Portraitfoto Heiko Hendriks

Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern

Zum 1. Februar 2018 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung Heiko Hendriks zum Beauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern bestellt.

Landesbeauftragter Heiko Hendriks

Zum 1. Februar 2018 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung Heiko Hendriks zum Beauftragten für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern bestellt.

Seine Aufgabenfelder sind unter anderem die Unterstützung der Pflege, Förderung und Weiterentwicklung des Kulturgutes der Vertreibungsgebiete, die Kontaktpflege und Zusammenarbeit mit Institutionen und Organisationen der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, auch auf Bundesebene und in anderen deutschen Ländern und die Intensivierung der Patenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen mit den Landsmannschaften der Oberschlesier und der Siebenbürger Sachsen.

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  • Heiko Hendriks
    Ministerium für Kultur und Wissenschaft
    Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern
    Haroldstr. 4
    40213 Düsseldorf
    Tel. 0211-896-4840
    E-Mail: heiko.hendriks[at]mkw.nrw.de
  • Twitter:
    Das Vertriebenen/Aussiedler-Büro Nordrhein-Westfalen twittert unter @VABNRW aktuelle Informationen zur Arbeit des Landesbeauftragten. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise zur Nutzung sozialer Netzwerke.

70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen Grußwort des Landesbeauftragten Heiko Hendriks

Was gibt es Neues? Aktuelle Mitteilungen

Pressemitteilung 05.10.2020: 30 Jahre Deutsche Einheit: Gedenkstunde in Düsseldorf

30 Jahre Deutsche Einheit: Gedenkstunde in Düsseldorf

Vertreterinnen und Vertreter der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) und NRW-Beauftragter Heiko Hendriks gedenken gemeinsam am Mauersegment in Düsseldorf

Am 03. Oktober 2020 feierte Deutschland - und auch Nordrhein-Westfalen - dreißig Jahre deutsche Einheit.

Auf Einladung der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS e.V.) sprach auch der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, der in dieser Funktion auch zuständig für die Übersiedler und Flüchtlinge aus der ehemaligen DDR ist, am Mauersegment in Düsseldorf ein kurzes Grußwort.

Heiko Hendriks wörtlich: „Neben der großen Freude über die durch die Wiedervereinigung gewonnene Freiheit und Freizügigkeit sollte man an einem solchen Tag auch derjenigen gedenken, die für die Deutsche Einheit gekämpft haben, aber diese leider nicht mehr erleben durften. Unsere Gedanken sollten somit auch bei den Menschen sein, die z.B. bei Fluchtversuchen ihr Leben verloren haben. Auch an die zahlreichen politischen Häftlinge des SED-Regimes sei erinnert, insbesondere an diejenigen, die vor dem Ende des Unrechtsstaates und vor dem Vollzug der staatlichen Einheit verstorben sind!“

 Heiko Hendriks und der Vorsitzende der VOS e.V. am Mauersegment

 

Pressemitteilung 27.08.2020: NRW-Aussiedlerbeauftragter zu Besuch bei den Siebenbürger Sachsen auf Schloss Horneck

NRW-Aussiedlerbeauftragter zu Besuch bei den Siebenbürger Sachsen auf Schloss Horneck

Heiko Hendriks besucht die Einrichtungen des Verbandes in Gundelsheim

Auf Einladung des Landes- und Bundesvorsitzenden des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Rainer Lehni (linkes oberes Bild links), hat der Beauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks (linkes oberes Bild rechts), nunmehr die Kultur- und Bildungseinrichtungen des Verbandes auf Schloss Horneck in Gundelsheim (Baden-Württemberg) besucht. Die Einrichtungen befinden sich in den Endzügen umfassender Modernisierungsmaßnahmen. Das Land NRW hat bereits 1957 die Patenschaft über den Verband der Siebenbürger Sachsen übernommen.

Besuch im Schloss Horneck August 2020 1
Besuch Schloss Horneck August 2020 2

Auf dem Programm stand neben der Vorstellung des Trägervereins „Siebenbürgisches Kulturzentrum Schloss Horneck e.V.“ durch die stellvertretende Vorsitzende, Herta Daniel (linkes oberes Bild Mitte), auch ein Informationsgespräch mit der Bundeskulturreferentin für Siebenbürgen, Dr. Heinke Fabritius. Anschließend erfolgte ein Rundgang durch das Siebenbürgische Museum unter Leitung von Dr. Irmgard Sedler (Vorsitzende des Trägervereins "Siebenbürgisches Museum e.V.") und dem Museumsleiter Dr. Markus Lörz, der Heiko Hendriks nicht nur durch die bestehende Ausstellung führte, sondern bei dem er auch die bald zusätzlich zur Verfügung stehenden neuen Räumlichkeiten in Augenschein nehmen konnte.

 

 

Abschließend erfolgte eine Vorstellung des Siebenbürgen-Instituts durch die Geschäftsführerin Dr. Ingrid Schiel (mittleres Bild rechts) sowie den Vorsitzenden des Siebenbürgisch-Sächsischen Kulturrats e.V. (als Träger des Instituts) Dr. Harald Roth. In diesem Rahmen konnte Heiko Hendriks auch einen umfangreichen Einblick in die beeindruckende Bibliothek sowie in das Archiv nehmen.

Besuch Schloss Horneck August 2020 3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch Schloss Horneck August 2020 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besuch Schloss Horneck August 2020 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit des Beauftragten: „Für den Verband und damit auch für alle an der Geschichte und den Aktivitäten der Siebenbürger Interessierten ist es toll, dass auf Schloss Horneck nun alle Bildungs- und Kultureinrichtungen ergänzt durch ein Hotelangebot an einem Ort zu finden sind. Dies eröffnet sicherlich auch die Möglichkeit, Besuchergruppen für diesen Teil der deutschen und europäischen Geschichte zu begeistern, die sich bisher damit noch nicht beschäftigt haben. Ich wünsche allen Einrichtungen viele Besucherinnen und Besucher!“

Pressemitteilung 21.07.2020: Aussiedlerbeauftragtenkonferenz tagt in Hannover

Aussiedlerbeauftragtenkonferenz tagt in Hannover 

Spätaussiedleraufnahme in Corona-Zeiten im Fokus

Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Prof. Dr. Bernd Fabritius, sowie der Beauftragten des Landes Niedersachsen für Aussiedler und Vertriebene, Editha Westmann, MdL, haben sich am 20.7.2020 die Beauftragten der Länder für Aussiedler und Vertriebene zu einer Fortsetzung der Beauftragtenkonferenz in Hannover getroffen. An den Beratungen teilgenommen haben neben Editha Westmann für Niedersachsen die Beauftragten des Landes Hessen, Margarete Ziegler-Raschdorf, des Landes Nordrhein-Westfalen, Heiko Hendriks, sowie durch telefonische Zuschaltung des Freistaates Bayern, Sylvia Stierstorfer, MdL, sowie des Freistaates Sachsen, Dr. Jens Baumann.

Im Fokus der Beratungen standen die besonderen Herausforderungen der Aufnahme deutscher Spätaussiedler in Zeiten der COVID-19-Pandemie. Anwesend waren auch Vertreter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Der Bundesbeauftragte berichtete über die bisherige Entwicklung und betonte hierbei die Fortsetzung der Aufnahme deutscher Spätaussiedler auch während Zeiten laufender Corona-Pandemie. Spätaussiedler genießen aufgrund ihres Kriegsfolgenschicksals eine besondere Rechtsstellung nach Art. 116 GG, die einen Zuzug aus Risikogebieten aus wichtigem Grund rechtfertigt. Dies wurde durch Beschluss des Bundeskabinetts am 1.7.2020 bestätigt. Im ersten Halbjahr 2019 zogen 3153 Spätaussiedler zu; bis einschließlich Juni 2020 sind erst 1304 deutsche Volkszugehörige überwiegend aus der Russischen Föderation und aus Kasachstan als Spätaussiedler nach Deutschland zugezogen.

