KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Kinder mit Kunst und Kultur stark machen! Landespreis für Kulturelle Bildung geht nach Ibbenbüren, Düsseldorf und Essen

05.05.2026
Thema: Kultur

80.000 Euro Preisgeld für Auszeichnungen in den Kategorien „Jugendarbeit“, „Kultur“ und „Schule“

Alle Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen bekommen die Chance, Kunst und Kultur für sich zu entdecken. Der Landespreis Kulturelle Bildung fördert Kulturangebote für junge Menschen an Schulen, Kulturorten, Jugend- und Freizeitstätten, um Kindern und Jugendlichen Lust auf Kunst und Kultur zu machen. In diesem Jahr haben drei Initiativen aus Ibbenbüren, Düsseldorf und Essen in den Hauptkategorien „Kultur“, „Jugendarbeit“ und „Schule“ den mit je 20.000 Euro dotierten Preis gewonnen. Projekte aus Minden, Köln, Wuppertal und Lünen wurden von einer Fachjury für den Entwicklungspreis (dotiert mit je 5.000 Euro) ausgewählt. Die Preisträger wurden am Dienstag, 5. Mai 2026 im Jungen Schauspiel Düsseldorf geehrt.

In der Kategorie „Kultur“ wurde das Maschinenhaus Essen in Kooperation mit sieben Schulen sowie außerschulischen Akteuren, etwa der Stadtbibliothek Essen oder dem Kinder- und Jugendtheaterensemble TOBOSO, für das Projekt „Zukunft Zusammen Bauen“ ausgezeichnet.

In der Kategorie „Jugendarbeit“ wurde die Jugendkunstschule Pink Pop e. V. in Kooperation mit dem Jugendkulturzentrum Scheune aus der Stadt Ibbenbüren geehrt.

Das Wim-Wenders-Gymnasium Düsseldorf erhielt für ihre Kooperation mit der Wim-Wenders-Stiftung, dem Filmmuseum Black Box Kino, dem Tanzhaus NRW, dem Kunstpalast, der ZERO foundation, der Filmwerkstatt DIE GROSSE und freien Kulturschaffenden den Hauptpreis in der Kategorie „Schule“.


Ministerin Ina Brandes

„Wer als Kind mit Kunst und Kultur in Berührung kommt gewinnt einen Schatz für sein ganze Leben. Deswegen machen wir jungen Menschen so früh wie möglich Lust auf Kulturelle Bildung. Vielleicht entdeckt sogar ein junger Mensch hier sein Talent für einen künstlerischen Beruf! Davon profitieren auch unsere Theater, Museen, Bibliotheken, Opern- und Balletthäuser gleich doppelt: Sie gewinnen neue Talente und machen das Publikum von Morgen neugierig auf ihr kulturelles Angebot.“

Kulturministerin Ina Brandes
Portraitfoto Ministerin Schäffer

„Kunst und Kultur schaffen für Kinder und Jugendliche kreative Freiräume, in denen sie sich ausprobieren, ausdrücken und ihre Fähigkeiten entdecken können. Unser Ziel als Land ist es, allen Kindern und Jugendlichen – unabhängig von Herkunft und Wohnort – den Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen. In Nordrhein-Westfalen existieren zahlreiche Angebote, die jungen Menschen den Kontakt mit den Künsten ermöglichen. Mit dem Landespreis machen wir die hervorragende Arbeit in NRW sichtbar und möchten gleichzeitig zu neuen Ideen in der Kinder- und Jugendarbeit anregen.“

Kinder- und Jugendministerin Verena Schäffer

„Kulturelle Bildung und fachliches Lernen ergänzen einander. Kulturelle Bildung ist eine gute Möglichkeit, Wissen kreativ zu erschließen, zu gestalten und neu zu denken. Die ausgezeichneten Schulen eröffnen ihren Schülerinnen und Schülern die Erfahrung, dass sich ein kreativer Zugang zur Welt lohnt. Dieser Anspruch wird im Schulalltag sichtbar gelebt und ermöglicht es jungen Menschen, Kultur kennenzulernen und aktiv mitzugestalten.“

Schul- und Bildungsministerin Dorothee Feller

Mit den Entwicklungspreisen wurden Projekte in Minden, Köln, Wuppertal und Lünen ausgezeichnet:

  • das Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg Minden für ihre Kooperation mit dem Stadttheater Minden, dem Freigeistlabor, Gianni Cuccaro und Zoé Pape
  • die Kölner Klinik-Clowns e. V. für ihre Kooperation mit zehn Krankenhäusern
  • OGGS Hesselnberg in Wuppertal in Kooperation mit der Bergischen Musikschule Wuppertal, die börse Wuppertal und den freien Kulturschaffenden Avan Amir Weis und Milton Camilo
  • MRIJA e. V. in Kooperation mit der Initiative Angekommen e. V., Haus Wenige, der katholischen Kirche St. Michael und den Kulturpflanzen Dortmund e. V.

Insgesamt waren für die fünfte Auslobung des Preises rund 50 Bewerbungen eingegangen, die anschließend von einer Fachjury begutachtet wurden. Ausgezeichnet wurden auch in diesem Jahr Initiativen, die Akteurinnen und Akteure der Kulturellen Bildung vor Ort vernetzen. Der Preis ist eine Initiative der Landesministerien für Kultur und Wissenschaft, für Schule und Bildung und für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration.


Weitere Informationen zum Preis finden Sie hier.