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Genderforschungspreis 2019

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen schreibt 2019 einen Wissenschaftspreis für exzellente Genderforschung aus. Der Preis richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und fördert das junge und interdisziplinäre Wissenschaftsgebiet der Genderforschung.

Im Bereich der Genderforschung nehmen die nordrhein-westfälischen Hochschulen bundesweit eine Spitzenposition ein. Rund 70 Lehrstühle an 37 Hochschulen im Land befassen sich mit der Bedeutung des Geschlechts in verschiedenen Forschungsfeldern.

Um das junge und interdisziplinäre Wissenschaftsgebiet weiter zu fördern, schreibt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 2019 erstmals einen Wissenschaftspreis für exzellente Genderforschung aus. Der Preis richtet sich an den wissenschaftlichen Nachwuchs, der erste Preis ist mit 50.000 Euro, der zweite Preis mit 25.000 Euro dotiert.

Bewerben können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Bewerbungsfrist beginnt am 01. April 2019 und endet am 1. Juli 2019.

Weiterführende Informationen finden Sie in den Ausschreibungsdetails. Im Downloadbereich unten steht der Ausschreibungstext als PDF zur Verfügung.

Der Preis Ausschreibungsdetails

1. Zielsetzung

Das Preisgeld soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zugutekommen, die eine akademische Laufbahn in der Genderforschung anstreben. Mit dem Genderforschungspreis erhalten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler einer nordrhein-westfälischen Hochschule Gelegenheit, ihre bisherigen Leistungen in der Genderforschung herauszustellen und öffentlich sichtbar zu machen. Darüber hinaus dient der Preis dazu, diese Forschungsarbeit fortzuführen sowie auszubauen und somit dem Zweck weiterer wissenschaftlicher Forschung und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

2. Verfahren und Bewerbungsbegründung

Im Mittelpunkt der Ausschreibung des Genderforschungspreises steht die Darlegung der bisherigen Forschungsarbeit im Kontext der Genderforschung (zentrale Forschungsfragen und -ergebnisse) sowie die auf dieser Basis aufbauende Entwicklung für zukünftige umsetzbare Forschungsanliegen. Im Nominierungsschreiben und der Antragsbegründung sind folgende Leitfragen zu berücksichtigen:

  • Wie wird die eigene wissenschaftliche Arbeit in der Genderforschung verortet? (disziplinär/interdisziplinär/transdisziplinär, empirisch/methodisch/theoretisch)
  • Worin bestehen die gesellschaftliche Relevanz der Forschung und der zu erwartende Erkenntnisgewinn?
  • An welcher Hochschule, an welchem Institut, in welchem Fachbereich soll die zukünftige Forschung verankert werden?
  • Wozu soll das Preisgeld vornehmlich verwandt werden?
  • (Personal-, Sach- oder Reisemittel, die Mittel sollen grundsätzlich innerhalb eines Jahres ab Bereitstellung verausgabt werden)
3. Verfahren und Jury

Die Anträge werden von einer Jury aus fünf unabhängigen Expertinnen und Experten aus dem interdisziplinären Wissenschaftsgebiet der Genderforschung bewertet. Der Hochschulstandort der Jurymitglieder liegt außerhalb Nordrhein-Westfalens. Die Jury wählt aus ihrer Mitte eine Person die den Vorsitz führt und deren Stimme bei Stimmengleichheit den Ausschlag gibt. Darüber hinaus hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalens einen Sitz ohne Stimmrecht in der Jury

4. Antragsfrist und Bewerbungsunterlagen

Bewerben können sich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen in der Trägerschaft des Landes NRW. Über die Eigennominierung ist die zuständige Hochschule (Dekanat und Rektorat) in Kenntnis zu setzen.

Die Bewerbungsfrist beginnt am 01.04.2019 und endet am 01.07.2019.

Die Bewerbung besteht aus den folgenden Unterlagen:

  1. Nominierungsschreiben mit Antragsbegründung
  2. Promotionsurkunde oder vorläufige Bescheinigung
  3. Dissertations- oder Habilitationsschrift
  4. Gutachten der Dissertations- oder Habilitationsschrift (vollständig)
  5. Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse der Dissertations- oder Habilitationsschrift (max. fünf Seiten)
  6. Tabellarischer Lebenslauf
  7. Liste der wichtigsten Veröffentlichungen

Auf Zusendung weiterer Anlagen ist zu verzichten. Der Antrag und die dazu gehörenden Unterlagen sind als PDF-Dateien unter dem Stichwort „Genderforschungspreis“ spätestens bis zum Stichtag (01.07.2019) unter folgender E-Mail-Adresse einzureichen: genderforschungspreis [at] netzwerk-fgf.nrw.de

Die Bewerberinnen und Bewerber erhalten zeitnah eine Eingangsbestätigung. Eine Kopie der Bewerbung ist gleichzeitig per E-Mail an das zuständige jeweilige Dekanat oder Rektorat zu senden.

Kontakt und Organisation

Mit der Organisation der Ausschreibung des Genderforschungspreises hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW die Koordinations- und Forschungsstelle (KoFo) des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW beauftragt.

Ansprechpartnerin ist:

Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW
Koordinations- und Forschungsstelle
Dr. Beate Kortendiek
Universität Duisburg-Essen, Berliner Platz 6-8, 45127 Essen
Tel.: 0201-183-6134
Fax: 0201-183-2118
beate.kortendiek [at] netzwerk-fgf.nrw.de