KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Komplette Sanierung: WiSo-Gebäude der Universität zu Köln wiedereröffnet

15.04.2026

Im Hochhaus von 1960 studieren rund 8.000 Studentinnen und Studenten der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Nach einer umfassenden Sanierung hat die Universität zu Köln ihr traditionsreiches WiSo-Hochhaus wiedereröffnet. Der 1960 errichtete Bau für die Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit fast 8.000 Studentinnen und Studenten prägt den Campus und bietet nun wieder hochmoderne Bedingungen für Studium, Lehre und Forschung. Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Sanierung bislang mit rund 31 Millionen Euro unterstützt. Ina Brandes, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, besuchte die Wiedereröffnungsfeier des zehngeschossigen Gebäudes am Mittwoch, 15. April 2026.


Ministerin Ina Brandes

„Das modernisierte WiSo-Hochhaus verbindet die starke Tradition der Universität zu Köln mit den Anforderungen einer digitalen und vernetzten Wissenschaft. Hier finden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studentinnen und Studenten optimale Voraussetzungen für Forschung, Lehre und Studium mit interdisziplinärem Austausch von Sozialwissenschaften, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre. Investitionen des Landes in hochmoderne Hochschulen sind eine Investition in die Zukunft Nordrhein-Westfalens.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Rektor der Universität zu Köln Prof. Dr. Joybrato Mukherjee: „Mit der Wiedereröffnung des Hochhauses erhält nun unsere Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät den charakteristischen Arbeitsort modernisiert zurück, den der Kölner Architekt Wilhelm Riphahn im Jahr 1960 für sie entworfen und gebaut hat. Das Gebäude erscheint nun nicht nur in neuem Glanz, sondern ist für die Bedürfnisse von Studierenden und Forschenden von heute eingerichtet. Ich danke dem Land Nordrhein-Westfalen für die Unterstützung sowie den Beteiligten im Dezernat Gebäude und Liegenschaftsmanagement der Universität zu Köln, in der WiSo-Fakultät, im Architekturbüro und in den ausführenden Unternehmen.“


Das Gebäude wurde 1960 nach Plänen des Kölner Architekten Wilhelm Riphahn errichtet und steht seit 1998 unter Denkmalschutz. Das sanierte WiSo-Hochhaus ist 36,80 Meter hoch. Es umfasst unter anderem einen Hörsaal mit rund 600 Plätzen, sieben Seminarräume und insgesamt rund 860 Arbeitsplätze für Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität. Mit der zusätzlichen energetischen Sanierung werden hohe CO₂ -Einsparungen erreicht. Auch wurde das Gebäude mit neuester Haus- und Medientechnik ausgestattet.

Ein weiterer Gebäudeteil der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, der ebenfalls denkmalgeschützt ist, wird aktuell noch saniert. Dieser Teil umfasst einen Flachbau mit Hörsälen, Bibliotheksräumen und drei Gartenhöfen. Insgesamt hat das Bauensemble aus Hochhaus und Flachbau über 10.000 Quadratmeter Nutzfläche.

Die Fakultät umfasst die Fachbereiche Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und die Sozialwissenschaften. An der Fakultät ist auch die Cologne Graduate School in Management, Economics and Social Sciences angesiedelt, die Doktorandenprogramme in Management und Sozialwissenschaften sowie das PhD-Programm in Wirtschaftswissenschaften anbietet.

Das gemeinsame Exzellenzcluster ECONtribute der Universität Bonn und der Universität zu Köln ist ebenfalls seit 2019 an der WiSo-Fakultät zu Hause. Der Cluster betreibt Grundlagenforschung zu wirtschaftlichen, sozialen und politischen Faktoren, die das menschliche Verhalten beeinflussen. Übergeordnetes Ziel ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Politik zu fördern.