KULTUR UND WISSENSCHAFT

IN NORDRHEIN-WESTFALEN

73. NRW-Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ feiert Freiheit und Völkerverständigung

03.07.2026

50 Preise an Landessieger in Duisburg verliehen

Ein Zeichen für Frieden und Freiheit: 1953 wurde der Schülerwettbewerb „Begegnungen mit Osteuropa“ in Nordrhein-Westfalen initiiert, um nach dem Zweiten Weltkrieg die Völkerverständigung in Europa insbesondere unter jungen Menschen zu fördern. Ein Zeichen, das in Zeiten zunehmender Bedrohungen, wie Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine, wichtiger denn je ist. Als einer der traditionsreichsten Schülerwettbewerbe in Nordrhein-Westfalen ist er zugleich fast so alt wie der Ursprung der Europäischen Union selbst. Ihr Fundament wurde 1951 gelegt, als die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) die strukturelle Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg besiegelte.

Damals wie heute sind Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen aus Nordrhein-Westfalen und aus Osteuropa aufgerufen, sich im Wettbewerb „Begegnungen mit Osteuropa“ kreativ mit den Wurzeln und Visionen Europas auseinanderzusetzen. Unter dem Motto „Europa WestOstWärts“ – kurz WOW – trafen sich jetzt die 50 ausgewählten Preisträger in der Rheinhausen-Halle in Duisburg. 40 Gewinnerinnen und Gewinner kommen aus Nordrhein-Westfalen, und die zehn Landessieger stammen aus Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, der Ukraine und Ungarn. Sie erhalten je ausgezeichnetem Projekt ein Preisgeld zwischen 100 Euro und 300 Euro sowie eine Studienfahrt im Umfeld der Preisverleihung.


Ministerin Ina Brandes MdL sitzend vor einer Pressewand

„Der europäische Gedanke wird im gegenseitigen Kennenlernen und in persönlichen Begegnungen am besten erfahrbar und gestärkt. Ich selbst habe das mit großer Freude als Erasmus-Studentin in Rom erlebt. Mit dem Wettbewerb ‚Begegnung mit Osteuropa‘ können schon Schülerinnen und Schüler andere Sprachen, Kulturen und Lebensgeschichten kennenlernen. Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern zu ihren kreativen, klugen Wettbewerbsbeiträgen. Sie sind ein hervorragendes Beispiel, dass Europa dann am stärksten ist, wenn Menschen mitmachen und sich engagieren.“

Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes

Von der Grundschule bis zum Abiturjahrgang und sogar in länderübergreifenden Kooperationen können die Schülerinnen und Schüler ihre Projekte gestalten. Sie orientieren sich am so genannten Marktplatz der Möglichkeiten, aus dem sie Schwerpunkte wählen können. Die Aufgaben sind jahrgangsspezifisch beschrieben und reichen von kreativen Texten, Kunst, Musik, Fotografie bis zur Verbesserung von Alltagserfindungen. So waren beispielsweise Schülerinnen- und Schüler aus Meschede mit einem Fotoprojekt erfolgreich, Schülerinnen aus Oerlinghausen wurden für ein Video zum Thema Heimat ausgezeichnet, und eine Schülerin und zwei Schüler aus Mönchengladbach wurden für ein Lied über Zusammenhalt, Freundschaft und Gemeinschaft ausgezeichnet.

Eingereicht wurden in diesem Jahr insgesamt 1.981 schriftliche und künstlerische Beiträge von rund 5.000 Schülerinnen und Schülern, darunter 757 Schülerinnen und Schüler aus 14 ost- und mittelosteuropäischen Ländern. Auch das Motto im kommenden Jahr steht schon fest: 2027 dreht sich alles um „MITeinander FÜReinander: EUROPA!“.