Erleichterung zeigten die Beauftragten darüber, dass nach anfänglichem Infektionsgeschehen in dem für das gesamte Bundesgebiet eingerichteten Grenzdurchgangslager (GDL) Friedland (Niedersachsen) dort wieder Infektionsfreiheit herbeigeführt werden konnte. Derzeit sind im Grenzdurchgangslager Friedland 148 Spätaussiedler untergebracht, die dort ein mehrtägiges Aufnahmeverfahren durchlaufen. Die Beauftragten dankten den Mitarbeitern im GDL Friedland und allen Verantwortungsträgern von Bund und Ländern, die notwendige Maßnahmen hierzu unterstützt hatten. Für das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat berichtete Frau Regierungsrätin Maria Maier-Seel in Wahrnehmung der Leitung des zuständigen Referates für Aussiedlerpolitik im BMI über das in Umsetzung befindliche Konzept der Hygienesicherung. Demnach begeben sich ankommende Spätaussiedler unmittelbar nach ihrer Einreise in eine Quarantäne, die nach den Landes-Corona-Verordnungen generell für Einreisende aus Drittstaaten vorgesehen ist. Wegen seiner aus § 8 BVFG resultierenden Verpflichtung zur Unterbringung bis zur Registrierung und Verteilung auf die Länder stellt der Bund eine Transit-Unterbringung (TU) zur Verfügung, in welcher in aller Regel eine Testung der eintreffenden Spätaussiedler erfolgt. Die unmittelbare Testung am Flughafen Frankfurt dort einreisender Spätaussiedler ist zusätzlich in Vorbereitung und soll probeweise begonnen werden. Für die Unterbringung wurden TU-Plätze in unmittelbarer Nähe des Flughafens Frankfurt, in Braunschweig, in Bad Kissingen und in Ahrweiler geschaffen; weitere Plätze sind in Duderstadt in Vorbereitung. Hierzu sind BMI und BVA in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen vor Ort. Die Einrichtungen zur Transitunterbringung werden als Quarantäne-Einrichtungen betrieben; Kontakt der eintreffenden Personen mit dem örtlichen Umfeld ist daher weitgehend ausgeschlossen. Nach Quarantäne und Negativ-Testung erfolgt dann eine Aufnahme im GDL Friedland, wo in wenigen Tagen die Aufnahmeverfahren abgeschlossen werden und die Weiterreise zum neuen Wohnort in Deutschland möglich ist.

Zur Vermeidung einer Überlastung vorhandener TU-Kapazitäten forderte die Beauftragtenkonferenz alle Verantwortungsträger in Bund und Ländern sowie von gesellschaftlichen Organisationen auf, bei der Bereitstellung weiterer TU-Plätze konstruktiv mitzuwirken. Sie dankte dem BMI für die Unterstützung bei Ertüchtigung und Umbau bisher nicht genutzter Liegenschaften (Hotels, Heime und dergleichen) zur Nutzung als TU-Einrichtung. Gleichzeitig forderten die Beauftragten die Selbstorganisationen der deutschen Spätaussiedler in Deutschland sowie der deutschen Minderheiten in den Herkunftsgebieten auf, die Aussiedleraufnahme unter den gegebenen besonderen Herausforderungen nach Kräften zu unterstützen. Im Herkunftsgebiet ist entsprechende aktuelle Beratung Betroffener über das Infektionsgeschehen und die Möglichkeit einer COVID-19-Testung vor Ort hilfreich. Ein aktueller Negativ-Test (nicht älter als 48h vor Zuzug) kann nach den zu beachtenden Quarantänebestimmungen der Länder eine Überlastung der TU-Kapazitäten verhindern. Auch kann eine von bereits in Deutschland lebenden Verwandten und Bekannten am neuen Wohnort organisierte Quarantäne-Möglichkeit die Überlastung staatlicher TU-Plätze vermeiden.

(Quelle: BMI)

Bundesbeauftragter Fabritius (Mitte) mit seinen Länderkollegen und –kolleginnen, u.a. Heiko Hendriks aus NRW (2. v. links), Foto: BMI
Bundesbeauftragter Fabritius (Mitte) mit seinen Länderkollegen und –kolleginnen, u.a. Heiko Hendriks aus NRW (2. v. links), ©BMI
Pressemitteilung 19.06.2020: Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

GEDENKTAG FÜR DIE OPFER VON FLUCHT UND VERTREIBUNG:

WIR ERINNERN AN FLUCHT, VERTREIBUNG UND DEPORTATION SOWIE AN DAS SCHICKSAL DER DEUTSCHEN MINDERHEITEN IN DEN STAATEN MITTEL- UND OSTEUROPAS SOWIE IN DER SOWJETUNION UND IHREN NACHFOLGESTAATEN

„Wer die Geschichte kennt und in die Zukunft schaut, der kann nicht anders als ein überzeugter Europäer zu sein.“

(Zitat von Erzbischof em. Dr. Robert Zollitsch)

Am 20. Juni 2020 begehen wir den bundesweiten „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ zum sechsten Mal. Auf diesen bundesweiten Nationalen Gedenktag, der die Erinnerung an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg lebendig hält sowie zu Verantwortung und Versöhnung mahnt, mussten die Heimatvertriebenen jahrzehntelang warten. Seit dem entsprechenden Bundesratsbeschluss aus dem Jahr 2003 hatte es über zehn Jahre gedauert, diesen zu realisieren. Mit Beschluss vom 27. August 2014 hat die Bundesregierung den 20. Juni (UNO-Weltflüchtlingstag) als feststehendes Datum ausgewählt und der Gedenktag konnte erstmals am 20. Juni 2015 in Berlin feierlich begangen werden. Er soll verdeutlichen, dass Flucht und Vertreibung nicht nur für die davon Betroffenen eine traurige Bedeutung haben, sondern Teil der Geschichte aller Deutschen und Teil der europäischen Geschichte sind.

Lag der inhaltliche Schwerpunkt im ersten Aufruf der Landesbeauftragten der Länder Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Hessen zu „75 Jahre Kriegsende – Wir erinnern an Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten“ vom 8. Mai 2020 auf dem Thema „Flucht und Vertreibung“, so möchten wir in diesem Aufruf in besonderer Weise den Blick auf das schwere Schicksal der nach dem Zweiten Weltkrieg in den Herkunftsgebieten verbliebenen Deutschen – der Heimatverbliebenen – richten sowie auf deren Bemühungen zur Aufrechterhaltung der deutschen Sprache und Kultur.

In diesem Sinne setzen wir ein Zeichen:

