Bis zu 36 neue Professorinnenstellen für nordrein-westfälische Hochschulen
Der Anteil von Frauen im professoralen Nachwuchs und in wissenschaftlichen Spitzenfunktionen soll in Zukunft noch weiter steigen. Dafür setzt sich insbesondere das Professorinnenprogramm 2030 von Bund und Ländern ein. In der dritten Auswahlrunde des Programms setzten sich jetzt insgesamt zwölf Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen durch. Das ist bundesweit führend. Alle durch die Fachjury ausgewählten Hochschulen können für jeweils bis zu drei mit Frauen neu besetzte Professuren eine Förderung über fünf Jahre bekommen – in Höhe von maximal rund 2,5 Millionen Euro. Das Programm wird je zur Hälfte vom Bund und von den Ländern finanziert.
Die zwölf Hochschulen, die im diesjährigen Professorinnenprogramm erfolgreich waren:
- Bergische Universität Wuppertal
- Deutsche Sporthochschule Köln
- Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
- Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
- Hochschule Düsseldorf
- Hochschule für Musik Detmold
- Hochschule Hamm-Lippstadt
- Hochschule Rhein-Waal
- Kunsthochschule für Medien Köln
- Robert Schumann Hochschule Düsseldorf
- Technische Hochschule Georg Agricola
- Universität Witten/Herdecke
„Die Exzellenz und die Vielfalt unserer Hochschulen ist einzigartig in Europa. Nordrhein-Westfalen braucht hierfür das Know-how von hervorragenden Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre. Mit dem Professorinnenprogramm unterstützen wir unsere Hochschulen dabei, attraktiv für den weiblichen Nachwuchs zu sein. Indem wir Talenten den Weg an die Spitze der Wissenschaft ebnen, stärken wir insgesamt die Innovationskraft unseres Landes. Herzlichen Glückwunsch an die zwölf erfolgreichen Hochschulen im Professorinnenprogramm!“
Bundesweit haben sich 44 Hochschulen mit ihren Konzepten in der aktuellen Auswahlrunde durchgesetzt. Bis Ende September 2027 können sie nun Förderanträge für jeweils bis zu drei Professuren einreichen. Je Professur ist eine Förderung von maximal 825.000 Euro über fünf Jahre möglich.
Eine besondere zusätzliche Auszeichnung gab es für drei nordrhein-westfälische Hochschulen: die Bergische Universität Wuppertal, die Hochschule Düsseldorf und die Hochschule für Musik Detmold. Ihnen verlieh die Jury das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“. Den Hochschulen stehen damit Fördermittel für eine zusätzliche Stelle für eine vielversprechende Wissenschaftlerin oder Künstlerin zur Verfügung, die eine unbefristete Professur anstrebt.
Seit dem Start des Professorinnenprogramms konnten sich 32 Hochschulen aus Nordrhein-Westfalen mit ihren Konzepten durchsetzen. Elf erlangten das Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ – mehr als in jedem anderen Bundesland.
Hintergrund
Das Professorinnenprogramm gibt es seit 2008. In der aktuellen vierten Auflage – dem „Professorinnenprogramm 2030“ – setzen sich Bund und Länder dafür ein, in der Wissenschaft die Anzahl der Frauen in Spitzenfunktionen weiter zu erhöhen, Nachwuchswissenschaftlerinnen auf dem Weg zur Professur zu fördern und die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen strukturell noch stärker zu verankern. Bund und Länder stellen dafür von 2023 bis 2030 insgesamt 320 Millionen Euro bereit.
In den vergangenen Jahren hat die Gleichstellung an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen bereits deutliche Fortschritte gemacht. So hat sich der Anteil von weiblichen Professuren von 15,8 Prozent im Jahr 2007 auf 29,6 Prozent im Jahr 2023 nahezu verdoppelt.
Weitere Informationen zum Professorinnenprogramm 2030 und eine Übersicht über alle bisher erfolgreichen Hochschulen sind hier zu finden: https://www.mkw.nrw/themen/wissenschaft/wissenschaftsfoerderung/professorinnenprogramm-2030 .