Oranger Rettungsring hängt an einer Wand

Die Krise als Chance – Innovationen in der Weiterbildung

Landesregierung stellt insgesamt bis zu 150.000 Euro für Projekte aus der gemeinwohlorientierten Weiterbildung zur Verfügung – Förderanträge können ab sofort bis zum 15. Dezember 2020 eingereicht werden.

Weiterbildungseinrichtungen sind Orte der Bildung, der Begegnung und des Austauschs. Mit ihrem breiten Angebot leisten sie unverzichtbare Beiträge zum lebenslangen Lernen und für den Zusammenhalt in der Gesellschaft. 

Auch in Zeiten der Corona-bedingten Schließungen sowie Einschränkungen haben viele Einrichtungen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung vielfältige Angebote und kreative Lösungen entwickelt, um mit Teilnehmenden in Kontakt zu bleiben und ihre wichtige Arbeit fortzusetzen. 

Förderziel

Die Landesregierung will dieses Innovationspotenzial mit einer landesweiten Förderung von innovativen Projekten weiter stärken. Die Projekte sollen möglichst über den Organisationsbereich einer Einrichtung oder einer Landesorganisation hinauswirken und damit in besonderer Weise dem Anspruch der trägerübergreifenden Zusammenarbeit gerecht werden. Die zu fördernden Vorhaben sollen innovativ sein und der gemeinwohlorientierten Weiterbildung neue Impulse geben.

Dazu sollen die Projekte mindestens zu einer der folgenden Leitfragen Bezug nehmen: 

  • Welche Kompetenzen und Ressourcen benötigen Teilnehmende, um mit den Herausforderungen einer Krise umzugehen? 
  • Welche Strategien können entwickelt und erprobt werden, die zur Partizipation motivieren und neue Zugänge zu Zielgruppen eröffnen, die bisher nicht erreicht werden?
  • Welche Handlungsansätze werden als Konsequenz aus der Corona-Krise und mit Blick auf künftige Herausforderungen von den Einrichtungen entwickelt? 
  • Welche innovativen Fortbildungsformate werden für Kursleitende entwickelt?
  • Welchen Beitrag kann die gemeinwohlorientierte Weiterbildung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten, insbesondere in Krisenzeiten?
  • Wie digital und analog muss gemeinwohlorientierte Weiterbildung künftig sein bzw. bleiben? 

Wer kann sich bewerben?

Antragsberechtigt sind Volkshochschulen in Nordrhein-Westfalen und nach dem Weiterbildungsgesetz (WbG NRW) anerkannte Einrichtungen in anderer Trägerschaft. Die Projekte können auch in Kooperation mit anderen WbG-geförderten Einrichtungen, mit Landesorganisationen der Weiterbildung oder anderen Partnern durchgeführt werden. Je Zuwendungsempfänger kann maximal eine Maßnahme berücksichtigt werden. 

Was kann gefördert werden?

Gefördert werden bis zu 15 neue Projekte, die über die Regelförderung hinausgehen. Die Fördermittel können nicht für investive Maßnahmen, wie die Beschaffung von Laptops, Lizenzen, Inneneinrichtungen etc., eingesetzt werden. Pro Projekt stehen maximal 15.000 Euro zur Verfügung. Zu berücksichtigen ist ein jeweils zu erbringender Eigenanteil i. H. v. 20% der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die Bewilligung erfolgt durch die zuständige Bezirksregierung per Zuwendungsbescheid. 

Wie ist das Antragsverfahren?

Das Antragsverfahren ist zweistufig:

Die Bewerber sind zunächst aufgefordert mit einer Interessenbekundung (Stufe 1) das Vorhaben auf einem vorgegebenen Formblatt darzustellen. Die Frist hierfür endet am 15.12.2020. Eine Fachjury wird die Bewerbungen bewerten und Empfehlungen geben.

Bei einer positiven Förderempfehlung der Fachjury werden die Bewerber benachrichtigt und aufgefordert, bis zum 28.02.2021 einen formalen Antrag (Stufe 2) bei der zuständigen Bezirksregierung zu stellen.