  • Wir erinnern daran, dass der von Deutschland begonnene Zweite Weltkrieg und die nationalsozialistische Ideologie dazu geführt haben, dass deutsche Minderheiten in den Staaten Mittel- und Osteuropas sowie der Sowjetunion oftmals als innere Feinde betrachtet wurden und jahrzehntelang schwersten Repressionen ausgesetzt waren.
  • Wir erinnern daran, dass nach Vertreibungen, Deportationen und Zwangsarbeit es in vielen Herkunftsgebieten massive Schwierigkeiten gab, die eigene Kultur zu erhalten. Staatliche Zielsetzung war es oftmals, eine Assimilierung der Minderheiten zu erreichen. Dadurch wurden die Beziehungen zu Angehörigen der jeweiligen Mehrheitsgesellschaften, zu Nachbarn und vormaligen Freunden stark beeinträchtigt. In ihren nervenaufreibenden Ausreisebemühungen wurden viele Deutsche von den kommunistischen Regierungen jahrelang hingehalten. In vielen Staaten wurde durch ein gezieltes Vorgehen gegen die Nutzung und das Erlernen der deutschen Sprache den Gemeinschaften der wichtigste Faktor ihres Zusammenhalts genommen. Die Folgen davon wirken bis heute nach und Sprachkompetenz muss mühsam wiederaufgebaut werden.
  • Wir erinnern daran, dass bis heute rund 1,2 Millionen Menschen als deutsche Minderheiten in Polen, Ungarn, Rumänien, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Kroatien, Serbien, Slowenien, den baltischen Staaten und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion leben.
  • Wir erinnern daran, dass sich die Lage der deutschen Minderheiten nach der politischen Wende 1989/90 in Abhängigkeit von den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in den einzelnen Ländern unterschiedlich entwickelt hat. Gründe dafür sind bilaterale Verträge und Abkommen zu ihren Gunsten sowie die vom Europarat gezeichnete Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen, das Rahmenübereinkommen des Europarates zum Schutz nationaler Minderheiten, aber genauso die tragfähigen Minderheitenschutzgesetze in den betroffenen Staaten. Hinzu kommt eine inzwischen neue Aufgeschlossenheit der Heimatstaaten und auf deutscher Seite eine höhere Aufmerksamkeit zugunsten der deutschen Minderheiten.
  • Wir erinnern an die im Geiste des § 96 Bundesvertriebenengesetz (BVFG) von der Bundesregierung formulierte Solidaritätsverpflichtung, die deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa sowie in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion bei der Bewahrung ihrer Identität zu unterstützen sowie das Kulturgut der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler im Bewusstsein des gesamten deutschen Volkes zu erhalten. In diesem Sinne unterstützt Deutschland beispielsweise den Aufbau gut organisierter und zukunftsfähiger Selbstverwaltungen, mit denen die jeweilige deutsche Minderheit die Gesellschaft ihres Landes aktiv in ihrem Sinne mitgestalten kann. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt im Bereich Sprachförderung und Jugendarbeit. Die Bundesregierung strebt eine von Transparenz und Partnerschaft gekennzeichnete Zusammenarbeit mit den Regierungen der Herkunftsstaaten deutscher Minderheiten in Europa und in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion an. Dieses tragen wir tatkräftig mit.
  • Wir erinnern daran, dass die deutschen Minderheiten sowie die Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler ein wichtiges Bindeglied zwischen den Kulturen sind. Sie bieten die Chance auf einen eigenständigen Beitrag zur Entwicklung kultureller und zivilgesellschaftlicher Brücken und Netzwerke in die Länder Mittel- und Osteuropas sowie in die Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Hierin liegt ein wichtiger T eil europäischer Völkerverständigung.
  • Wir erinnern daran, dass es ganz im Sinne der „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ von 1950 das gemeinsame Ziel sein muss, immer wieder für ein geeintes Europa einzutreten, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können. Damit gehörten die Heimatvertriebenen zu den ersten in der deutschen Bevölkerung, die ein klares Bekenntnis zu einem einigen Europa abgelegt haben. Auch 70 Jahre nach Unterzeichnung der Charta muss es weiterhin unser gemeinsames Ansinnen bleiben, dieses große Friedensprojekt nicht zu gefährden.

Wenn wir am bundesweiten „Nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung“ an die Nachkriegsopfer und ihr Schicksal erinnern, tun wir dies, damit jetzige und künftige Generationen wissen, wohin Krieg, Hass und Gewalt führen und dass die Erinnerung an den Krieg sowie die Kriegsfolgen den Frieden und die Eintracht fördert.

Sylvia Stierstorfer, MdL Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene
Sylvia Stierstorfer, MdL Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene
Margarete Ziegler-Raschdorf Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler
Margarete Ziegler-Raschdorf Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler
Editha Westmann, MdL Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler
Editha Westmann, MdL Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler
Heiko Hendriks Beauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern
Heiko Hendriks Beauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spä
Dr. Jens Baumann Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen
Dr. Jens Baumann Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen
Pressemitteilung 17.06.2020: „Der 17. Juni 1953 darf nicht in Vergessenheit geraten!“

„Der 17. Juni 1953 darf nicht in Vergessenheit geraten!“

Kranzniederlegung in Gedenken an die Opfer

Gemeinsam mit Vertretern der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) – Landesgruppe NRW e.V. hat der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, am 17. Juni 2020 in Düren an einer Gedenkminute teilgenommen und einen Kranz in den NRW-Farben niedergelegt.

Aufgrund der diesjährigen besonderen Situation durch die Corona-Pandemie konnte die jährliche Gedenkveranstaltung am Mahnmal für die Opfer des 17. Juni 1953 in Düren nur mit einer geringen Teilnehmerzahl stattfinden. „Auch wenn die Gedenkveranstaltung in diesem Jahr aufgrund von Corona nur in einem deutlich kleineren Rahmen stattfinden kann, so ist es doch wichtig, dass wir heute mit der Kranzniederlegung ein Zeichen setzen und die Opfer des 17. Juni 1953 nicht in Vergessenheit geraten“, so Heiko Hendriks vor Ort. „Wir alle hoffen, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder unter Einbindung der örtlichen Schülerschaft erfolgen kann, um deutlich zu machen, wie wichtig eine Auseinandersetzung der heutigen Jugend mit der deutsch-deutschen Geschichte ist“, so Hendriks weiter. Die Veranstaltung ist bereits vor einigen Jahren auf Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) entstanden, die u.a. durch ihren NRW-Vorsitzenden Felix-Heinz Holtschke, seinen Stellvertreter Peter Hippe sowie den Bezirksvorsitzenden Detlef von Dechend vertreten waren.

5 Herren am Gedenkstein für die Opfer des 17. Juni 1953

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heiko Hendriks (2 v.l..) legt zusammen mit Felix-Heinz Holtschke, Peter Hippe und Detlef von Dechend (VOS-NRW) sowie dem stellvertretenden Bürgermeister von Düren, Thomas Flossdorf, Kränze am Gedenkstein für die Opfer des 17. Juni 1953 in Düren nieder.

 

2 Kränze am Gedenkstein der des 17. Juni 1953
Gedenkkranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kränze am Gedenkstein für die Opfer des 17. Juni 1953 in Düren

 

Pressemitteilung 08.05.2020: Gemeinsamer Aufruf der Landesbeauftragten zu 75 Jahren Kriegsende

75 JAHRE KRIEGSENDE: WIR ERINNERN AN FLUCHT UND VERTREIBUNG DER DEUTSCHEN AUS DEM OSTEN

„Wir brauchen und wir haben die Kraft, der Wahrheit so gut wir es können ins Auge zu sehen, ohne Beschönigung und ohne Einseitigkeit.“ 

(Bundespräsident Richard von Weizsäcker am 8. Mai 1985)

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Der vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselte Krieg brachte Tod und Vernichtung über viele Völker Europas. Grausamer Höhepunkt des NS-Rassenwahns war die Shoah, die planmäßige, systematische Ermordung der europäischen Juden. Die Erinnerung an die Verbrechen, die von Deutschland während des Krieges begangen worden sind, ist heute selbstverständlicher Bestandteil unserer Gedenkkultur. Das ist richtig, und das muss so bleiben.

Zum kollektiven Gedächtnis unserer Nation gehört ebenfalls das Bewusstsein, dass zwischen 1945 und 1949 Millionen Deutsche aus dem Osten ihre Heimat verloren haben. Der bundesweite Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni bringt dies beispielhaft zum Ausdruck. Es lässt sich dennoch nicht leugnen, dass die Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Deutschen zu verblassen droht. Gerade in der jüngeren Generation schwindet das Wissen um die damaligen Ereignisse und ihre bis in die Gegenwart reichenden Folgen. Wir dürfen und wollen uns nicht damit abfinden. Anlässlich des 75. Jahrestages des Kriegsendes setzen wir deshalb ein Zeichen:

  • Wir erinnern an rund 15 Millionen Deutsche, unsere Väter, Mütter und Großeltern, die aus Ostbrandenburg, Schlesien, Pommern, Danzig, Ostpreußen, dem Sudetenland und den deutschen Siedlungsgebieten im östlichen und südöstlichen Europa vertrieben worden sind. Im Zuge der Vertreibung der Deutschen haben sie ihre Heimat und ihr Hab und Gut verloren. Dadurch wurde das Aufbauwerk von Generationen zerstört.
  • Wir erinnern an die unzähligen Opfer, die auf der Flucht vor der Roten Armee, bei Gewaltexzessen und in Internierungslagern ums Leben gekommen sind.

