Land finanziert bundesweit herausragenden Lernort für Ärztinnen und Ärzte von morgen mit 78 Millionen Euro
An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf können die rund 3.600 Studentinnen und Studenten der Human- und Zahnmedizin künftig das hochmoderne Lehrgebäude P.A.L.M.E. („Platz für Austausch, Lernen, Medizin und Entwicklung“) für ihre Ausbildung nutzen. Das Gebäude bringt Studierende, Lehrende und Pflegepersonal zusammen und schafft optimale Bedingungen für gemeinsames Lernen, praxisnahe Ausbildung und interdisziplinären Austausch. Für den Bau stellte das Land rund 78 Millionen Euro bereit. Gonca Türkeli-Dehnert, Staatssekretärin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, besuchte am Mittwoch, 15. April 2026, die Eröffnungsfeier der P.A.L.M.E.
„Die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten gehört zu den großen Aufgaben der hochschulmedizinischen Standorte. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, eine gute medizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen sicherzustellen. Die Heinrich-Heine-Universität leistet mit ihrer innovativen Lehre hervorragende Arbeit. Die P.A.L.M.E. bietet mit ihrem interdisziplinären Ansatz optimale Voraussetzungen für die bestmögliche Ausbildung der Medizinerinnen und Mediziner von morgen. Sehr gerne haben wir den Neubau unterstützt, der den leistungsfähigen Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig stärkt.“
Prof. Dr. Nikolaj Klöcker, Dekan der Medizinischen Fakultät: „Wir legen im Rahmen unseres Düsseldorfer Modellstudiengangs Medizin besonderen Wert auf die fächerübergreifende und praxisbezogene Ausbildung. Dafür bietet die P.A.L.M.E. durch die sehr vielfältige Ausstattung die perfekte Infrastruktur. Wir sind dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft sehr dankbar, dass dieser Bau entstehen konnte, um zukünftige Ärztinnen und Ärzte noch besser auszubilden.“
P.A.L.M.E. ist eine zentrale Anlaufstelle auf dem Campus des Universitätsklinikums Düsseldorf. Auf mehr als 6.500 Quadratmetern vereint das Zentrum klassische Lehrformate mit moderner Technik. Zwei Hörsäle und neun Seminarräume ermöglichen Veranstaltungen in Präsenz, hybrid oder vollständig digital und bieten Platz für insgesamt 641 Studierende. Der angeschlossene E-Assessment- und Mikroskopie-Saal zählt mit 246 Arbeitsplätzen zu den größten seiner Art in Deutschland: Der kombinierte Unterrichts- und Prüfungsraum ist mit Mikroskopen sowie jeweils einem Laptop pro Arbeitsplatz ausgestattet.
Ein zentrales Element des Gebäudes ist zudem der Präparationssaal. Mit 49 Präparationstischen und Platz für bis zu 490 Studierende gleichzeitig zählt er zu den bundesweit größten Einrichtungen dieser Art. Jeder Arbeitsplatz ist mit Bildschirmen ausgestattet, sodass Präparationsergebnisse unmittelbar mit dem gesamten Kurs geteilt oder individuelle Unterrichtsmaterialien während der Präparation eingespielt werden können.
Im Trainingszentrum werden Studierende gezielt auf den ersten Kontakt mit Patientinnen und Patienten vorbereitet. Darüber hinaus können sich die Studierenden im Simulationszentrum an verschiedenen Stationen in typischen Untersuchungs- und Behandlungssituationen eigenständig oder angeleitet erproben. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Geburtssimulator, ein vollständig eingerichtetes Patientenzimmer, moderne Sonografiegeräte sowie Kommunikationsräume im Stil ärztlicher Behandlungszimmer. Ergänzend finden hier praktische Kurse, etwa chirurgische Nahtkurse, statt.