz).

Zusätzlich fördert Nordrhein-Westfalen mit jeweils rund 5 Mio. € aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Maßnahmen im Rahmen des Programms "lebens- und erwerbsweltbezogene Weiterbildung". Hier gibt es einen eigenen Schwerpunkt "Grundbildung". Die Angebote reichen vom Alphabetisierungskurs bis hin zum Nachholen eines Schulabschlusses. Die ESF-finanzierten Kurse werden von Volkshochschulen und anderen nach dem Weiterbildungsgesetz anerkannten Einrichtungen angeboten.

Bund und Länder haben 2011 auf die Ergebnisse der Hamburger Universität (Leo-Level-1 Studie) reagiert und eine gemeinsame „nationale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung“ verständigt. Ziel ist es, die Zahl von funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten zu verringern. Dazu haben sich die Länder zu verschiedenen Maßnahmen verpflichtet.