  • Wir erinnern an die Millionen deutscher Frauen, die vor allem im Osten Opfer von Massenvergewaltigungen geworden sind. Wir halten das Andenken an die zahllosen Mütter in Ehren, die für ihre Kinder Übermenschliches geleistet haben.

  • Wir erinnern an die Hunderttausenden deutschen Zivilverschleppten, darunter zahlreiche Minderjährige, die nach dem Krieg aus den Vertreibungsgebieten in die Sowjetunion deportiert worden sind, wo viele verstarben.

  • Wir erinnern an das seelische Leid, das mit dem Heimatverlust verbunden war. Es hat die Betroffenen ihr Leben lang gezeichnet und Familien traumatisiert.

  • Wir erinnern an die ungeheuren kulturellen Verluste, die das Ende der jahrhundertealten deutschen Siedlungsgeschichte im östlichen Europa mit sich gebracht hat.

  • Wir erinnern daran, dass die Vertreibung der Deutschen, bis heute die größte erzwungene Bevölkerungsverschiebung der Geschichte, ein völkerrechtswidriges Unrecht und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit war. Diese Einschätzung steht in Einklang mit der Rechtsauffassung, die alle Bundesregierungen nach 1949 vertreten haben.

Wenn wir an die Flucht und Vertreibung der Deutschen erinnern, tun wir das nicht, um deutsche Schuld zu relativieren. Wir tun es, damit jetzige und künftige Generationen wissen, wohin Krieg, Hass und Gewalt führen, und damit sie begreifen, was Heimatverlust bedeutet. Denn aus der Geschichte lernen kann nur, wer die Geschichte kennt.

Sylvia Stierstorfer, MdL Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene
Sylvia Stierstorfer, MdL Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für Aussiedler und Vertriebene
Margarete Ziegler-Raschdorf Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler
Margarete Ziegler-Raschdorf Beauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler
Editha Westmann, MdL Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler
Editha Westmann, MdL Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler
Heiko Hendriks Beauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern
Heiko Hendriks Beauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spä
Dr. Jens Baumann Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen
Dr. Jens Baumann Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen
Pressemitteilung 09.11.2019: 30 Jahre Mauerfall - Gedenkveranstaltung in Düsseldorf

Chef der Staatskanzlei Liminski und Beauftragter Hendriks legen gemeinsam mit Vertretern der Vereinigung der Opfer des Stalinismus am Mahnmal der Berliner Mauer in Düsseldorf Kränze nieder.

Am 9. November 2019 jährte sich der Fall der Berliner Mauer zum 30. Mal. Anlässlich des Jahrestags legten Nathanael Liminski, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei, und Heiko Hendriks, Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern in Nordrhein-Westfalen, am Mahnmal der Berliner Mauer in Düsseldorf in der Nähe des nordrhein-westfälischen Landtags Kränze nieder.

Auf Einladung des Beauftragten Hendriks und der Vereinigung der Opfer des Stalinismus wurde am Mahnmal gemeinsam an die Ereignisse vor 30 Jahren erinnert. Neben Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden für Opfer der Diktatur der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, wie dem Frauenkreis der Hoheneckerinnen oder der Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge, nahmen auch nicht organisierte ehemalige Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) sowie Gäste aus Wissenschaft und Politik teil.

Gruppenfoto zu den Feierlichkeiten zu 30 Jahren Mauerfall in Düsseldorf.
Die Teilnehmer der Gedenkveranstaltung am Mahnmahl der Berliner Mauer in Düsseldorf

Staatskanzlei-Chef Liminski: „DDR war ein Unrechtsstaat“

Der Chef der Staatskanzlei Liminski sagte: „In der DDR wurden Menschen, die sich für faire Wahlen und freie Meinungsäußerung einsetzten, ins Gefängnis gesperrt. Dieser Staat ließ auf seine Bürgerinnen und Bürger schießen, wenn sie das Land verlassen wollten. Ein solcher Staat ist zweifellos ein Unrechtsstaat. Nicht diejenigen, die diese Tatsache aussprechen, greifen die Lebensleistung der Menschen in Ostdeutschland an. Nein: Jene, die all das relativieren und verharmlosen, fügen den Opfern jahrzehntelanger Unterdrückung im real existierenden Sozialismus einmal mehr Unrecht zu. Unsere Gedanken sind heute bei diesen Opfern. Unser Dank geht heute an alle, die vor 30 Jahren gegen die Zustände in der DDR mutig auf die Straße gingen und die Diktatur zum Einsturz brachten.“

Mit der Kranzniederlegung soll einerseits die Freude über den Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands zum Ausdruck gebracht werden. Andererseits soll derer gedacht werden, die wegen der Mauer Haft, Folter und Unterdrückung erleiden mussten oder gar ihr Leben verloren.

Liminski zu 30 Jahren Mauerfall in Düsseldorf
Nathanael Liminski bei der Gedenkveranstaltung zu 30 Jahren Mauerfall in Düsseldorf

Gegen populistische Strömungen und totalitäres Gedankengut

„Weil der 9. November für die deutsche Geschichte eine ambivalente Bedeutung hat und wir heute auch der Opfer der Reichspogromnacht gedenken, möchte ich ganz besonders darauf hinweisen, wie wichtig es ist, populistischen Strömungen und totalitärem Gedankengut immer wieder entschieden entgegenzutreten“, sagte der Beauftragte Hendriks. Hierfür sei es unabdingbar, in Schulen und bei der Jugendarbeit die historisch-politische Bildung weiter zu fördern und politische Beteiligung und Demokratiebildung zu unterstützen. „Nur so wird der Geist von Freiheit und Demokratie, für den vor 30 Jahren Hunderttausende auf die Straße gegangen sind, dauerhaft bewahrt bleiben.“

Felix-Heinz Holtschke, Vorsitzender der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Nordrhein-Westfalen, fasste die Bedeutung dieses Tages zusammen: „Der 9. November 1989 war ein denkwürdiger Tag von welthistorischer Bedeutung. Ein Freudentag für all diejenigen, die dafür kämpften, dass diese Schreckensmauer der Teilung eines Volkes mit friedlichen Mitteln nach 28 Jahren endlich zum Einsturz gebracht werden konnte. Und ein Tag der Hoffnung für alle unterdrückten und zwangsweise getrennten Völker in aller Welt, die damals wie heute noch immer für ihre Freiheit und Einheit kämpfen müssen.“

Heiko Hendriks spricht zu 30 Jahren Mauerfall in Düsseldorf
Heiko Hendriks bei der Gedenkveranstaltung zu 30 Jahren Mauerfall in Düsseldorf
Pressemitteilung 24.09.2019: Tag der Heimat 2019

Heiko Hendriks: „Tag der Heimat wichtiger denn je“

Ein klares Resümee zieht der nordrhein-westfälische Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, in Bezug auf den Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen (BdV) in Berlin sowie die zahlreichen Heimattage in den verschiedenen Kreisgruppen des BdV in Nordrhein-Westfalen: „Die Durchführung des Tages der Heimat in Berlin und hier in NRW vor Ort ist wichtiger denn je. Durch diese Veranstaltungen können sowohl die Erlebnisgeneration als auch deren Nachkommen einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass Flucht, Vertreibung und Aussiedlung der Deutschen aus Mittel- und Osteuropa und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein wesentlicher Bestandteil der deutschen und europäischen Geschichte sind.“

Als Beauftragter der Landesregierung vor Ort in Solingen, Bochum und Bonn

Heiko Hendriks hielt in diesem Jahr in Solingen, Bochum und Bonn die Festreden bei den von den Kreisgruppen des BdV veranstalteten Heimattagen und dankte den Mitgliedern des BdV, dass diese viel ehrenamtliche Arbeit auf sich nehmen, um den Tag der Heimat vor Ort gebührend zu begehen. Allein bei diesen drei Veranstaltungen waren mehr als 500 Menschen zugegen und machten somit deutlich, dass „einerseits ihre Geschichte nicht in Vergessenheit geraten darf, andererseits, dass sie die idealen Brückenbauer zu unseren europäischen Nachbarn sind.“

Heiko Hendriks zu Gast beim BdV in Solingen, Gruppenfoto
Heiko Hendriks zu Gast beim BdV in Bochum, steht an einem Pult und spricht.
Heiko Hendriks zu Gast beim BdV in Bonn, steht auf einer Bühne und spricht vor Publikum..
Heiko Hendriks zu Gast beim BdV in Bonn, Gruppenfoto.

