Ein Seminar, vorne spricht ein junger Mann

NRW Forschungskollegs

In den interdisziplinär zusammengesetzten Forschungskollegs lernen die Promovierenden von Beginn an, mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen sowie mit nicht wissenschaftlichen Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammenzuarbeiten und deren Erkenntnisse für die eigene wissenschaftliche Arbeit zu berücksichtigen.

Anwendungsbezogene Forschung Forschungskollegs NRW

Die NRW Forschungskollegs sind mit anwendungsbezogener Forschung auf Themenfeldern von hoher gesellschaftspolitischer Relevanz befasst. Kennzeichnend für ihre Forschungsansätze ist eine hohe Komplexität. Durch die Anwendung von inter- und transdisziplinären Forschungsmethoden werden ausgewogenere und besser umsetzbare Lösungsansätze erwartet. In den Kollegs sollen entsprechende Forschungsmethoden vermittelt und weiterentwickelt werden.

Die Kollegs zielen auf eine weit gefasste Interdisziplinarität, die nicht nur aus der schon lange üblichen Kooperation mit den engen Nachbardisziplinen besteht. Dabei sollen die Ingenieur- und Naturwissenschaften insbesondere auch mit den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften verknüpft werden. Die Kollegs arbeiten außerdem transdisziplinär. Das heißt, es wird mit nicht wissenschaftlichen gesellschaftlichen Akteuren als Träger praktischen und regionalen Wissens aktiv und mit definierten Rollen zusammengearbeitet (Stakeholdereinbindung). Durch die Einbindung der Partner soll der Anwendungsbezug der Promotionen zusätzlich gestärkt werden. Die Promovierenden werden weiterhin befähigt, in komplexen interdisziplinären und lösungsorientierten Projekten zu forschen und sie zu managen.

Die Forschungskollegs sind an Universitäten in Nordrhein-Westfalen angesiedelt. Soweit in einem Hochschulkonsortium Fachhochschulen eingebunden sind, sind kooperative Promotionen möglich. In einem Forschungskolleg sollen zwischen zehn und 15 Doktorandinnen und Doktoranden forschen. Promoviert wird in den beteiligten Disziplinen. Die individuelle Promotion erfolgt in Verantwortung der jeweiligen Fakultät. Das Kolleg muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die einzelne Promotion in der Regel in drei bis dreieinhalb Jahren durchzuführen ist.

Die erste viereinhalbjährige Förderphase der Forschungskollegs kann auf der Grundlage einer positiven Evaluation und eines positiv bewerteten Fortsetzungsantrags um eine zweite dreieinhalbjährige Förderperiode verlängert werden.

Das Land fördert elf Forschungskollegs aus zwei Ausschreibungsrunden. Alle Kollegs befinden sich in ihrer zweiten Förderperiode. Die Fördersumme beläuft sich auf bis zu 5,04 Mio. € pro Kolleg. Die Stellen für Promovierende werden von den Kollegs beziehungsweise den Hochschulen ausgeschrieben.

Im Überblick Die Forschungskollegs

Bürgerbeteiligung als Herausforderung und Chance

Die umfassende und direkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an für sie relevanten politischen und administrativen Entscheidungen stellt eine zentrale Herausforderung für eine Demokratie dar. Die Konflikte um „Stuttgart 21“ und das Scheitern der Schulreform in Hamburg im Jahr 2010 sind zwei besonders bekannte Beispiele für die Forderung von Bürgern nach einer stärkeren Partizipation. Daneben existiert eine Vielzahl von weiteren kontroversen Entscheidungen, insbesondere auf der lokalen und kommunalen Ebene, die auf Unverständnis und Widerstand in der Bevölkerung treffen. Dies zeigt, dass demokratische Repräsentation alleine nicht immer ausreichend für eine nachhaltige Weiterentwicklung unserer Gesellschaft ist, und dass Betroffene häufig aktiv eine weitergehende und frühzeitige Beteiligung einfordern, die über regelmäßige Wahlen hinausgeht. Das Internet bietet die Möglichkeit, eine solche Teilhabe in Form von Online-Partizipation zu realisieren. Trotz ihrer erheblichen Potentiale wird diese Form der Partizipation nur punktuell in der Praxis eingesetzt. Darüber hinaus führt Online-Partizipation – dort wo sie bereits in der Praxis eingesetzt wird – bisher nur zum Teil zu den erhofften Ergebnissen.
Im  Forschungskolleg Online-Partizipation forschen angehende und erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um die Eigenschaften von Online-Partizipation besser zu verstehen und ihr Potential zielgerichtet zu erschließen. Dabei konzentriert sich das Kolleg auf den besonders vielversprechenden Einsatz im kommunalen Bereich und stellt folgenden leitende Fragestellung in den Mittelpunkt seiner Forschung: „Wie und unter welchen Bedingungen kann das Potential von Online-Partizipation auf kommunaler Ebene systematisch entwickelt, praktisch genutzt und wissenschaftlich evaluiert werden?“

Das Forschungskolleg Online-Partizipation verfolgt drei zentrale Ziele:

  1. Die Entwicklung eines interdisziplinären wissenschaftlichen Fundaments für Online-Partizipation.
  2. Die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler auf strukturierte Weise, so dass sie Online-Partizipation in einem inter- und transdisziplinären Team in allen relevanten Aspekten wissenschaftlich analysieren und in der Praxis umsetzen und gestalten können
  3. Die schrittweise Vernetzung zwischen den Praxisakteuren von Online-Partizipationsprojekten, Anbietern für Online-Partizipationslösungen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.

Im Forschungskolleg kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Betriebswirtschaft, Informatik, Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Recht und Soziologie. Die Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden erfolgt durch interdisziplinäre Teams. Die relevanten, von den Problemstellungen betroffenen Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft werden als Träger praktischen Wissens von Beginn an aktiv in den Forschungsprozess des Projektes mit einbezogen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten eng mit Praxispartnern zusammen, um relevante Problemstellungen zu identifizieren und zu lösen. Das Graduiertenkolleg wird von der Universität Düsseldorf und der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung NRW getragen.

Nach einer positiven Evaluation beginnt das Kolleg ab Januar 2019 seine zweite Förderphase.
 

Kontakt: Prof. Dr. Martin Mauve, Universität Düsseldorf, E-Mail: mauve[at]hhu.de, Tel.: 0211 81-11636

https://www.fkop.de/

Wasser ist die Grundlage jedweden Lebens auf der Erde. Kaum eine Ressource ist so vielfältigen Nutzungen unterzogen. Allein der Mensch benötigt Wasser z.B. als Trinkwasser, zur Nahrungsgewinnung, zur Körperpflege, zur Naherholung, als Verkehrsweg sowie zu Produktionszwecken in Industrie und Landwirtschaft. Jedoch stehen die einzelnen Nutzungen nicht selten in Konkurrenz zueinander. Die Etablierung und Sicherstellung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft ist deshalb eine zentrale Herausforderung unserer Zeit.

Schadstoffe gelangen über unterschiedliche Wege in unsere aquatische Umwelt. Neben direkten Einträgen über kommunale Kläranlagen oder industrielle Direkteinleiter in Oberflächengewässer spielen diffuse Einträge, z. B. über ablaufendes Niederschlagswasser von versiegelten oder landwirtschaftlich genutzten Flächen eine entscheidende Rolle. Betroffen ist davon der gesamte Wasserkreislauf einschließlich des Grundwassers. Schadstoffeinträge haben negative Wirkungen auf die in den Gewässern lebenden Organismengemeinschaften. Aber auch die Trinkwasserversorgung wird im Rahmen der Gewinnung von Trinkwasser aus Grundwasser oder Uferfiltrat beeinflusst, da möglicherweise kostenintensive weitergehende Behandlungsschritte notwendig werden.

Durch die Auswirkungen des Klimawandels, wie z.B. der Zunahme von Extremniederschlagsereignissen, wird diese Problematik verschärft. Ökologische und sozioökonomische Veränderungen äußern sich in Form von sich wandelnden Infrastrukturanforderungen und stellen neue Ansprüche an eine bedarfs- und bedürfnisgerechte Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Regenwasserbewirtschaftung. Zugleich entsteht die Notwendigkeit, innovative siedlungswasserwirtschaftliche Konzepte zu entwickeln und diese in künftige Stadt- und Regionalplanungen einzubeziehen.

Die Umsetzung effektiver und effizienter Maßnahmen zur Reduktion diffuser Stoffeinträge sowie damit verbunden die Etablierung und Sicherstellung einer integrierten Regenwasserbewirtschaftung sind gerade auch auf regionaler Ebene wichtige Meilensteine auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Das Forschungskolleg FUTURE WATER wird sich deshalb in seiner zweiten Förderphase genau diesem Themenbereich – „Diffuse Stoffeinträge und Regenwasserbewirtschaftung“ – mit dem regionalen Schwerpunkt Metropole Ruhr widmen. Dabei kann das Kolleg auf die etablierte, deutschlandweit einzigartige Agglomeration von Wasserexpertise im Ruhrgebiet, die schon heute zu großen Anteilen im Zentrum für Wasser- und Umweltforschung gebündelt wird, zurückgreifen.

Die skizzierten Problemstellungen erfordern eine intensive Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wasserwirtschaft, Industrie, Politik und (Zivil)Gesellschaft. Weder einzelne Fachdisziplinen noch die Wissenschaft allein sind in der Lage, als Treiber für notwendige Innovationen zu fungieren. Inter- und Transdisziplinarität sind daher im Forschungskolleg FUTURE WATER fest verankert. Neben den Universitäten Duisburg-Essen und Bochum, Hochschule Ruhr-West, EBZ Business School und dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. beteiligen sich zahlreiche Partner aus der Praxis an FUTURE WATER.

Nach einer positiven Evaluation wird das Kolleg ab Januar 2019 seine zweite Förderphase beginnen.

Kontakt: Prof. Dr. Torsten C. Schmidt, Universität Duisburg-Essen, E-Mail: torsten.schmidt[at]uni-due.de, Tel.: 0201 183-6774

www.nrw-futurewater.de

Das Forschungskolleg GROW ist ein gemeinsames Promotionskolleg der Humanwissenschaftlichen Fakultät mit der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen sowie der Medizinischen Fakultät der Universität Köln.

Das übergeordnete Ziel ist es, praxisrelevante Ressourcen und Barrieren für das Wohlbe-finden bis ins hohe Alter zu identifizieren und konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um das Wohlbefinden älterer Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erhalten oder zu verbessern.

Die Dissertationsprojekte nehmen dabei eine inter- und transdisziplinäre Lebenslaufperspektive ein. Sie entstehen in einem Netzwerk von Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen wissenschaftlichen Fächern und in Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern aus der Praxis. In der ersten Kohorte (2015-2018) wurden folgende Themenbereiche in elf Promotionen fokussiert:

 

  • Technik und Alter
  •  Soziale Beziehungen
  • Versorgungslandschaften
  • Quartier und Bürgerschaftliches Engagement

Vom Austausch mit den Praxispartnerinnen und -partnern profitieren die Kollegiatinnen und Kollegiaten in verschiedenen Phasen ihrer Promotionen. Die Erfahrungen der Praxis fließen zunächst in die Fragestellungen ein und die Partnerinnen und Partner aus der Praxis bera-ten die Promovierenden im gesamten Forschungsprozess. Forschungsergebnisse werden in die Praxis kommuniziert und gemeinsam in Lösungen praxisrelevanter Probleme übersetzt. Insbesondere die Wissenschaft-Praxis-Kollegtagungen laden dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Diese finden zweimal im Jahr statt und bieten einen gemeinsamen Raum zum Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Nach einer erfolgreichen Evaluation begann das Kolleg im Januar 2019 seine zweite Förderphase mit zehn Promovierenden. Anknüpfend an die Ergebnisse der Promotionen der ersten Förderphase werden nun in GROW II die folgenden Themenfelder fokussiert:

  1. Digitalisierung und Technik
  2. Vernetzte Versorgung: Sorgende Gemeinschaften für vulnerable Gruppen und Menschen im hohen Alter
  3. Lebenslauf und soziale Ungleichheit

Kontakt: Prof. Dr. Susanne Zank, Universität zu Köln, E-Mail: susanne.zank[at]uni-koeln.de, Tel.: 0221 470-4786

www.grow.uni-koeln.de

Das Forschungskolleg NRW „Nachhaltige Energiesysteme im Quartier“ hat zum Ziel, technische, wirtschaftliche und soziale Steuerungsmodelle und Transformationsstrategien zur Umsetzung der Energiewende im Quartier zu entwickeln.

Von Januar 2019 bis Juni 2022 promovieren an sechs verschiedenen Forschungseinrichtungen in NRW 11 junge Wissenschaftler*innen in den Fachbereichen Architektur/Städtebau, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Jura. Durch die Zusammenarbeit im Kolleg und die Begleitung durch einen Praxisbeirat wird neben der jeweiligen fachlichen Vertiefung eine inter- und transdisziplinäre Forschungsweise eingeübt und der Blick auf die komplexen multidisziplinären Herausforde-rungen im Quartier geschärft.

Dabei stützt sich das Kolleg auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen der ersten Phase des Forschungskollegs „Energieeffizienz im Quartier“. Neben dem Stromsektor weisen auch der Wärmesektor und die Mobilität ein großes Potenzial zur Minderung von CO2-Emissionen auf. Mit dem Blick auf die Menschen und ihre Motivationen werden akteursbezogene und technische Modelle sowie Steuerungsmodelle entwickelt.

Der räumliche Fokus der Forschungsarbeiten wird neben dem Ruhrgebiet und dort ausgewählten Quartieren auf dem Rheinischen Revier liegen. Auch Betrachtungen des zukunftsorientierten Neubaus von Quartieren sind im Forschungskolleg NEQ möglich.

Kontakt: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, RWTH Aachen, E-Mail: reicher[at]staedtebau.rwth-aachen.de, Tel.: 0241 80-95033

http://www.forschungskolleg-neq.de/

 

Der Bereich Leichtbau mit Hybridsystemen ist eine essentielle Säule im Profil der Universität Paderborn. In diesem Bereich stellt das NRW Forschungskolleg „Leicht – Effizient – Mobil“ einen wichtigen Meilenstein dar.

Im Kolleg beschäftigt sich seit 2014 eine Gruppe von Promovierenden der Fakultäten für Maschinenbau, Naturwissenschaften und Kulturwissenschaften mit vielfältigen Fragestellungen aus den Bereichen Leichtbau und Mobilität. Die übergeordnete Thematik des Kollegs bezieht sich, vor dem Hintergrund des zu beobachtenden Klimawandels und der anwachsenden Weltbevölkerung, auf die effiziente Verwendung von Ressourcen und Energie sowie auf die Lebensqualität und Sicherheit der Gesellschaft.

Eine potentielle Antwort auf diese Problemstellungen liefert der Leichtbau, welcher durch eine Reduktion bewegter Massen in einer Reduzierung des Energieaufwands resultiert. Insbesondere hybride Werkstoffsysteme bieten ein großes Potential da durch Kombination unterschiedlicher Werkstoffe die spezifischen Eigenschaften synergetisch genutzt werden können. Die Erforschung von energie- und kosteneffizientem Leichtbau mit Hybridwerkstoffen erfolgt dabei unter Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus von der Konzeptionierung und Simulation eines Bauteils über die Entwicklung von Werkstoffsystemen und die Fertigungstechnik bis hin zum Recycling.

Dabei wird im Kolleg ein neuer Ansatz verfolgt: durch eine Kombination inter- und transdisziplinärer Forschung werden auf der einen Seite gezielt die relevanten Expertisen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen genutzt sowie auf der anderen Seite die Wechselwirkungen technischer Entwicklungen mit der Gesellschaft berücksichtigt. Dadurch wurde ein intensiver und ertragreicher Diskurs mit projektspezifischen Gesellschaftsvertretern, wie beispielsweise der Feuerwehr, erreicht. Aus diesem Ansatz ergeben sich zahlreiche Fragestellungen, die in Dialogforen wie der jährlich stattfindenden Denkschule aufgegriffen werden; 2018 beispielsweise zum Thema „Mobilität: innovativ und nachhaltig“. In der Denkschule bietet sich für Partnerinnen und Partner des Kollegs und die interessierte Öffentlichkeit die Möglichkeit, in themenorientierten Workshops wie „Transdisziplinäre Mobilitätsprojekte“; „Mobilitätsunterstützung durch additive Fertigung“ oder „Nachhaltige Mobilität und CO2-Regulierung“ Potentiale und Herausforderungen in den Lebens- und Arbeitswelten der Teilnehmenden abzuleiten, mögliche Lösungsansätze aus dem Bereich Leichtbau zu formulieren sowie über den Beitrag von Forschung und Entwicklung und andere relevante Akteure zu sprechen

Nach einer positiven Evaluation arbeitet ein neues Team an Promovierenden ab Januar 2019 für weitere 3,5 Jahre an den gestellten Anforderungen.

Kontakt: Prof. Dr. Thomas Tröster, Universität Paderborn, E-Mail: thomas.troester[at]upb.de, Tel.: 05251 605331

ilh.uni-paderborn.de/fk-leicht-effizient-mobil/

Für Produktionsunternehmen eröffnet der Übergang zu Industrie 4.0 große Chancen für die Modernisierung und die damit verbundene Effizienzsteigerung der Produktionsprozesse. Neben den noch in großem Maße existierenden technischen Herausforderungen bei der Entwicklung solcher Systeme erfährt insbesondere die Rolle der Beschäftigten über die gesamte Wertschöpfungskette einen erheblichen Wandel. Die durchgängig vernetzten, dynamischen und echtzeitorientierten Abläufe verändern Arbeitsprozesse grundlegend und erfordern eine Flexibilisierung der Beschäftigung. Die Herausforderung liegt in der Entwicklung neuer sozialer Infrastrukturen, welche die weiterhin rasante technologische Entwicklung antizipieren und den Menschen über sein gesamtes Arbeitsleben im Fokus der Entwicklung sehen.

  1. Daher werden in dem NRW Forschungskolleg folgende Themenfelder bearbeitet:
  2. Übergang zu menschen-zentrierten, flexiblen und adaptiven Arbeitsprozessen unter Berücksichtigung ihrer gesellschaftlichen Einbettung und organisationaler Gerechtigkeit
  3. Einsatz von lernenden, intelligenten Assistenzsystemen in Form von Cyber-Physical
  4. Devices
  5. Entwicklung eines anforderungsorientierten Systems Engineering-Ansatzes als Grundlage für eine interdisziplinäre Zusammenarbeit
  6. Untersuchung der daraus resultierenden Änderungen in den beruflichen Anforderungen mit Konsequenzen für die Aus- und Weiterbildung und das Lernen am Arbeitsplatz.

Das NRW Forschungskolleg wird von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Paderborn und Bielefeld betrieben. Die beteiligten Fachrichtungen sind Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Elektrotechnik, Mathematik, Maschinenbau, Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Die im Rahmen von Promotionsprojekten durchgeführten Forschungsarbeiten sind eingebettet in ein inter- und transdisziplinäres Umfeld. Die Forschungsprojekte werden von der Initiierung bis hin zur abschließenden Evaluation von unseren Partnern des inter- und transdisziplinären Umfelds begleitet; dies sind der Spitzencluster it’s OWL, die Technologieberatungsstelle beim DGB NRW e.V., die IG Metall NRW, das Innovationsnetzwerk Energie Impuls OWL e.V. und der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Nach einer positiven Evaluation wird das Forschungskolleg ab Januar 2019 seine zweite Förderphase beginnen.

Kontakt: Prof. Dr. G. Engels, Universität Paderborn, E-Mail: engels[at]upb.de, Tel.: 05251 60-6817.
https://arbeit40.uni-paderborn.de/

Zwischen innovativer Forschung und kommunaler Zusammenarbeit.

Die Gestaltung zukunftsfähiger Mobilitätssysteme ist eine langfristige und komplexe Aufgabe großer gesellschaftlicher Tragweite. Im Rahmen des Forschungskolleg ACCESS! erfolgt die Integration zukünftiger (informations-)technischer und infrastruktureller Optionen („Welche Mobilität können wir uns leisten?“) sowie individueller Mobilitätsbedarfe von Nachfragern und Anbietern („Welche Mobilität wollen wir uns leisten?“) mit gesellschaftlichen (Mindest-) Ansprüchen („Welche Mobilität müssen wir uns leisten?“) und globalen, nationalen und lokalen Umweltzielen („Welche Mobilität dürfen wir uns leisten?“). Über zwei Praxisprojekte wird den Herausforderungen in Großstädten (MetropoleRuhr) ebenso Rechnung getragen wie dem ländlichen Raum (Kreis Heinsberg). Damit gelingt die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen an Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Bürger auf dem Weg zur Beantwortung der Frage: „Welche Mobilität werden wir uns zukünftig leisten?“.

Das NRW Forschungskolleg ACCESS! beruht auf der interdisziplinären Zusammenarbeit von Kollegiatinnen und Kollegiaten aus elf Fachgebieten der RWTH Aachen. Diese werden unterstützt von Praxispartnern, deren kontinuierlicher Input den Transfer von wissenschaftlichen Konzepten in praxisnahe Anwendungsgebiete unterstützt. An folgenden Schwerpunkten wird innerhalb des Kollegs geforscht:

Forschungsthema

Institut

KollegiatIn

Carsharing mit funktionsübergreifenden Flotten

Lehrstuhl für Operations Management

Laura Frank

Systemanalyse eines Lufttaxi-Netzwerks

Institut für Luft- und Raumfahrtsysteme

Michael Husemann

Smart Mobility im ländlichen Raum

Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie

Sophia Gross-Fengels

Potenziale und Barrieren autonomer Fahrzeuge

Lehrstuhl und Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr

Christine Lindner

Mobilitätsbedingte Schadstoffe und Filterwirkung von Stadtvegetation

Institut für Umweltforschung

Hanna Fuchte

Alltagsmobilität junger Familien
 

Lehr- und Forschungsgebiet für Kulturgeographie

Eric Suder

Externe Kosten von Autonutzung

Lehrstuhl für Controlling

Frank Baumgärtner

Nachhaltigkeitsbewertung von Mobilität
 

Lehr- und Forschungsgebiet Technologie der Energierohstoffe

Julia Streitz

Elektromagnetische Felder durch Elektromobilität

Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin

Kai Jagielski

Psychische Belastung durch Pendeln & Auswirkungen auf Beruf- und Privatleben

Institut für Psychologie, Personal- und Organisationspsychologie

Ruth Noppeney

Interdependenzen von Umweltbewusstsein und Mobilitätsverhalten

Lehr- und Forschungsgebiet Gender und Diversity in den Ingenieurwissenschaften

Jennifer Bosen

Kontakt: Prof. Dr. Grit Walther, RWTH Aachen, E-Mail: walther[at]om.rwth-aachen.de, Tel:. 0241 80-23831

www.accessnrw.rwth-aachen.de

 

Der Bausektor ist von hoher gesellschaftlicher und sozialer Bedeutung (z. B. Urbanisierung, regionale wirtschaftliche Auswirkungen, gesundheitliche Aspekte, bezahlbarer, ausreichender Wohnraum) und besitzt zudem eine große Ressourcenrelevanz (50 % des Ressourcen- und 35 % des Energieverbrauchs, über 50 % der Abfallmengen). 

Schwerpunkt der inter- und transdisziplinären Zusammenarbeit im Forschungskolleg der RWTH Aachen und der FH Münster ist in den nächsten 3 ½ Jahren die Validierung ausgewählter multifunktionaler Faser- und Schichtverbunde an konkreten Fallbeispielen aus der Praxis. Unter Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus wird bewertet, wann und wie der Einsatz von Verbundsystemen nachhaltig möglich ist. Im Fokus stehen dabei Untersuchungen zur Umsetzung einer verbesserten Rückbaubarkeit und sortenreinen Wiederverwertung der in Verbundwerkstoffen enthaltenen Materialien am Lebensende, unter Vermeidung von negativen Folgen für Mensch und Umwelt. Die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen und wirtschaftlichen Anreizen soll eine kreislauffähige Produktgestaltung ermöglichen. Soziokulturelle Kriterien, wie z.B. gesellschaftliche Megatrends bei der Gestaltung von Gebäuden und Räumen, werden verstärkt betrachtet. 

Das Netzwerk erweitert sich um wissenschaftliche sowie Praxisakteure wie die Aachen Building Experts e.V., das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, die re!source Stiftung e.V., die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft e.V. (DGAW), die Landmarken AG/ Moringa GmbH, die Hering Bau GmbH & Co. KG und die Lindner Group KG.

Beteiligte RWTH Aachen: LuF Technologie der Energierohstoffe │ Institut für Anthropogene Stoffkreisläufe │ Institut für Baustoffforschung │ LuF Internationale Wirtschaftsbeziehungen │ Lehrstuhl für Technik- und Organisationssoziologie │ Lehrstuhl für Operationsmanagement │Lehrstuhl für Controlling │ Institut für Textiltechnik │ Beteiligte FH Münster: Institut für Infrastruktur Wasser Ressourcen Umwelt │Institut für unterirdisches Bauen│ LuF Geotechnik und Bauverfahrenstechnik

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Peter Quicker, RWTH Aachen, E-Mail: quicker[at]teer.rwth-aachen.de, Tel.: 0241 80-95705

www.verbund-nrw.de

Die Zunahme globaler Flüchtlingsmigrationen in den letzten Jahren stellt Deutschland vor gesellschaftliche und politische Herausforderungen, die auch die Gesundheitsversorgung betreffen. Migration und insbesondere die Flüchtlingsmigration stellt ein komplexes Phänomen dar, welches in vielerlei Hinsicht mit Gesundheit verbunden ist. So sind geflüchtete Menschen vielen Risiken vor oder während der Flucht ausgesetzt, welche die körperliche und mentale Gesundheit beeinträchtigen können. Darüber hinaus bestehen in den Aufnahmeländern häufig Barrieren bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen sowie beim Zugang zum sozialen Versorgungssystem und zu bezahlter Beschäftigung.

Daher wird im Forschungskolleg FlüGe die interdisziplinäre Expertise aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen (Gesundheitswissenschaften, Molekularbiologie, Kognitive Systeme, Psychologie, Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaft) zusammengeführt, um die Breite des Themenfeldes angemessen abbilden und den komplexen Anforderungen und Chancen globaler Flüchtlingsmigration für die Gesundheitsversorgung Rechnung tragen zu können. Die Forschungsziele des Kollegs reichen von der Erhebung des Gesundheitszustands und der Risikofaktoren von Flüchtlingen, der Identifizierung von Barrieren der Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen, der partizipatorischen Entwicklung zielgruppenspezifischer Interventionen, der Betrachtung der negativen wie positiven ökonomischen Effekte von Flüchtlingsmigration auf das Finanzierungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung, der Erarbeitung von Empfehlungen für optimale Strategien zur Integration von Flüchtlingen/Asylbewerbern bis zur Darstellung rechtlicher Grundlagen unter Berücksichtigung der Menschenrechte sowie ethischer Fragen bis hin zu der Weiterentwicklung von Strategien zur Überwindung von sozialer und gesundheitlicher Ungleichheit.

Es werden die kurz-, mittel- und langfristigen gesellschaftlichen Herausforderungen in Bezug auf Gesundheit und Wohlergehen in unserer im Wandel befindlichen Gesellschaft adressiert und praxisnahe Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Für die Umsetzung der wissenschaftlichen Erkenntnisse spielt die von Beginn an aktive Einbeziehung von unterschiedlichen Praxispartnern eine konstituierende Rolle.

Kontakt: Prof. Dr. Alexander Krämer, Universität Bielefeld, Tel.: 0521 106-4252, E-Mail: alexander.kraemer[at]uni-bielefeld.de

www.uni-bielefeld.de/fluege/index.html

Ein friedliches Zusammenleben von Angehörigen verschiedener Religionsgemeinschaften und nicht religiösen Menschen: Das ist eine grundlegende Herausforderung für pluralistische Gesellschaften. Aber wie gelingt es? Welche Folgen hat die zunehmende religiöse Vielfalt tatsächlich? Welchen Einfluss nehmen Politik, Wirtschaft, Medien und die Zivilgesellschaft? Und wie regulieren Religionen sich selbst?

Diesen Fragen widmet sich von Januar 2021 bis Juni 2024 das Forschungskolleg „Regionale Regulierung religiöser Pluralität im Vergleich“ (RePliV). Jeweils fünf Promovierende werden am „Centrum für Religion und Moderne“ (CRM) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und am „Centrum für Religionswissenschaftliche Studien“ (CERES) der Ruhr-Universität Bochum in Einzelprojekten forschen, unterstützt von Betreuenden aus zahlreichen verschiedenen Fächern.

In der ersten Projektphase (2016 bis 2020) standen unter dem Titel „Religiöse Pluralität und ihre Regulierung in der Region“ (RePliR) das Münsterland und das Ruhrgebiet im Blickpunkt. In den kommenden Jahren wird jetzt dem Vergleich unterschiedlicher Religionsgemeinschaften, Regionen und Länder besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Wichtige Ziele sind außerdem der Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit und die Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen, etwa in Religionsgemeinschaften, Verwaltungen, Medien und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Gemeinsam werden Fragestellungen für die Forschung entwickelt, Handlungsbedarfe identifiziert und praktische Lösungsansätze erarbeitet.

Forschungsthema

Kollegiat*in

Mediated girlhoods in an age of religious pluralism.
A blended ethnography among teen girls in Germany and the Netherlands

Rebecca L. Anne

 

Religiöse Pluralität und arbeitsmarktbezogene Diskriminierungserfahrungen afghanisch-stämmiger Frauen muslimischen und hinduistischen Glaubens.
Eine vergleichende Studie zur Bedeutung von Religion als psychosoziale Ressource und Diskriminierungsmerkmal

Aria Anwar

Seelsorgerische Praxis und die Konstruktion, Adressierung und der Umgang mit sozialem Leiden.
Eine empirisch qualitative Untersuchung der monotheistischen seelsorgerischen Versorgung im Hinblick auf sozialpsychologische Konstrukte in ausgewählten regionalen Bereichen Deutschlands

Beyhan Bozkurt

 

Wie beeinflussen Bildungskonzepte und -inhalte in Moscheen die Bildungs- und Identitätsgeschichte von muslimischen Jugendlichen?
Ein empirischer Vergleich zwischen Moscheen mit Verbandstrukturen und unabhängig organisierten Moscheen

Sahide Cingöz

 

Religiosität in der LGBTQ-Gemeinschaft

Nelli Felker

Eine qualitativ-vergleichende Studie über Europa-Museen als Vermittlungsorte religiöser Vielfalt

Christina Freund

 

Ein Vergleich der Regulierungsstrategien religiöser Pluralität von Reform Judaism und Conservative Judaism in den USA und ihr Einfluss auf interreligiöse Dialoginitiativen in den USA und Europa

