Durchführung der Prüfung - Schriftliche Prüfung

Schriftliche Prüfung

Die Aufgaben und Termine sind mit denen der zentralen Abiturprüfungen in den Gymnasien und Gesamtschulen identisch. Weitere Informationen finden Sie unter Zentralabitur NRW.

Die Prüfungsaufgaben werden auf der Grundlage der Lehrpläne für die gymnasiale Oberstufe sowie der jährlich für die Vorbereitung der zentralen Prüfungen erlassenen Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen erstellt und umfassen unterschiedliche Sachgebiete. Soweit aus den zentral gestellten Aufgaben eine Auswahl getroffen werden muss, geschieht dies durch die Fachlehrkraft (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 PO-Externe Abitur) zu dem vom Schulministerium bestimmten Zeitpunkt vor Beginn der Prüfung.

In den Fächern der schriftlichen Prüfung erhält der Prüfling pro Fach einen Prüfungsvorschlag. Zur Bearbeitung der Prüfungsaufgaben stehen in den Leistungsfächern 4 ¼ Zeitstunden, in den übrigen Fächern 3 Zeitstunden zur Verfügung. Zur Durchführung von Experimenten und praktischen Arbeiten in den Naturwissenschaften, in Ernährungslehre, Informatik und Technik oder für Gestaltungsaufgaben in den Fächern Kunst und Musik kann die Arbeitszeit durch die obere Schulaufsichtsbehörde um höchstens 1 Zeitstunde verlängert werden.

Leistungsbewertung

Die schriftlichen Prüfungsarbeiten werden von einem Fachprüfer oder einer Fachprüferin, von einer Zweitkorrektorin oder einem Zweitkorrektor und ggf. von einer Drittkorrektorin oder -korrektor korrigiert und beurteilt. Die Fachlehrkraft begutachtet zuerst die Arbeit und bewertet sie mit einer Note, der gegebenenfalls eine Tendenz hinzugefügt wird. Bei der Bewertung werden auch Verstöße gegen die Richtigkeit in der deutschen Sprache und gegen die äußere Form angemessen berücksichtigt, die bei gehäuften Verstößen zur Absinkung der Leistungsbewertung um eine Notenstufe führen können.

Anschließend wird die Arbeit von einer zweiten Fachlehrkraft korrigiert und bewertet. Sofern die Bewertungen der Fachlehrkräfte voneinander abweichen, wird die abschließende Note wie folgt ermittelt:

  1. Bei einer Abweichung bis zu drei Notenpunkten aus dem arithmetischen Mittel der den jeweiligen Notenurteilen zugrundeliegenden Punktsummen,
  2. bei Abweichungen um vier Notenpunkte und mehr durch Entscheidung einer dritten, von der zuständigen Bezirksregierung beauftragten Fachlehrkraft innerhalb der Bandbreite der vorherigen Bewertungen

Werden in einem schriftlichen Prüfungsfach nicht mindestens fünf Punkte (einfache Wertung) erreicht, so wird eine mündliche Prüfung angesetzt. Drei Wochen vor Beginn der mündlichen Prüfungen im ersten Prüfungsteil werden die Bewertungen in den schriftlichen Fächern bekannt gegeben. Gleichzeitig wird dem Prüfling mitgeteilt, in welchen Fächern des ersten Prüfungsteils er mündlich geprüft wird.

Anstelle der schriftlichen Prüfungsarbeit tritt im Fach Sport eine Fachprüfung (Sport kann nur Leistungsfach sein). Sie besteht aus einer schriftlichen Prüfungsarbeit von 4 Zeitstunden Dauer und einer praktischen Prüfung.

Die Leistungsbewertung richtet sich nach § 48 SchulG. Die Noten, denen gegebenenfalls eine Tendenz hinzugefügt wird, werden zur Ermittlung der Gesamtqualifikation in Punkte umgesetzt. Dafür gilt folgender Schlüssel:

 

Note

Punkte nach Notentendenz

Notendefinition

sehr gut

15 - 13

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen in besonderem Maße.

gut

12 - 10

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen voll.

befriedigend

9 - 7

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen im Allgemeinen.

ausreichend

6 - 5

Die Leistungen weisen zwar Mängel auf, entsprechen aber im Ganzen noch den Anforderungen.

schwach ausreichend

4

Die Leistungen weisen Mängel auf und entsprechen den Anforderungen nur noch mit Einschränkungen.

mangelhaft

3 - 1

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen nicht, lassen jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.

ungenügend

0

Die Leistungen entsprechen den Anforderungen nicht und selbst die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können