Bilder: Heiko Hendriks zu Gast beim BdV in Solingen, Bochum und Bonn. (Bildnachweis v.l.n.r Edith Vieth, Alexander Kubus, Stephan Rauhut, Friedger von Auer)

Tag der Heimat in Berlin: Ministerpräsident Armin Laschet als Festredner

Vorab kamen unter dem Leitspruch „Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“ am 31. August 2019 zum 70. Mal über 800 deutsche Heimatvertriebene und Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler aus ganz Deutschland sowie Angehörige der deutschen Minderheiten aus den Heimatgebieten in Berlin zum zentralen Auftakt zum Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen zusammen. Mit dabei war auch Heiko Hendriks in seiner Funktion als Beauftragter der Landesregierung und zahlreiche Gäste aus Nordrhein-Westfalen sowie eine große Gruppe der deutschen Minderheit aus Oberschlesien, der Partnerregion Nordrhein-Westfalens.
Als Festredner begrüßte BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet. Bezugnehmend auf das diesjährige Motto würdigte Ministerpräsident Laschet die Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950, die elf Jahre nach Kriegsbeginn und nur fünf Jahre nach Kriegsende verabschiedet worden war, als ein herausragendes Dokument der Verständigung und Versöhnung.

Arbeit der deutschen Heimatvertriebenen beispielhaft

Es sei gut, so Armin Laschet weiter, dass das Gedenken an Flucht und Vertreibung heute ohne Anfeindungen begangen werden könne. „Diese Erinnerung ist wichtig, wenn man will, dass das nie wieder passiert“, betonte er. Ebenso wichtig sei es wahrzunehmen und anzuerkennen, was die deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler an Eigenleistung für die Eingliederung sowie an Einsatz für die grenzüberschreitende Verständigung erbracht hätten. Ihr Schicksal und ihre fortwährende Arbeit seien gleichermaßen beispielhaft für die heutigen Integrationsherausforderungen in Deutschland wie sie einen wichtigen Beitrag für den Frieden in Europa leisteten. Der Ministerpräsident ist sich sicher, dass der Tag der Heimat Zukunft habe und dass es immer wieder Tage der Heimat geben werde.

Ministerpräsident Armin Laschet zusammen mit BdV Präsident Dr. Bernd Fabritius
, Armin Laschet und Heiko Hendriks begrüßen eine Delegation aus Oberschlesien.
Ministerpräsident Armn Laschet spricht beim Tag der Heimat an einem Pult.

Bilder: Ministerpräsident Armin Laschet zusammen mit BdV Präsident Dr. Bernd Fabritius, Armin Laschet und Heiko Hendriks begrüßen eine Delegation aus Oberschlesien (Bild Mitte) sowie der Ministerpräsident bei seiner Rede. (Bildnachweis: BdV/Bildkraftwerk)

Tag der Heimat und nationaler Gedenktag

Aus der Ansprache des Präsidenten des Bundes der Vertriebenen, Dr. Bernd Fabritius, wurde zunächst deutlich, dass der nationale Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni mit dem Tag der Heimat des BdV sich einander bedingen. Der Gedenktag sei „für alle Vertriebenen und Spätaussiedler die sprichwörtliche ‚Luft zum Atmen‘“. Was das Dritte Reich und Zweiter Weltkrieg, aber auch die Vertreibungen und ethnischen Säuberungen an Schrecken bedeutet hätten, was die Betroffenen, aber ebenso „Kinder und Enkel als Trauma-Gepäck mitbekommen haben, das alles hat unsere gesamte Gesellschaft kollektiv geprägt – und das darf und soll sich nicht wiederholen“. Dafür ständen die deutschen Heimatvertriebenen.

Sichtbar werde dieses Miteinander schon jetzt in der grenzüberschreitenden und friedenstiftenden Arbeit der BdV-Verbände und der Landsmannschaften, betonte der BdV-Präsident. Dieser Einsatz für „Menschenrechte und Verständigung“ und somit für den Frieden in Europa werde angesichts spaltender nationalistischer Tendenzen in vielen Teilen Europas immer wichtiger. Das gemeinsam aus den Trümmern des Zweiten Weltkrieges und des kommunistischen Unrechts errichtete Europa habe die Vertriebenen der Heimat und die Heimat den Vertriebenen wieder nähergebracht. Brücken in die Nachbarländer und Brücken in die Zukunft seien gebaut worden, so BdV-Präsident Fabritius abschließend.

Pressemitteilung 20.06.2019: Gedenktag 20. Juni 2019: Heiko Hendriks gedenkt der Opfer von Flucht und Vertreibung

Auch am diesjährigen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung hat der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, auf Einladung des Bundes der Vertriebenen (BDV) NRW zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des BDV - an der Spitze dessen Landesvorsitzender Rudi Pawelka - sowie mit Repräsentanten aus der Stadt Solingen in der Gedenkstätte des deutschen Ostens auf Schloss Burg in Solingen der Opfer von Flucht und Vertreibung gedacht und einen Kranz in den NRW-Farben niedergelegt.

In seinem Grußwort wies der Landesbeauftragte u.a. darauf hin, dass „die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen es als eine wichtige Aufgabe ansieht, die Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Deutschen während und nach dem Zweiten Weltkrieg wachzuhalten. Die Zahl der Deutschen, die selbst Flucht und Vertreibung erlitten haben, wird zunehmend kleiner. Aber: Immerhin noch rund 600 000 Menschen leben heute in Nordrhein-Westfalen, die der sogenannten Erlebnisgeneration angehören, also Flucht und Vertreibung am eigenen Leib erfahren mussten. Solange die Möglichkeit besteht, mit dieser Erlebnisgeneration ins Gespräch zu kommen, sollte diese Chance genutzt werden. Ziel muss es sein, das Wissen an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben und diese für das Thema zu sensibilisieren.“

Der Gedenktag wurde durch Beschluss der Bundesregierung 2014 eingeführt und soll der Erinnerung an die „weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen“ dienen.

 

 

Vertriebenenbeauftragter Heiko Hendriks mit dem BDV-Landesvorsitzenden Rudi Pawelka und BDV-Landesvorstandsmitglied Arno Lemke, Quelle: MKW

Pressemitteilung 17.06.2019: Aussiedlerbeauftragter Heiko Hendriks bei der Gedenkfeier an den 17. Juni 1953 in Düren

Auf Einladung der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) – Landesgruppe NRW e.V. - hat der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, am 17. Juni 2019 an einer Gedenkfeier für die Opfer des Volksaufstandes in der DDR vom 17. Juni 1953 teilgenommen und einen Kranz in den NRW-Farben niedergelegt.

Zu der Feierstunde kamen Vertreter der Politik, u.a. war der Dürener Bürgermeister Paul Larue zugegen, der Bürgerschaft und Vertreter der VOS sowie Schülerinnen der Geschichtskurse der Bischöflichen St. Angela Schule aus Düren zusammen, um des Widerstandes und der Opfer zu gedenken. Die Veranstaltung geht auf eine Initiative der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) zurück, die u.a. durch ihren NRW-Vorsitzenden Felix-Heinz Holtschke und seinen Stellvertreter Peter Hippe vertreten war.

Anlässlich des 66. Jahrestages des Volksaufstandes wies Heiko Hendriks in seiner Ansprache darauf hin, dass der Widerstand der Menschen gegen die Unterdrückung durch die SED-Diktatur nicht vergessen werden dürfe, weil eben dieser Widerstand Ausdruck der Sehnsucht nach Freiheit und Demokratie war. Seiner Ansicht nach ist es wichtig, dass auch dieses Kapitel der deutschen Geschichte im Schulunterricht thematisiert wird. Er lobte sowohl das Schulkollegium und die Schülerinnen der St. Angela Schule für ihr Engagement in dieser Frage, als auch die VOS für die alljährliche Organisation der Feierstunde im Besonderen sowie für ihr Engagement im Grundsätzlichen.

