KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Chancen der KI in Forschung und Lehre besser nutzen – Ministerin Brandes besuchte Fachtagung Learning AID in Bochum

02.09.2026

350 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über die Herausforderungen, die der Einsatz von KI in Forschung und Lehre mit sich bringt

Künstliche Intelligenz (KI) hat die größten Veränderungen in der Geschichte der Menschheit ausgelöst, weil gleichzeitig alle Lebensbereiche betroffen sind. KI verändert auch die Art, wie Wissen entsteht, vermittelt und genutzt wird. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen für die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Auf der Learning AID, der größten Fachtagung zur KI in der Hochschulbildung im deutschsprachigen Raum, trafen sich mehr als 350 Expertinnen und Experten sowie Studentinnen und Studenten in Bochum, um über diese Herausforderungen zu diskutieren.


Ministerin Ina Brandes MdL sitzend vor einer Pressewand

„Die Herausforderungen, die mit KI in Forschung und Lehre einhergehen sind so groß, dass wir sie nur gemeinsam im Verbund aller Hochschulen lösen können. Mit der Digitalen Hochschule NRW und dem KI:Expertisezentrum.nrw sind unsere Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie die Kunst- und Musikhochschulen hervorragend aufgestellt, das riesige Potenzial Künstlicher Intelligenz für Forschung und Lehre zu heben. Als Land Nordrhein-Westfalen investieren wir in die wichtigen Zukunftsthemen auch um ein Gegengewicht zu Staaten und Großkonzernen zu schaffen, die unsere Werte nicht teilen.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund und Vorstandsvorsitzender der Digitalen Hochschule NRW: „Mit dem KI:Expertisezentrum schafft die DH.NRW die Möglichkeit, KI-Innovation in der Lehre für alle Hochschulen des Landes verfügbar zu machen. Es stellt dafür ein breites Spektrum an Services zur Verfügung – von der Schaffung der technischen Grundlagen für den Betrieb von KI-Modellen auf einer gemeinsamen Plattform über die Bereitstellung und den Zugang zu eigenen bzw. generativen KI-Modellen bis hin zur Schulung und Beratung aller Hochschulangehörigen.“


Deutschlandweit einmalig am KI:Expertisezentrum.nrw ist, dass die Hochschulen den inhaltlichen Dialog über KI, die Entwicklung KI-bezogener Software und die Nutzung hochschuleigener Hardware im Rahmen eines einzigen Vorhabens miteinander verbinden. Ein Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit der Hochschulen ist eine Anwendung, mit der Lehrende und Studierende unterschiedliche KI-Chatbots datenschutzkonform nutzen können. Dank der neuen Förderung kommen bald weitere Funktionen dazu – etwa die KI-basierte Verschriftlichung von Vorlesungsaufzeichnungen und Audiodateien. Ab Oktober wird es zudem neue KI-Fortbildungen für Beschäftigte in Lehre und Verwaltung an Hochschulen geben. Ein weiteres Handlungsfeld ist die Klärung von Rechtsfragen. Dazu wird noch im September ein vom KI:Expertisezentrum.nrw aktualisiertes Rechtsgutachten zu den Folgen der KI-Verordnung für Hochschulen erwartet.


Dr. Peter Salden, Gesamtprojektleiter KI:Expertisezentrum.nrw: „Das KI:Expertisezentrum.nrw ist für die NRW-Hochschulen die zentrale Struktur, in der sie bei der KI-Transformation zusammenarbeiten. Die Learning AID-Tagung ist in diesem Kontext das wichtigste jährliche Forum zur Vernetzung sowohl untereinander als auch mit anderen Institutionen im deutschsprachigen Raum. Die wichtigsten von ihnen sind als Partner direkt in die Tagung eingebunden. Hier entstehen Ideen, Kontakte und oft neue Kooperationen. Den Wert dieser persönlichen Begegnungen kann man kaum überschätzen.“


Im Mittelpunkt der Learning AID stehen die Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken generativer Künstlicher Intelligenz in Hochschulen. Dabei geht es sowohl um technische Innovationen als auch um ethische, gesellschaftliche und politische Dimensionen der rasanten Entwicklung und welche Rolle die Hochschulen in einer KI-geprägten Gesellschaft einnehmen.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt das KI:Expertisezentrum.nrw unter dem Dach der Digitalen Hochschule NRW (DH.NRW) mit 15,4 Millionen Euro bis Ende 2030. Die DH.NRW (Digitale Hochschule NRW) ist eine Kooperationsgemeinschaft von 41 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Ziel ist es, die digitale Transformation im Hochschulbereich durch gemeinsame Strategien und hochschulübergreifende digitale Servicestrukturen voranzutreiben. Partner der Konferenz sind unter anderem das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, die Stiftung Innovation in der Hochschullehre, das Hochschulforum Digitalisierung und das Netzwerk Landeseinrichtungen für digitale Hochschullehre.