Der Durchführungszeitraum für die Umsetzungsphase ist vom 01.04.2021 bis einschließlich 31.12.2021 vorgesehen. Mit der Maßnahme darf erst nach Eingang des Bewilligungsbescheids begonnen werden. 

Alle Infos auf einen Blick

Alle Fristen auf einen Blick

 

Frist Interessenbekundung 15.12.2020
- Jury-Entscheidung -  
Frist Antrag an Bezirksregierung 28.02.2021
Förderphase 01.04. bis 31.12.2021

 

 

Wie muss die Interessenbekundung aussehen?

Die Projektidee soll in der Interessensbekundung zusammengefasst dargestellt werden und folgende Angaben enthalten:

  • Projekttitel
  • Angaben Antragsteller/in
  • Durchführungszeitraum
  • Projektfinanzierung
  • Kooperationspartner / weitere Beteiligte
  • Projektziel
  • Zielgruppe(n) 
  • Inhaltliche Kurzbeschreibung des Projekts:
    • Ausgangssituation
    • Zentrale Idee
    • Was soll über dieses Förderprojekt gefördert werden?
    • Beschreibung des innovativen Ansatzes: Was ist das Neue, Modellhafte, Besondere am Vorhaben?
    • Bezugnahme auf die oben genannten Leitfragen 
    • Bezugnahme zu möglichen Kooperationspartnern und anderen Beteiligten 
    • methodisch-didaktische Aspekte
  • Meilensteine: Zeit- und Maßnahmeplan für die Projektumsetzung 
  • Plan für die Dokumentation des Projektes
  • Transfer und Nachhaltigkeit der Projektergebnisse

Eine Fachjury wird die Bewerbungen anhand folgender Kriterien bewerten:

  • Sind Ausgangslage und Zielsetzung schlüssig dargestellt?
  • Ist ein innovativer Ansatz erkennbar?
  • Hat sich der/die Antragsteller/in mit den Leitfragen oder verwandten Aspekten auseinandergesetzt? 
  • Sind Vorschläge zur Vernetzung und für eine Verbesserung der einrichtungs- und trägerübergreifenden Zusammenarbeit vorhanden?
  • Ist die methodisch-didaktische Konzeption schlüssig dargelegt?
  • Ist das Vorhaben realistisch umsetzbar?
  • Sind die Nachhaltigkeit des Vorhabens sowie der Transfer der Projektergebnisse berücksichtigt?

Weitere Voraussetzungen

Für Ihre Interessensbekundungen nutzen Sie bitte ausschließlich das entsprechende Formblatt und senden es bitte ausschließlich per Mail bis zum 15.12.2020 an das Referat 522 "Allgemeine Weiterbildung" im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: 
E-Mail: frank.wagener [at] mkw.nrw.de 

Eine Beratung in Bezug auf inhaltliche Aspekte des Förderantrags bietet die Supportstelle Weiterbildung in der QUA-LiS NRW an. Hierzu können Sie sich an die Supportstelle Weiterbildung wenden und einen telefonischen oder persönlichen Beratungstermin ausmachen: 
Telefon: 02921 683 1901; E-Mail: support-weiterbildung [at] qua-lis.nrw.de 

Fragen zur Fördertechnik (z.B. Anerkennung des Eigenanteils o.ä.) beantwortet das Fachdezernat der für Sie zuständigen Bezirksregierung. 

Sie erhalten umgehend nach Abschluss des Auswahlverfahrens eine Mitteilung per E-Mail. Die Antragstellung bei der jeweils zuständigen Bezirksregierung ist danach möglich. Bitte nutzen Sie dazu den vorbereiteten Musterantrag und fügen einen differenzierten Kosten- und Finanzierungsplan bei.

Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht. Die endgültige Entscheidung über eine Förderung trifft das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW unter Berücksichtigung der Juryempfehlung. Die Förderung steht grundsätzlich unter dem Vorbehalt der Bereitstellung von Haushaltsmitteln durch den Haushaltsgesetzgeber. 

Erforderlich ist darüber hinaus das Einverständnis zur Beteiligung an einer Evaluation.

Sie haben Fragen? Ihr Kontakt im Ministerium

  • Frank Wagener
    E-Mail: frank.wagener [at] mkw.nrw.de