KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Universität Bonn und RWTH Aachen verteidigen ihren Status als Exzellenzuniversitäten

11.03.2026

Nach Erfolg der Fortführungsanträge von Bonn und Aachen sind noch die Universität zu Köln und der Verbund der Ruhr-Universität Bochum mit TU Dortmund mit Neuanträgen im Rennen

Die Universität Bonn und die RWTH Aachen zählen weiterhin zu den Exzellenzuniversitäten in Deutschland. Das haben der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Mittwoch, 11. März 2026, in Bonn mitgeteilt.

Die beiden nordrhein-westfälischen Hochschulen verteidigten damit den begehrten Status in einer bundesweiten Evaluation der seit 2019 bestehenden Exzellenzstrategie von Bund und Ländern und werden für weitere sieben Jahre bis 2033 gefördert. In der Förderlinie der Exzellenzuniversitäten stellen Bund und Länder derzeit jährlich insgesamt rund 148 Millionen Euro zur Verfügung.


„In Nordrhein-Westfalen sind Spitzenforschung und wissenschaftliche Exzellenz ganz besonders stark. Ich freue mich für die RWTH Aachen und die Universität Bonn, dass sie die Exzellenzkommission erneut überzeugen und ihren Status als Exzellenzuniversitäten verteidigen konnten. Nach unseren erstklassigen 15 von bundesweit 70 Exzellenzclustern im vergangenen Jahr belegt das erneut: Bei uns werden Maßstäbe für herausragende Forschung und Anwendung von morgen gesetzt. In Nordrhein-Westfalen sind die Mittel richtig investiert, denn wir schaffen optimale Bedingungen für Spitzenforschung. Starke Innovationen sind der zentrale Schlüssel, um die großen Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu meistern.“

Ministerpräsident Hendrik Wüst
Ministerin Ina Brandes

„Die Vielfalt und Exzellenz der Forschungslandschaft in Nordrhein-Westfalen ist einzigartig in Europa. Hier arbeiten die klügsten Köpfe daran, die großen Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Der Wissenschaftsstandort Nordrhein-Westfalen hat sich einen Ruf weit über die Landesgrenzen hinaus erworben. Die exzellente Arbeit unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Aachen und Bonn wurde völlig zu Recht erneut mit dem Exzellenzstatus gewürdigt. Als Landesregierung haben wir die Hochschulen nach Kräften bei der Bewerbung der unterstützt. Dieses Engagement hat sich ausgezahlt. Das Land kann stolz sein auf Spitzenforschung ‚made in NRW‘.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Professor Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen: „Die Exzellenzstrategie ist unser gemeinsames Versprechen für eine bessere Zukunft. Von einer führenden Universität mit starken Ingenieurwissenschaften haben wir uns zu einer integrierten interdisziplinären Technischen Hochschule entwickelt. Die RWTH ist ein Ort, an dem akademische Exzellenz, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung konvergieren. Wir haben eine offene, diverse und adaptive Universitätskultur geschaffen, die strategische Erneuerung ermöglicht. Unsere Strukturen, Partnerschaften und Mitarbeitenden eint eine gemeinsame Ambition: Wissen zu schaffen, das für Wissenschaft und Gesellschaft relevant und wirksam ist.“


Professor Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn: „Der heutige Tag markiert einen weiteren historischen Meilenstein in der Geschichte unserer Universität. Als Exzellenzuniversität gehört Bonn klar zur Spitze der Wissenschaft in Deutschland. Mit acht Exzellenzclustern sind wir dazu noch die erfolgreichste Hochschule des gesamten Wettbewerbs. Wir haben alle unsere Ziele erreicht – und manche sogar übertroffen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis eines strategischen Transformationsprozesses, in dem wir die Universität Bonn zu einer global vernetzten Institution für exzellente Forschung, Lehre und Transfer weiterentwickelt haben. Wir stehen beispielhaft dafür, dass die Exzellenzstrategie wirkt und ihre Ziele erreicht: den Wissenschaftsstandort Deutschland leistungsfähiger und international sichtbarer zu machen.“


In der Evaluationsrunde hatte eine Gruppe aus international renommierten Expertinnen und Experten die bisherigen Exzellenzuniversitäten vor Ort begutachtet. Die Exzellenzkommission – bestehend 39 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie den für Wissenschaft und Forschung zuständigen Ministerinnen und Ministern des Bundes und der Länder – entschied nun auf Basis dieser Gutachten über die weitere Förderung.

Im vergangenen Jahr hatten Aachen und Bonn bei der Vergabe der Exzellenzcluster, die Voraussetzung für den Status einer Exzellenzuniversität sind, stark abgeschnitten. Universitäten, die den Titel „Exzellenzuniversität“ erreichen beziehungsweise behalten wollen, müssen über mindestens zwei Exzellenzcluster verfügen, Universitätsverbünde über drei. Besonders erfolgreich war die Universität Bonn, die acht Exzellenzcluster holte – mehr als jede andere Universität in Deutschland. Insgesamt gingen 15 Cluster nach Nordrhein-Westfalen – mehr als in jedes andere Land.

Bundesweit wurden in der aktuellen Förderrunde mit Bonn und Aachen zehn Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünde mit dem Exzellenzstatus ausgezeichnet. Offen ist noch der Wettbewerb der Neuanträge, in dem bis zu fünf Universitäten den begehrten Status erreichen können.

Die Universität zu Köln sowie im Verbund die Ruhr-Universität Bochum und die TU Dortmund sind im Rennen für die fünf zusätzlichen Plätze. Die Entscheidung, welche Hochschulen künftig zusätzlich den Exzellenzstatus tragen dürfen, fällt Anfang Oktober 2026.

Hintergrund

Die Förderlinie Exzellenzuniversitäten dient der dauerhaften Stärkung der Universitäten entweder als Einzelinstitution oder als Verbund von Universitäten auf der Grundlage langfristiger gemeinsamer strategischer Ziele in einer dauerhaft ausgerichteten Kooperation sowie dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster.