KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Begehrte EU-Nachwuchsförderung: 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen erfolgreich

03.09.2026

ERC Starting Grants fördern Forschungsvorhaben mit jeweils bis zu 1,5 Millionen Euro für fünf Jahre

16 ERC Starting Grants gehen nach Nordrhein-Westfalen. Die begehrte Förderung des European Research Council (ERC) unterstützt vielversprechende Nachwuchskräfte in der grundlagenorientierten Forschung zu Beginn ihrer Karriere. Die Forschungsvorhaben der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden jeweils mit bis zu 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert. Darüber hinaus können beispielsweise die Ausstattung mit speziellen Geräten oder die Durchführung besonders kostspieliger Experimente oder Feldstudien gefördert werden. Die Ergebnisse gab der ERC am Donnerstag, 3. September 2026, bekannt.


Ministerin Ina Brandes MdL sitzend vor einer Pressewand

„Spitzenforschung ‚made in NRW‘ spielt in der Champions League. 16 Starting Grants sind ein eindrucksvoller Beleg von Exzellenz am Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen. Wie wir bei der größten deutschen Karriere- und Recruitingmesse GAIN in San Francisco erleben durften, ist das ERC-Programm auch für junge Spitzenforscherinnen und -forscher, die zurzeit im Ausland arbeiten, ein attraktives Angebot, ihre Karriere in Nordrhein-Westfalen fortzusetzen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und wünsche erfolgreiche Forschungsprojekte, von denen die Menschen in Nordrhein-Westfalen profitieren werden.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Die 16 Forscherinnen und Forscher kommen von der RWTH Aachen, der Ruhr-Universität Bochum, der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (2 Grants), der TU Dortmund (2 Grants), der Universität zu Köln, der Universität Münster und der Bergischen Universität Wuppertal, dem Forschungszentrum Jülich (2 Grants), dem Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie Dortmund, dem Deutschen Diabetes-Zentrum, dem Leibniz Zentrum für Diabetes-Forschung sowie den Universitätskliniken Bonn, Düsseldorf und Köln (jeweils 1 Grant). Acht der 16 Grantees in Nordrhein-Westfalen sind Wissenschaftlerinnen.

Die ERC-Grants werden im Rahmen des EU-Programms Horizont Europa in verschiedenen Kategorien an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Disziplinen vergeben: Es gibt Starting, Consolidator, Advanced und Synergy Grants. Nach einer dieser Förderungen können Forschende zusätzlich einen Proof of Concept Grant einwerben.

Mit der aktuellen Starting Grant-Ausschreibung werden europaweit insgesamt 421 Nachwuchsforscherinnen und -forscher gefördert, 88 davon in Deutschland.

Übersicht Starting Grants 2026 Alle nordrhein-westfälischen Forscherinnen und Forscher

  • Ninon Dubourg, Universität zu Köln, Geschichte, DISability and MATerial Culture in the Middle Ages. Uncovering the Traces of Mobility Aids in Northern France (11th - 16th c.)
     
  • Dr. André Eckhardt, Ruhr-Universität Bochum, Organische Chemie, 31Phosphorus Ice Reactivity And Terrestrial Evolution
     
  • Prof. Dr. Laura Hinze, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Hämatologie und Onkologie, DeciPhering HOW CancER Cells FUel ThemseLves to Advance Personalized Treatment Strategies
     
  • Dr. Peter Koymans, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Mathematik, Class groups, Elliptic curves and Diophantine Equations
     
  • Prof. Lukas Kunz, Universitätsklinikum Bonn, Neurowissenschaften, Making sense of space: Uncovering the roles of egocentric neurons for spatial behavior in humans
     
  • Dr. Melanie Mittenbühler, Deutsche Diabetes Forschungsgesellschaft e.V., Klinische Diabetologie, Myokines in Sarcopenia and Cancer
     
  • Dr. Jeannette Oholi, Technische Universität Dortmund, Neuere deutsche Literatur, Heterogenitätsforschung, Literature, Antiracism, and the Pluralization of Memory Culture in Germany
     
  • Prof. Dr. Anne Sophie Overkamp, Bergische Universität Wuppertal, Historische Wissenschaft und Technikforschung, The Tropics on the Window Sill: Domesticating the Global Environment (1850s to 1930)
     
  • Dr. Casey Paquola, Forschungszentrum Jülich GmbH, Neurowissenschaften, Neurodevelopmental forecasting of mental illness in adolescence
     
  • Ricardo Pennetta, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Angewandte Physik, Atom-by-atom assembly of QUantum MattEr in waveguide and cavity QED
     
  • Dr. Christian Tobias Preuss, Technische Universität Dortmund, Physik, Physical Reformulation of Multiscale Evolution in Theoretical High-Energy Physics using Scalar QCD
     
  • Dr. Viviana Rincon Montes, Forschungszentrum Jülich GmbH, Bioelektronik, Bio-camouflaged Neural Implants for Coalescent Brain Integration
     
  • Dr. Victoria Kumala Sakti, Universität Münster, Ethnologie, Improvising Later Life in the City: A Multi-Sited Ethnography of Ageing in Rapidly Urbanising Contexts
     
  • Prof. Dr. Philipp Schommers, Klinikum der Universität zu Köln, Innere Medizin, Mapping Immune Escape in Lymphoma and Overcoming It with Novel Optimized Multispecific Antibodies
     
  • Dr. Andrija Sente, Max-Planck-Institut (MPI) für molekulare Physiologie, Physiologie, Mechanisms of NeuroTransmitter Receptor Assembly
     
  • Dr. Markus Sudmanns, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Digitale Additive Produktion, Customizing Metal Component Properties by Predictive Hybrid Processing