Heiko Hendriks (l.i.B.) legt zusammen mit Felix-Heinz Holtschke und Peter Hippe von der VOS Kränze am Gedenkstein für die Opfer des 17. Juni 1953 in Düren nieder.

Pressemitteilung 27.05.2019: Delegation um den NRW-Aussiedlerbeauftragten Heiko Hendriks besuchte Siebenbürgen/Rumänien

Im Rahmen einer viertägigen Reise hat eine Delegation um den NRW-Aussiedlerbeauftragten Heiko Hendriks Siebenbürgen/Rumänien besucht. Stationen waren u.a. Hermannstadt, Kronstadt, Deutsch-Weißkirch und Schässburg. Ziel war es, mehr über die Situation der deutschen Minderheit in Rumänien zu erfahren. An der Reise nahmen auch Vertreter des Verbandes der Siebenbürger Sachsen aus Nordrhein-Westfalen teil (u.a. der Landesvorsitzende der Siebenbürger Sachsen Rainer Lehni).

In Hermannstadt (rumänisch: Sibiu) führte der Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, unter anderem ein Gespräch mit dem Bischof der evangelischen Landeskirche, Reinhard Guib, und mit der deutschstämmigen Bürgermeisterin von Hermannstadt, Astrid Fodor (siehe Bild), sowie mit Vertretern des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien. Alle Gesprächspartner machten deutlich, dass die Deutschen, die sich bereits ab dem 12. Jahrhundert in Siebenbürgen niedergelassen haben, auch heute, insbesondere in Siebenbürgen, hohes Ansehen genießen. Oftmals sind sie das Bindeglied zwischen der rumänischen Mehrheitsgesellschaft und deutschen Firmen, die sich insbesondere im Raum Hermannstadt angesiedelt haben. Beim anschließenden Besuch des Brukenthalgymnasiums, einer Staatsschule mit „Unterricht in der Sprache der deutschen Minderheit“, sowie des Museums im Teutsch-Haus unterstrichen die Gesprächspartnerinnen, dass der Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung in Rumänien mittlerweile nur noch ca. 0,5 % beträgt. Umso bemerkenswerter ist es, dass ca. 20% aller Rumänen deutsch sprechen und die Nachfrage nach dem Erlernen der deutschen Sprache ungebrochen hoch sei. Eine Erkenntnis war daher, dass der Erhalt der deutschen bzw. deutschsprachigen Schulen somit von großem Wert für alle Beteiligten ist.

Über Zeiden (Codlea) fuhr die Delegation in die größte Stadt Siebenbürgens: Kronstadt (Brasov). Dort standen wiederum Gespräche mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien (siehe Bild) sowie ein Besuch der deutschen Partnerschule der Bundesrepublik Deutschland, dem „Johannes Honterus Nationalkolleg“ an. In beiden Gesprächen wurde deutlich, dass es an deutschsprachigen Lehrer(inne)n und an Schulpartnerschaften mit NRW-Schulen fehle. Die Delegation versicherte zu prüfen, ob man an dieser Stelle helfen kann.

In Deutsch-Weißkirch (Viscri) besuchte die Delegation die deutsche Minderheit und besichtigte die Kirchenburg, die Weltkulturerbe ist. In Reps (Rupea) konnten die Gäste aus NRW einen Dualen Ausbildungsbetrieb und ein von der Kirche betriebenes Altenheim besichtigen.
Zum Abschluss traf sich die Delegation u.a. mit dem Dechanten des Kirchenbezirks Schässburg (Sighisoara), Bruno Fröhlich.

Resümee von Heiko Hendriks: „Die Unterstützung der deutschen Minderheit durch Deutschland und auch durch die rumänische Regierung ist sehr positiv und bewirkt, dass Deutschland und Rumänien im Sinne des europäischen Geistes weiter zusammenwachsen. Auch wenn die meisten Deutschen aus Rumänien mittlerweile u. a. nach Deutschland ausgesiedelt sind, zeugen doch einige Rückkehrerinnen und Rückkehrer, die wir in den vielen Gesprächen auch kennengelernt haben, davon, dass zumindest Siebenbürgen eine interessante Region zum Leben und Arbeiten ist. Auch von der völkerverständigenden Arbeit des Verbandes der Siebenbürger Sachsen bin ich nach unserem Besuch überzeugter denn je!“

Hintergrund: Das Land Nordrhein-Westfalen hat 1957 eine Patenschaft über die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen übernommen. Gemäß Koalitionsvereinbarung will das Land Nordrhein-Westfalen diese Patenschaft wieder stärker leben.

Von links nach rechts: Heiko Hendriks, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Rainer Lehni
Bild (v.l.n.r.): Heiko Hendriks, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Rainer Lehni | © Heike Mai-Lehni
 
Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt mit Heiko Hendriks (6.v.r.) und Rainer Lehni ((3.v.r.) sowie Caroline Fernolend, Kreisvorsitzende des Kronstädter Forums (5.v.r.) und Thomas Sindilariu, Vorsitzender des Ortsforums Kronstadt (2.v.r.)

Bild: Vertreter des Demokratischen Forums der Deutschen in Kronstadt mit Heiko Hendriks (6.v.r.) und Rainer Lehni (3.v.r.) sowie Caroline Fernolend, Kreisvorsitzende des Kronstädter Forums (5.v.r.) und Thomas Sindilariu, Vorsitzender des Ortsforums Kronstadt (2.v.r.) | © MKW

Pressemitteilung 07.04.2019: Runder Tisch SED-Opferverbände

Runder Tisch bringt SED-Opfer aus NRW zusammen

Mit einer Auftaktveranstaltung erinnern der Parlamentarische Staatssekretär Klaus Kaiser und Heiko Hendriks, NRW-Beauftragter für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer an das Schicksal der hiesigen SED-Opfer und DDR-Flüchtlinge.

Auf Einladung des Parlamentarischen Staatssekretärs Klaus Kaiser und des Landesbeauftragten für deutsche Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaus-siedler Heiko Hendriks trafen sich am 4. April 2019 rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von SED-Opfervereinigungen und einzelnen Betroffenen aus NRW.

„Auch wenn inzwischen die erste Generation herangewachsen ist, die die deutsch-deutsche Teilung nicht mehr miterlebt hat und für die das vereinte Deutschland eine Selbstverständlichkeit ist, sind die Folgen der SED-Diktatur für viele Betroffene heute noch spürbar. Vor diesem Hintergrund möchte die Landesregierung Nordrhein-Westfalen das Schicksal der SED-Opfer würdigen, denn auch hier haben viele von ihnen schon lange vor dem Fall der Mauer ein neues Zuhause gefunden“, so Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, bei seiner Eröffnungsansprache.

„Nach zahlreichen einzelnen Gesprächen freue ich mich, dass wir heute mit einer gemeinsamen Veranstaltung die Betroffenen in NRW vernetzen können. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass die Themen SED-Diktatur und DDR-Flucht auch im wissenschaftlichen und historischen Kontext weiter aufgearbeitet und behandelt werden“, begrüßte Heiko Hendriks die Anwesenden in seiner kurzen inhaltlichen Einführung zur Veranstaltung.

Im ersten Kurzvortrag schilderte Dr. Guido Hitze, Leiter der Planungsgruppe "Geschichte, Politik und Demokratie Nordrhein-Westfalens", die aktuellen Planungen zum Haus der Geschichte NRW und wie die Geschichte der DDR-Übersiedler und DDR-Flüchtlinge dort eingebunden wird. Dr. Frank Hoffmann vom Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum berichtete danach über das Zeitzeugenprojekt der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS), welches diese unter wissenschaftlicher Begleitung des Instituts seit 2008 durchführt. Ehemalige politische Häftlinge der DDR berichten dabei im Rahmen von Zeitzeugengesprächen im Politik- oder Geschichtsunterricht an Schulen über ihre Hafterfahrungen. „Dass heute hier unsere Zeitzeugenarbeit vorgestellt werden konnte, ist für uns eine große Anerkennung. Wir werden nicht müde, von unserer Geschichte und unseren Erlebnissen auch weiterhin zu berichten und freuen uns sehr, dass unser Engagement auch von der Landesregierung wahrgenommen und wertgeschätzt wird“, resümiert Detlef von Dechend, einer der Zeitzeugen, den Runden Tisch.

