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Gemeinsame Erklärung zum Gender Pay Gap

Unterzeichnung der Gemeinsamne Erklärung zum Abbau des Gender Pay Gap von Professorinnen und Professoren an Hochschulen.

Gemeinsame Erklärung zum Gender Pay Gap

Die 41 staatlichen und staatlich refinanzierten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen haben gemeinsam mit der Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen und Universitätsklinika und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen am 08. April 2022 eine Gemeinsame Erklärung zum Abbau des Gender Pay Gap von Professorinnen und Professoren an Hochschulen unterzeichnet.

Die Gemeinsame Erklärung ist das Ergebnis eines Dialogprozesses, der als Reaktion auf die Veröffentlichung des Gender-Reports 2019 ins Leben gerufen wurde. Der vom Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung herausgegebene Gender Report zeigte, dass Professorinnen an den Hochschulen in NRW pro Monat durchschnittlich 521 Euro weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Als zentrale Ursache für den Gender Pay Gap hatte der Gender-Report die individuell mit den Hochschulleitungen verhandelbaren Leistungsbezüge identifiziert.
Durch die Unterzeichnung der Erklärung positionieren sich alle Beteiligten aktiv gegen die Entgeltungleichheit zwischen Professorinnen und Professoren und vereinbaren konkrete Schritte zum Abbau des Gender Pay Gap: Um die künftige Entwicklung des Gender Pay Gap weiter beobachten und begleiten zu können, enthält die Erklärung beispielsweise die Einführung eines standardisierten Meldesystems zum Thema Leistungsbezüge. Neben weiteren Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz in Bezug auf die Vergabe von Leistungsbezügen wurde u.a. vereinbart, dass die Hochschulen die Bleibeverhandlungen mit Professorinnen und Professoren als eine wichtige Ursache für die Entgeltungleichheit stärker in den Blick nehmen. Die Gemeinsame Erklärung stellt daher einen großen und wichtigen Fortschritt in der Verbesserung der Chancengleichheit an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen dar. Besonders hervorzuheben ist die breite Unterstützung der Hochschulen für den Dialogprozess – alle staatlichen und staatlich refinanzierten Hochschulen haben die Erklärung unterzeichnet und tragen die vereinbarten Maßnahmen mit.

Nach der Veröffentlichung der Gemeinsamen Erklärung steht nun deren Umsetzung im Vordergrund. Sowohl die Hochschulen als auch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen haben sich im Rahmen der Erklärung Ziele gesetzt, über deren Umsetzung nach drei Jahren Bilanz gezogen wird. Eine eigens für den Dialogprozess gebildete Arbeitsgruppe hat sich auf ein jährliches Treffen verständigt, um die Umsetzung kontinuierlich zu begleiten. Ein erstes Treffen wird im Herbst 2022 stattfinden.

Mehr Informationen und Zitate der Beteiligten finden Sie in der Pressemitteilung, die auch im Downloadbereich als PDF hinterlegt ist.