KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Internationale Wissenschaftsstadt Bonn

Blick auf Bonn

Auf der Grundlage des Berlin/Bonn-Gesetzes hat sich die Bundesstadt Bonn zu einem bedeutenden internationalen Wissenschaftsstandort entwickelt.

Auf der Grundlage des Berlin/Bonn-Gesetzes hat sich die Bundesstadt Bonn zu einem bedeutenden internationalen Wissenschaftsstandort entwickelt. 

Die Landesregierung hat das Ziel, den internationalen Standort Bonn zu stärken. 

Heute zählt Bonn, neben Genf und Wien zu den wichtigsten Standorten der Vereinten Nationen (UN) in Europa. Über 25 UN-Organisationen mit etwa 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind inzwischen in Bonn ansässig. Sie alle unterstützen Regierungen und Menschen dabei, Antworten und Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden. 

Auch das Vize-Rektorat der Universität der Vereinten Nationen (UNU) ist seit 2007 in Bonn heimisch. Es ist das einzige Vizerektorat der UNU außerhalb von Tokio. In Deutschland unterhält die UNU zwei Institute, darunter das Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) in Bonn.

In enger Verzahnung mit einer Vielzahl an international renommierten Forschungs- und Hochschuleinrichtungen hat sich die Region in den letzten Jahren eindrucksvoll zu einem Nachhaltigkeits-Hub entwickelt. Die Vielzahl dieser Institutionen führt zu Synergien am Standort Bonn. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Bonn Research Alliance (BORA).

Gemeinsam verfolgen alle Akteure den Auftrag, Nachhaltigkeitsforschung im direkten Austausch und Dialog mit Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu denken und einen Beitrag für innovative Lösungen der großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu leisten. Gemeinsames Ziel: die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 auf lokaler bis hin zur globalen Ebene wissenschaftlich zu unterstützen. Dazu vereinen die Akteure universitäre und außeruniversitäre, angewandte und grundlagenorientierte Forschung.

Die in Bonn ansässigen Forschungsförder- und Stipendiengesellschaften unterstreichen die Bedeutung der Region als bedeutsamen Internationalen Wissenschaftsstandort.

Im Folgenden werden drei relevante und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstütze Akteure vorgestellt:

Die United Nations University (UNU) ist als sogenannte "Welt-Universität" ein Nebenorgan der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Im Jahr 2003 wurde das Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) der UNU in Bonn eingerichtet. Das Institut versteht sich als Think-Tank, der wissensbasierte Ansätze für eine verbesserte menschliche Sicherheit und Anpassungsfähigkeit gegenüber Umweltrisiken zur Verfügung stellt.

Ein Ziel ist der Ausbau von direkten Kooperationen zwischen dem Institut und regionalen und lokalen Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Synergien werden angeregt und Kohärenz erzeugt und damit der Standort Bonn gestärkt. 

Seit dem Wintersemester 2013/2014 bietet UNU-EHS zusammen mit der Universität Bonn einen gemeinsamen Master-Studiengang „Geography of Environmental Risks and Human Security“ an. Er war der erste Studiengang weltweit, der mit einem Joint Master of Science der UNU und einer Universität abgeschlossen werden kann.

Seit der Gründung wird UNU-EHS gemeinsam von Bund und Land Nordrhein-Westfalen finanziell unterstützt. Die Förderung des Landes konzentriert sich dabei auf die Programmkosten von UNU-EHS.

Das German Institute of Development and Sustainability (IDOS) zählt weltweit zu den führenden Forschungsinstituten und Think-Tanks zu Fragen globaler nachhaltiger Entwicklung. IDOS wird durch das Land Nordrhein-Westfalen und dem Bund gefördert. In enger Anbindung an die Agenda 2030 und das Pariser Klimaabkommen arbeitet das IDOS an Lösungen für globale Herausforderungen wie Klima- und Umweltpolitik, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Wirtschaft und internationale Zusammenarbeit. 

Dabei verbindet das Institut Forschung, Beratung und Ausbildung: Es unterstützt politische Entscheidungsprozesse auf nationaler und internationaler Ebene, fördert den wissenschaftlichen Dialog durch internationale Netzwerke und bildet mit seinem renommierten Postgraduierten-Programm Fachkräfte für die internationale Zusammenarbeit aus. Durch diese vielfältige Arbeit trägt das IDOS maßgeblich mit dazu bei, Bonn als Zentrum für Nachhaltigkeit und globale Entwicklungspolitik zu profilieren. 

Das IDOS ist zudem Mitglied der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft.

Der Bundesregierung, dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bonn ist es im Dezember 2020 gelungen, von der Europäischen Kommission den Zuschlag für die Ansiedlung des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) am Standort Bonn zu erhalten. Der Umzug aus London wurde aufgrund des Brexits erforderlich.

Das EZMW ist weltweit führend im Bereich der globalen Mittelfristvorhersagen, Monatsvorhersagen und jahreszeitlichen Prognosen. Die Vorhersagen werden den europäischen nationalen Wetterdiensten zur Verfügung gestellt und ergänzen so u.a. die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes. Das EZMW entwickelt und betreibt außerdem innovative Systeme zur globalen Datenassimilation, das heißt zur Verknüpfung von Messdaten mit meteorologischen Modellen, um daraus die bestmögliche Information über den Zustand der Atmosphäre zu erhalten.

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ist in den EZMW-Ansiedlungsprozess eingebunden und unterstützt dessen Vernetzung und Einbettung in die nordrhein-westfälische Wissenschaftslandschaft insbesondere am Standort Bonn.