Im Anschluss tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander aus und schilderten ihre Planungen für Gedenkveranstaltungen zum 17. Juni und zum 9. November 2019, an denen Landesbeauftragter Heiko Hendriks teilnehmen wird. „Die Veranstaltung am 4. April ist als Auftaktveranstaltung an-zusehen. 30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es mir ein Anliegen, die für die deutsch-deutsche Geschichte so wichtigen Ereignisse angemessen zu würdigen“, so Heiko Hendriks wörtlich.

Schätzungen zufolge haben sich bis zum Fall der Mauer rund eine Million DDR-Übersiedler und ehemalige politische Häftlinge auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen gemacht. Zahlreiche Betroffene sind unter anderem in Verbänden wie der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG), der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS), der Interessengemeinschaft ehemaliger DDR-Flüchtlinge e.V. (IEDF), dem Bautzen-Komitee e.V. oder dem Frauenkreis der Hoheneckerinnen organisiert und bundesweit vernetzt.

Gruppenfoto vom Runden Tisch SED-Opfer

 

Heiko Hendriks spricht beim Runden Tisch der SED-Opfer

 

Pressemitteilung 27.03.2019 Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler tagen in Berlin

Berlin. Zum zweiten Mal seit ihrer Gründung im vergangenen Jahr, tagte die Konferenz der Aussiedlerbeauftragten des Bundes und der Länder auf Einladung des Bundesbeauftragten Prof. Bernd Fabritius Ende März 2019 in Berlin. Neben Fragen der Kulturförderung nach Paragraph 96 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG), der Eingliederung von Spätaussiedlern und der Problematik bei der Nachweisführung von Dokumenten und Urkunden aus den Herkunftsländern, war Hauptthema der Konferenz die rentenrechtliche Stellung von Spätaussiedlern.

Einhellig begrüßt wurde seitens der Konferenz die mit NRW-Unterstützung gefasste Bundesratsentscheidung vom 15. Februar zur Überprüfung der rentenrechtlichen Regelungen bei Spätaussiedlern.

„Der persönliche Austausch in der Konferenz sei wichtig, er stärke die gemeinsame Vorgehensweise gerade auch in dieser Frage,“, so der NRW-Beauftragte für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks.

Die Konferenz regte außerdem eine ermessens- und beurteilungsleitende Empfehlung für Standesämter an, um diese für die Besonderheiten der standesamtlichen Nachweissituation bei Spätaussiedlern zu sensibilisieren. Auch hier stießen Spätaussiedler immer wieder auf große Hürden, die zum Teil auf Unwissenheit in den Ämtern beruhten. „Erneut wurde bei der Konferenz deutlich, wie wichtig eine Abstimmung und Koordinierung des gemeinsamen Vorgehens der Landesbeauftragten ist“, hebt Hendriks hervor. „Bei der Eingliederung von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern gibt es nach wie vor viele offene Fragen und Probleme, deren Lösung nur gemeinsam erfolgen kann. Wir haben vereinbart, als Beauftragte künftig abwechselnd in den verschiedenen Bundesländern zu tagen. Im Herbst soll die dritte Aussiedlerbeauftragten-Konferenz am Sitz der Landesbeauftragten des Landes Niedersachsen, Editha Westmann, in Hannover stattfinden.“

Gruppenfoto Konferenz der Aussiedlerbeauftragten des Bundes und der Länder, (v l.n.r): Heiko Hendriks (LB NRW), Dr. Jens Baumann (LB Sachsen), Editha Westmann MdL (LB Niedersachsen), Bundesaussiedlerbeauftragter Prof. Bernd Fabritius, Margarete Ziegler-Raschdorf (LB Hessen), Herbert Hellstern  (Büro LB Dr. Thomas Strobl, Baden-Württemberg), Dr. Matthias Lill (Büro LB Sylvia Stiersdorfer MdL, Bayern).
Bild: BMI

(v l.n.r): Heiko Hendriks (LB NRW), Dr. Jens Baumann (LB Sachsen), Editha Westmann MdL (LB Niedersachsen), Bundesaussiedlerbeauftragter Prof. Bernd Fabritius, Margarete Ziegler-Raschdorf (LB Hessen), Herbert Hellstern (Büro LB Dr. Thomas Strobl, Baden-Württemberg), Dr. Matthias Lill (Büro LB Sylvia Stiersdorfer MdL, Bayern).

Pressemitteilung 18.10.2018: Jahresempfang des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte

Heiko Hendriks: "Nicht nur wir in NRW können stolz auf dieses Museum sein"

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte lud zum diesjährigen Jahresempfang ein. Umrahmt wurde die Veranstaltung durch die Hochschule für Musik Detmold, dem Privaten Musikzentrum Detmold sowie der Nordwestdeutschen Philharmonie und all dies unter der Schirmherrschaft des Aussiedlerbeauftragten des Landes NRW, Heiko Hendriks, der in seinem Grußwort nach der Begrüßung der Gäste durch Museumsdirektor Kornelius Ens (im Bild 2. v. rechts) deutlich machte: "Nicht nur wir in Nordrhein-Westfalen können stolz auf dieses Museum sein".

Auch dem diesjährigen Jahresempfang des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte wohnten mehr als 100 politische Würdenträger aber auch Verantwortungsträger zivilgesellschaftlicher Organisationen bei.

Dabei hielt der Beauftragte der Bundesregierung, Prof. Dr. Bernd Fabritius (im Bild 2. v. links), den Festvortrag. Er ging insbesondere darauf ein, dass es das Kriegsfolgeschicksal dieser deutschen Gruppe sei, welches Verantwortung für die Bundesrepublik nach sich zöge. Verantwortung, die auch dadurch übernommen werden solle, dass ein Haus wie das des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte auch perspektivisch als Lern- und Erfahrungsort finanziell gesichert werden müsse. Nicht zuletzt in Kenntnis der Situation und Potenziale anderer Häuser dieser Ausrichtung stufte der Aussiedlerbeauftragte das Angebot am Detmolder Museum als

hochrelevant ein. Der Beauftragte betonte die gesamtdeutsche Bedeutung des Museums: „Ich wünsche mir, dass das Museum noch stärker in die gesamtdeutsche Gesellschaft hineinwirkt, über die Geschichte der Deutschen in und aus Russland aufklärt und so letztlich zum Abbau von falschen Einschätzungen und zum Aufbau eines wertschätzenden Respekts beiträgt.“

Heiko Hendriks spricht beim Jahresempfang 2018
Gruppenbild vom Jahresempfang 2018
Pressemitteilung 02.10.2018: Heiko Hendriks zu Besuch in Warschau

Aussiedlerbeauftragter Heiko Hendriks zu Gesprächen in Warschau

Auf Wunsch des Ministerpräsidenten Armin Laschet hat der Beauftragte der NRW-Landesregierung für die Belange von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, ihn bei seinem offiziellen Besuch in Warschau begleitet.

Heiko Hendriks nutzte die Gelegenheit um u.a. sowohl mit den Experten der Deutschen Botschaft als auch mit dem Abgeordneten der Deutschen Minderheit im Sejm, Ryszard Galla (im Bild rechts), ausführliche Einzel-Gespräche über die Situation der deutschen Minderheit zu führen.
Ferner nahm er zusammen mit dem Ministerpräsidenten an Gesprächen mit dem polnischen Senatsmarschall und polnischen Intellektuellen sowie an einem Besuch des Jüdischen Museums, einer Kranzniederlegung sowie an einem Botschaftsempfang teil. Im Rahmen des letztgenannten führte er ein ausführliches Gespräch mit dem Gesandten der Deutschen Botschaft, Knut Abraham, über die aktuellen politischen Entwicklungen in Polen und deren Auswirkungen auf die Situation der Deutschen Minderheit.