Martin Herholz

 

Die Funktion visueller Medien in der Regulierung des Images Neuer Religiöser Bewegungen in Deutschland und den USA im Vergleich

Anna Kira Hippert

 

Strukturen und Dynamik des deutschen Islamfeldes.
Externe Einflüsse und Möglichkeiten einer staatlichen demokratisch-pluralistischen Steuerung

Puyan Mahmudian Jegarluee

 

Jüdisch-Muslimische Allianzen in Deutschland

Mareike Ritter

Kontakte: 

Kontakt: Prof. Dr. Volkhard Krech, Universität Bochum, Centrum für Religionswissenschaftliche Studien, E-Mail: volkhard.krech[at]rub.de, Tel.: 0234 32-22395

Prof. Dr. Ulrich Willems, Universität Münster, Centrum für Religion und Moderne, E-Mail: ulrich.willems[at]uni-muenster.de, Tel.: 0251 83-25352

www.forschungskolleg-replir.de

Während der Fokus in der ersten Förderperiode auf der Interaktion zwischen Mensch und der IT-Sicherheit lag, wird in der zweiten Förderperiode die IT-Sicherheit als weiter gefasstes gesellschaftliches Phänomen inter- und transdisziplinär untersucht. 

Das Forschungskolleg SecHuman der Universität Bochum, der TU Dortmund und der FH Dortmund verfolgt bei der Untersuchung von IT-Sicherheit einen ganzheitlichen Ansatz. Sicherheit mit all ihren Aspekten wird umfassend betrachtet, um sie dadurch effektiver und weniger anfällig, d.h. resilienter, gestalten zu können. Beispielsweise benötigen Unternehmen Widerstandskraft, damit sie vor möglichen Angriffen geschützt sind. Die Widerstandskraft besteht z.B. darin, mehrere Kanäle und Netzwerke zur Verfügung zu haben, auf die sie zurückgreifen können, wenn kritische Infrastruktur attackiert wird und es zu (umfangreichen) Ausfällen kommt. Den Promovierenden wird während ihrer Promotion im Kolleg ein Verständnis vermittelt, was konkret eine resiliente digitale Gesellschaft ausmacht, und welche Rolle Sicherheit und Privatsphäre in diesem Kontext einnimmt.

In der Metapromotion, die bereits in der ersten Förderperiode angelaufenen ist, werden die inter- und transdisziplinären Strukturen des Kollegs untersucht. Durch diese Promotion wird das Kolleg weiterhin wissenschaftlich begleitet.

Kontakt: Prof.‘in Dr. M. Angela Sasse, Universität Bochum, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, E-Mail: Martina.Sasse[at]ruhr-uni-bochum.de, Tel.: 0234 32-25028

https://sechuman.ruhr-uni-bochum.de/

 

Urbanisierungsprozesse - und die damit einhergehende urbane Transformation - beinhalten Veränderungen, die sich direkt oder indirekt auf gesundheitsrelevante Rahmenbedingungen und damit auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger auswirken. Da mehr als die Hälfte der Bevölkerung weltweit in Städten lebt, ist es eine globale Herausforderung, gesundheitsfördernde und nachhaltige Städte zu entwickeln sowie unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums, die Ernährungssicherheit in den urbanen Zentren sicherzustellen. Das Forschungskolleg „One Health und urbane Transformation – Erkennung von Risiken, Erarbeitung nachhaltiger Lösungen“ der Universität Bonn, der United Nations University – EHS und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfolgt den ganzheitlichen One-Health Ansatz, um die Wechselwirkungen zwischen der menschlichen, tierischen und Umweltgesundheit im Rahmen urbaner Transformationen zu untersuchen. Hierbei sollen die Entwicklungen in NRW, mit Schwerpunkt auf der Rhein-Ruhr-Region, den drei Metropolregionen São Paulo (Brasilien), Accra (Ghana) und Ahmedabad (Indien) vergleichend gegenübergestellt werden. Die Untersuchungen der 1. Förderperiode haben gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen und dementsprechend die zentralen Problemfelder in den einzelnen Metropolregionen stark voneinander unterscheiden. Daher soll in der 2. Förderperiode zwar ein Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Metropolregionen stattfinden, jedoch müssen individuelle Lösungsstrategien für die einzelnen Regionen entwickelt werden.

Kontakt: Prof. Dr. Christian Borgemeister, Universität Bonn – ZEF, E-Mail cb[at]uni-bonn.de, Tel.: 0228 73-1866

www.zef.de/onehealth.html