Kulturministerin Brandes überreichte Zertifikate an neue Schülermentorinnen und -mentoren
Von Schülerinnen und Schülern für Schülerinnen und Schüler. Das ist das Prinzip des Mentoringprogramms von EMSA – Eine (Musik)Schule für alle. EMSA bringt landesweit Schulen und Musikschulen zusammen, um jungen Menschen Lust auf Musik und aufs Musizieren zu machen. 92 neue Mentorinnen und Mentoren zwischen 11 und 18 Jahren haben jetzt ihren Kursus abgeschlossen und gestalten nun musikalische Pausen in den Klassen, bieten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern eine Bühne für eigene Konzerte oder einen Raum zum Üben. Beteiligt sind elf Schulen aus Dormagen, Hürth, Köln, Leverkusen, Minden, Rösrath, Siegen und Wesel. In der Hochschule für Musik und Tanz (HfMT) Köln hat Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, am Dienstag, 24. Februar 2026, im Rahmen eines Fachtags die Zertifikate überreicht.
„Je früher wir Kinder und Jugendliche mit musikalischer Ausbildung in Berührung bringen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Schatz gewinnen, der sie ein Leben lang begleitet. Die neuen EMSA-Schülermentorinnen und -Schülermentoren sind selbst leidenschaftliche Musikerinnen und Musiker und stecken andere junge Menschen mit ihrer Begeisterung an. So machen wir dem Publikum von Morgen Lust auf Kunst und Kultur.“
EMSA ist ein landesweites Kooperationsmodell von weiterführenden Schulen, Musikhochschulen und Musikschulen in Nordrhein-Westfalen. Es hat seinen Sitz an der HfMT Köln und wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft sowie vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen mit insgesamt rund 350.000 Euro gefördert. Ein Verbund der Musikhochschulen Köln, Detmold und Essen begleitet und erforscht das Projekt sowohl künstlerisch als auch pädagogisch. Nach einer Pilotphase hat sich das EMSA-Modell seit 2019 landesweit etabliert. Aktuell tragen 94 Schulen und Musikschulen in Nordrhein-Westfalen den Titel EMSA-Schule.
„Schule prägt für das Leben und weckt oft auch lebenslange Interessen. Dies gelingt besonders gut, wenn Schülerinnen und Schüler ihren Enthusiasmus an andere Schülerinnen und Schüler weitergeben können. Die Mentorinnen und Mentoren schaffen Werte und Erfahrungen auf Augenhöhe – und sie tragen zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei und machen erfahrbar, wie bereichernd und faszinierend Musik ist.“
Prof. Andrea Raabe, Rektorin der Hochschule für Musik und Tanz Köln: „Für die Hochschule für Musik und Tanz Köln hat EMSA eine besondere gesellschaftliche und bildungspolitische Bedeutung, weil Kindern und Jugendlichen unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft ein niedrigschwelliger Zugang zur Musik eröffnet wird. Gleichzeitig eröffnet dieses Projekt aber auch unseren Studierenden wertvolle Praxisfelder, in denen musikpädagogische Konzepte erprobt und weiterentwickelt werden können. Wir als HfMT Köln sind stolz darauf, von Beginn an gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partner Anbindungsort und Initiatorin für das für die Nachwuchsförderung so wertvolle Projekt zu sein.“
Holger Müller, Vorsitzender des Landesverbands der Musikschulen NRW: „EMSA bietet ideale Voraussetzungen für gelingende Kooperationen. Nur mithilfe einer verlässlichen und dauerhaften personellen Besetzung auf beiden Seiten, mit einer Besetzung, die über kontinuierlich zur Verfügung stehende Zeitfenster verfügt, mit Kommunikationsabläufen, die für alle Beteiligten nachvollziehbar und verfügbar sind, kurzum, nur unter dem Dach einer ent-sprechenden organisatorischen und personellen Struktur kann sich eine von beiden Institutionen gleichermaßen verantwortungsvoll getragene Zusammenarbeit entwickeln.“
Mit EMSA erhalten alle Schülerinnen und Schüler am jeweiligen Schulstandort die Möglichkeit, sich individuell musikalisch zu entwickeln, vom ersten Schnuppern bis zu einem Musikstudium. Zentrales Element jeder EMSA-Kooperation ist ein Tandem aus Lehrkräften von Schule und Musikschule, das am EMSA-Zentrum der HfMT Köln unter Leitung von Stephanie Buyken-Hölker ausgebildet wird. Der jährliche EMSA-Fachtag „Musikunterricht connected“ bietet Einblicke in erfolgreiche Praxisbeispiele sowie in das EMSA-Lehr- und Forschungslabor. Rund 200 Jugendliche ab der 6. Klasse, die Leitungen von Schulen und Musikschulen sowie Professorinnen und Professoren der Musikhochschulen in Nordrhein-Westfalen kamen in diesem Jahr zusammen.
Weitere Informationen zu EMSA gibt es hier: https://www.emsa-zentrum.de/