Heiko Hendriks mit Ryszard Galla

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusammen mit dem NRW-Europaminister, Dr. Holthoff-Pförtner (im Bild rechts), und dem NRW-Polonia-Beauftragten, Thorsten Klute (im Bild 2. v. rechts), besuchte er ferner die deutschsprachige Willy-Brandt-Schule.

Gruppenfoto
Pressemitteilung 28.09.2018: Oberschlesienreise des Landesbeauftragten

NRW Vertriebenen- und Aussiedlerbeauftragter Heiko Hendriks besucht erstmals (Ober -)Schlesien

Der seit 1. Februar 2018 amtierende Beauftragte der Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, hat erstmals unter Einbindung der Landsmannschaft der Oberschlesier, über die das Land Nordrhein-Westfalen am 25. Februar 1964 die Patenschaft übernommen hat, Oberschlesien besucht.

Schwerpunkt seiner Reise war neben dem Austausch mit Vertretern der Deutschen Minderheit, der Besuch verschiedener Einrichtungen, in denen der Erwerb der deutschen Sprache im Mittelpunkt steht.

Vor Ort konnte er sich u.a. in der NRW Partnerregion, der Woiwodschaft Schlesien, bei dem Besuch einer bilingualen Kindergartengruppe in Tworkau, der Unterrichtsbegleitung in einer bilingualen Grundschule in Cosel-Rogau sowie der Teil-nahme an einem Training in der deutschen Miro Fußballschule in Chronstau davon überzeugen, dass es sehr wohl gelingen kann, das Kulturgut "Deutsche Sprache" sowohl für die deutsche Minderheit zu erhalten, als auch für die polnische Bevölkerung zugänglich zu machen.

Im Gespräch mit verschiedenen Bildungsakteuren, insbesondere mit den Lehrkräften für Deutsch, wurde auch über die politischen Rahmenbedingungen für bilingualen oder auch muttersprachlichen Unterricht diskutiert.

"Dass das Erlernen der deutschen Sprache sowohl in spielerischer Form im Kindergarten oder in der Fußballschule  z.B. in Form von Trainingsanweisungen in Deutsch, als auch in einer zweisprachigen Schule erfolgreich stattfindet, haben uns unsere Besuche vor Ort anschaulich vor Augen geführt. Ein wichtiges Fazit ist sicherlich: Wenn die deutsche Minderheit zusammen mit der polnischen Bevölkerung etwas angeht, letztlich alle davon profitieren. Auf jeden Fall wird damit die Völkerverständigung gestärkt und der europäische Zusammenhalt gefördert," so Heiko Hendriks wörtlich.

Zum Abschluss hat der Landesbeauftragte das alle drei Jahre stattfindende Kulturfestival der deutschen Minderheit in der Jahrhunderthalle Breslaus mit über 5000 Besuchern besucht. Dort wurde er wie weitere Vertreter der deutschen und der polnischen Politik offiziell als willkommener Vertreter Nordrhein-Westfalens begrüßt und konnte sich von den vielfältigen kulturellen Aktivitäten der deutschen Minderheit überzeugen.

Heiko Hendriks beim Besuch in Oberschlesien
Heiko Hendriks beim Besuch in Oberschlesien
Gruppenfoto mit Heiko Hendriks und einer Jugendfußballmannschaft

 

Pressemitteilung 20.06.2018: Gedenken an Opfer von Flucht und Vertreibung

Gedenktag 20. Juni 2018: Klaus Kaiser und Heiko Hendriks gedenken der Opfer von Flucht und Vertreibung

Am diesjährigen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung haben der Parlamentarische Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Klaus Kaiser (im Bild rechts), und der Vertriebenen- und Aussiedlerbeauftragte der NRW-Landesregierung, Heiko Hendriks, auf Einladung des Bundes der Vertriebenen (BDV) NRW zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern des BDV in der NRW-Gedenkstätte des deutschen Osten auf Schloss Burg in Solingen den Opfern von Flucht und Vertreibung gedacht und einen Kranz im Namen der Landesregierung niedergelegt.

Der Gedenktag wurde durch Beschluss der Bundesregierung 2014 eingeführt und soll der Erinnerung an die "weltweiten Opfer von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen" dienen.

Foto des Gedenktags auf Schloss Burg mit Heiko Hendriks und Klaus Kaiser
Pressemitteilung 04.05.2018: Landesbeauftragter besucht hessische Amtskollegin

Vertriebenen- und Aussiedlerbeauftragter Heiko Hendriks zu Besuch bei seiner hessischen Amtskollegin Margarete Ziegler-Raschdorf in Wiesbaden

Der Beauftragte der nordrhein-westfälischen Landesregierung für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern, Heiko Hendriks, traf im Mai 2018 zu einem Arbeitsgespräch in Wiesbaden mit seiner hessischen Amtskollegin, Margarete Ziegler-Raschdorf, zusammen.

Die Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler ist bereits seit 2009 im Amt und sie hatte ihren nordrhein-westfälischen Amtskollegen bereits kurz nach dessen Berufung am 1. Februar 2018 zu einem Besuch im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) eigeladen.
Nach einem anfänglichen Erfahrungsaustausch erörterten beide in einem mehrstündigen Gespräch zahlreiche Themen, wie u. a. die institutionelle Stellung der verschiedenen Landesbeauftragten und insbesondere die Zukunft der Vertriebenenarbeit. Da diese bedingt durch das Schwinden der Erlebnisgeneration in einem Wandel begriffen ist, sieht sich auch die Arbeit der Landesbeauftragten zahlreichen neuen Herausforderungen gegenüber.

In diesem Zusammenhang wurde vereinbart, gemeinsam eine engere Vernetzung der inzwischen bundesweit fünf Landesbeauftragten für die Themenbereiche Heimatvertriebene und Spätaussiedler sowie der Kulturreferenten der Bundesregierung für die früheren deutschen Ostgebiete sowie die deutschen Siedlungsgebiete in Ostmittel- und Südosteuropa anzustreben.

Beide zeigten sich nach ihrer ersten Begegnung sehr erfreut über den fruchtbaren ausführlichen Gedankenaustausch: „Es war sehr wichtig, dass wir uns einmal persönlich kennenlernen konnten. Wir werden weiterhin einen engen Kontakt halten und unseren begonnenen Dialog künftig regelmäßig fortsetzen“, bekräftigten Margarete Ziegler-Raschdorf und Heiko Hendriks nach dem Termin.

Im Anschluss trafen beide im Landtagsgebäude noch zu einem kurzen Gespräch am Rande der Plenarsitzung mit Staatssekretär im HMSI, Dr. Wolfgang Dippel, und der Vorsitzenden des Unterausschusses für Heimatvertriebene, Aussiedler, Flüchtlinge und Wiedergutmachung, Irmgard Klaff-Isselmann, MdL, zusammen.

Foto des Besuchs in Wiesbaden

Werdegang Lebenslauf von Heiko Hendriks

Heiko Hendriks wurde am 22. Februar 1966 in Duisburg geboren und studierte Sozialwissenschaften, Psychologie und Pädagogik an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg mit dem Abschluss Diplom.

seit 1994 bis 1996 freiberufliche Tätigkeit in der Erwachsenenbildung  
seit 1996 selbstständiger Unternehmensberater und Personaltrainer  
1992 bis 1994 Landesvorsitzender des Ringes Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Nordrhein-Westfalen
seit 1994 Stadtverordneter im Rat der Stadt Mülheim an der Ruhr
seit 1997 Mitglied des Landesvorstandes der OMV – Union der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler – der CDU Nordrhein-Westfalen und seit 2013 deren Landesvorsitzender
seit 1997 Mitglied des Landesvorstandes des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalen
29. Januar 2014 bis 31. Mai 2017 Abgeordneter des Landtags Nordrhein-Westfalen