KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

70 Jahre Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen

Video

70 Jahre Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen

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Diashow mit Bildern

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Rede damaliger Staatssekretär Kaiser
"Ich freue mich sehr, dass Sie unserer Einladung zu der Festveranstaltung 70 Jahre Landesbeirat für Vertriebenen, Flüchtlings- und Spätaufsiedlerfragen so zahlreich gefolgt sind und Sie nun gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Vertriebenenverbände und Spätaufsiedlerorganisationen der Landespolitik und Landesverwaltung den 70. Geburtstag des Landesbeirats begehen. Herzlich willkommen, Herr Minister."

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Rede damaliger Ministerpräsident Laschet
"Es sind 2,4 Millionen Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg in unser Land gekommen und es sind seit den 70er Jahren bis heute noch einmal 700.000 Aussiedler und Spätaufsiedler alleine in Nordrhein-Westfalen. Und es war stets ein aufmerksamer Ansprechpartner da, nämlich dieser Beirat. Ich war ja in diesem Jahr bei den Gesegenbürgern Sachsen im Gimpelsbühel, Pfingstreffen, ein wunderbares Ereignis."

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"Aber ich war zum ersten Mal als nordrhein-westfälischer Ministerpräsident da, so viele waren da nicht. Der bayerische ist immer da, egal wer das ist. Und ich finde, dass wir als Land, wenn wir schon so eine Patenschaft haben, das auch intensiver pflegen sollten."

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"Erich Kästner soll einmal gesagt haben, man kann die Menschen aus ihrer Heimat vertreiben, aber nicht die Heimat aus dem Menschen. Das, was ja an Wissen da war, das wird immer bleiben. Und das auch in eine künftige Generation weiterzutragen, ist ein wichtiges Ziel."

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Dank an die Vertriebenen und Aussiedler, die unser Land an Rhein und Moor mit aufgebaut haben, ihre reiche Kultur mitgebracht haben. Ich gratuliere zum 70-jährigen Jubiläum, wünsche alles Gute für die Zukunft, Glück auf und Gottes Segen im Landesbeirat.

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Rede Heiko Hendriks, Landesbeauftragter
"Meine sehr geehrten Damen und Herren und Gäste des heutigen Festpakts, natürlich kann man ein solches Jubiläum nicht begehen, ohne ein Stück zurück zu blicken. Auch ein Rückblick kann so etwas wie ein Ausblick sein, aus dem man Schlüsse für die Zukunft zieht."

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"Als amtierender Vorsitzender sage ich Ihnen zu, dass der Leitungsbeirat weiterhin alle wichtigen Themen seiner Zielgruppen begleiten wird. Beispielhaft möchte ich die Weiterentwicklung der Kulturpflege der Vertriebenen, die Pflege der Patenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen mit den Oberschlesiern und den Siebenbürger Sachsen, die politische Bündung für die Deutschen aus Russland, die Begleitung und Erarbeitung einer Konzeption für eine Erinnerungsstätte in Unermassen, sowie die für ein Haus der Geschichte in NRW beispielhaft nennen."

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"Damit halte ich zum Abschluss und so denke ich für uns alle fest, die Geschichte des Landesbeirats ist auch nach 70 Jahren noch nicht zu Ende beschrieben. In diesem Sinne, lassen Sie uns gemeinsam wirken. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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Redebeitrag Schlesien
"Meine Mutter wurde 1946, 15-jährig, aus dem Kreis Löwenberg in Niederschwesien vertrieben. Sie kam im Viehwaggon nach Mettmann. Zuvor war die Familie schon vor der heranrückenden Front geflohen, allerdings wieder zurückgekehrt. Niemand verlässt Haus und Hof, so ohne weiteres. Sie glaubten, zu Hause bleiben zu können."

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Beitrag Siebenbürger Sachsen: Tanzaufführung mit Musik

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Redebeitrag Oberschlesien
"Sie war auf dem Acker neben der Straße. Da meinte Bauer, sich die Knochen reibend. Das Autofahren ist ja ganz schön, aber wie halten Sie denn an, wenn kein Baum in der Nähe steht?"

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Beitrag Theatergruppe
"Mein Name ist Linda. Ich lebe in einem Staat, der mir mehr und mehr unverständlich erscheint. Sie wollen eine Mauer bauen. Eine Mauer, die im Kopf schon längst besteht."

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Gesang
"Etwas in mir ist anders. Etwas in mir erwacht. Ich halte die Hebel nicht mehr. Ein, die wir untereinander haben."

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"Flieh mit mir den Träumen nach. Zusammen sind wir eins und ein Team. Wir können fliehen, Linda. Über alle Grenzen. Mein Wunsch erkennst du."

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Beitrag Theater a parte
Fisch ist so lang, so weit. Geheile Essen.
Sprecher 1
Ja, so weit kennt es nicht.
Sprecher 2
Ja, dann frag doch bitte mal deinen komischen russischen Hauptkommissar, wie das gehen soll.

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Sprecher 1
Das geht schon.
Sprecher 2
Ich habe nämlich 60 Stück von dem da dabei. Das ist nämlich meine Geheimwaffe.Und dazu noch Senf und Kartoffelsalat."

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2 Sängerinnen singen das Lied "Die Gedanken sind frei."

00:06:35.000 --> 00:06:34.000
Alle singen die deutsche Nationalhymne.
Ende